Bodo Richter

Bodo Richter (* 1941 in Flensburg) ist ein Jurist und Politiker (SPD). Er war von 1982 bis 1988 Oberstadtdirektor Wuppertals.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Bodo Richter studierte Jura, promovierte zum Dr. jur. und war seit 1970 Richter am Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht. Im Jahr 1973 wurde er dann Bürgermeister der Stadt Schleswig, was er bis 1977 blieb. Im Jahr 1978 wurde er dann Oberbürgermeister der Stadt Flensburg, bevor er am 1. Oktober 1982 als Nachfolger von Friedrich Platte Oberstadtdirektor Wuppertals wurde. Er bezeichnete den Weggang aus seiner Stadt in das weit entfernte Wuppertal als Aufbruch und Wagnis mit ungewissem Ausgang.[1]

Oberstadtdirektor

Am 23. November 1983 sorgte das SPD-Mitglied für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass er eine Anti-Nachrüstungsanzeige mit Dr. B. Richter, Jurist unterschrieben hatte, was von der CDU als „mit dem Beamtengesetz nicht vereinbar“ bezeichnet wurde.[2] Die SPD wehrte sich indes gegen die CDU-Angriffe. Am 10. Januar 1984 wurde er im Zusammenhang mit der geplanten Neubesetzung der Amtsleitstelle des städtischen Rechtsamtes der Filzokratie beschuldigt.[3] Richter wurde am 23. April von der Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden der Ost-West S-Bahn gewählt. Am 22. September wurde er außerdem noch als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wuppertaler Stadtwerke AG im Amt bestätigt. Sein Stellvertreter war Siegfried Sülz. Am 24. Mai 1988 gab er seinen Abschied aus Wuppertal bekannt. Er wurde am 20. Juni verabschiedet und wechselte als Staatssekretär des Kultusministeriums nach Kiel, was er bis 1995 blieb.

Quellen

  • Stadtarchiv Wuppertal
  • GA, vom 13. Juli 1982
  • GA, vom 21. Juni 1988
  • Bergische Blätter 1987, Heft 25, Seite 10-12

Einzelnachweise

  1. Ankündigung seines Wechsels nach Wuppertal im General Anzeiger, vom 13. Juli 1982
  2. General Anzeiger, vom 23. November 1983
  3. Generalanzeiger, vom 10. Januar 1984

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