Bockenrod (Odenwald)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reichelsheim (Odenwald)
Reichelsheim (Odenwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichelsheim (Odenwald) hervorgehoben
49.7166666666678.85211Koordinaten: 49° 43′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Höhe: 211 m ü. NN
Fläche: 58,21 km²
Einwohner: 9015 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 64381–64385
Vorwahl: 06164
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 013
Adresse der Gemeindeverwaltung: Bismarckstraße 43
64385 Reichelsheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Stefan Lopinsky (CDU-RWG)

Reichelsheim (Odenwald) ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Reichelsheim liegt im mittleren Odenwald in 200 bis 538 Meter Höhe inmitten des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Nachbargemeinden

Reichelsheim grenzt im Norden an die Gemeinden Fränkisch-Crumbach, Brensbach und Brombachtal, im Osten an die Stadt Michelstadt und die Gemeinde Mossautal (alle im Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fürth sowie im Westen an die Stadt Lindenfels (beide Kreis Bergstraße).

Ortsansicht
Historischer Handwerkermarkt auf dem Fronhof bei Reichelsheim/Odenwald

Gliederung

Zur Gemeinde gehören neben dem Ort Reichelsheim die dreizehn Ortsteile Beerfurth, Bockenrod, Eberbach, Erzbach, Frohnhofen, Gersprenz, Gumpen, Klein-Gumpen, Laudenau, Ober-Kainsbach, Ober-Ostern, Rohrbach und Unter-Ostern. Damit ist Reichelsheim die Gemeinde mit den meisten Ortsteilen in Hessen.

Geschichte

Erstmalig wurde die Gemeinde 1303 urkundlich erwähnt.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 45,8 14 45,8 14
CDU-RWG Christlich Demokratische Union Deutschlands - Reichelsheimer Wähler-Gemeinschaft 41,1 13
FDP Freie Demokratische Partei 7,5 2 4,6 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,6 2 6,4 2
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,4 8
RWG Reichelsheimer Wähler-Gemeinschaft 18,8 6
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 55,2 62,0

Bürgermeister

Bei der Wahl zum Bürgermeister konnte sich 2008 Stefan Lopinsky (RWG) mit 61,2 Prozent der Stimmen durchsetzen.

  • 1990–2008: Gerd Lode (SPD)

Wappen

Auf goldenem, gewölbtem Boden stehen drei große goldene Eichen gegen einen roten Hintergrund. Zwischen den Eichen wachsen zwei Eichenschößlinge heran. Drei silberne Sterne stehen über diesem symbolisierten Wald.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Märchen- und Sagentage

Seit 1995 finden jährlich am letzten Wochenende im Oktober die Reichelsheimer Märchen- und Sagentage mit Verleihung des Wildweibchenpreises statt. Viele mittelalterliche Aufbauten und Bekleidungen sind zu bewundern.

Regionalmuseum

Untergebracht im ehemaligen Rathaus, Deutschlands ältestem Fachwerk-Rathaus mit der Mannform als Verstrebungsfigur. Ausstellungsschwerpunkte sind der Bergbau, typische Handwerke wie Lebkuchenbäckerei, Gäulchesmacher (Holzschnitzer für Pferde), Schindler und Schuhmacher sowie das frühere Dorfschulwesen und die ehemalige Reinheim-Reichelsheimer Eisenbahn („“Odenwälder Lieschen“).

Schloss Reichenberg
Schloss Reichenberg Eingang

Schloss Reichenberg

Das heutige Schloss Reichenberg entstand als Burg Richenburg im 13. Jahrhundert, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1307. Bemerkenswert ist das Herrenhaus (Palas). Der Palas wurde wegen seines gekrümmten Grundrisses der Krumme Bau genannt.

Hier wurde am 14. Februar 1776 der spätere Naturforscher Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck geboren. Er war Freund Goethes, Mitbegründer der Uni Bonn und des Botanischen Gartens Bonn, 40 Jahre lang Präsident der Leopoldina und Direktor des Botanischen Gartens in Breslau, wo er am 16. März 1858 verstarb.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg in wechselndem adligem Besitz. Von 1876 bis 1924 wurde die nun Schloss Reichenberg genannte Anlage als Privatschule für Knaben der gehobenen Stände genutzt. Danach übernahm die Familie Siefert vom Frohnhof das Schloss. Sie verkaufte 1963 einige Gebäude als Ferienheim an die Deutsche Bundespost.

Im Juli 1979 kaufte die ökumenische Kommunität Offensive Junger Christen (OJC) das Schloss Reichenberg. Sie baute es zu einer (öffentlich zugänglichen) internationalen Begegnungs- und Tagungsstätte mit Schlosscafé um. Der obere ältere Teil des Schlosses, der sogenannte Krumme Bau, wird zur Zeit renoviert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch die Bundesstraßen B 47 (Nibelungenstraße zwischen Michelstadt und Worms) und B 38 (zwischen Roßdorf bei Darmstadt und Weinheim/Mannheim), die gemeinsam durch Reichelsheim führen, ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen. Busverbindungen nach Bensheim, Fürth i.Odw., Reinheim und Michelstadt schaffen Anschluss ans öffentliche Schienennetz (DB und Odenwaldbahn).

Öffentliche Einrichtungen

Behörden

In Reichelsheim befindet sich ein Polizeiposten, der zum Polizeirevier Erbach/ Odenwald gehört.

Städtepartnerschaften

Reichelsheim besitzt seit Mitte der 1990er Jahre eine Partnerschaft mit dem französischen Dol-de-Bretagne.

Weblinks


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