Bodelschwingh-Stollen
Die Stollenrösche in Blickrichtung Herthasee

Der Bodelschwingh-Stollen war ein unvollendet gebliebenes Stollenprojekt im Ibbenbürener Ortsteil Uffeln. Heute ist die Stollenrösche ein Teich oder wird als Graben genutzt. Seinen Namen erhielt der Stollen vom ehemaligen Finanzminister Ernst von Bodelschwingh der Ältere.

Geschichte

Nach umfangreichen Schürf- und Versuchsarbeiten der Lagerstättenverhältnisse der Zeche Buchholz wurde in Erwägung gezogen, die Grube abzuteufen. Dazu sollte ein neuer Stollen die Grube entwässern. Ernst August Graf von Beust griff einen Plan von 1818 auf: einen Stollen von einem möglichst tiefen Punkt aus, etwa vom Heiligen Meer, in das Kohlengebirge zu treiben, um die Flöze in großer Teufe zu erschließen. Da der Bedarf damals noch nicht gegeben war, wurde der Plan zunächst nicht weiter verfolgt.

1842 ergab eine Analyse, dass eine künstliche Wasserhaltung 361.369 Taler, eine Stollenlösung nur 181.335 Taler kosten würde. Als geeignete Stellen für den Vortrieb kamen in Frage: das Heilige Meer, die Mühle in Ostenwalde, die Ems und die Mühle in Dreierwalde. Der Ansatzpunkt in Ostenwalde stellte sich als beste Lösung heraus. 1843 begann der Bau. Als 1852 die Hannoversche Westbahn durch Ibbenbüren gebaut wurde, entschied man sich, das Stollenprojekt zugunsten näher an der Eisenbahn gelegener Abbaufelder zu beenden. Die Stollenrösche hatte eine Länge von 2943 Meter und die Stelle, an der das Stollenmundloch angesetzt werden sollte, war erreicht.

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