Bodo von Harbou

Bodo von Harbou (* 7. April 1887; † 22. Dezember 1943 Berlin) war ein deutscher Offizier und gehörte zum Kreis des militärischen Widerstandes, aus welchem heraus am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler ausgeführt wurde.

Leben

Von Harbou wurde während des Ersten Weltkriegs Major in der Operationsabteilung des Chefs des Generalstabs des Heeres. 1918 war er Mitglied der Friedenskommission. Nach seinem Ausscheiden aus dem Heer wurde er Geschäftsführer im Deutschen Stickstoffsyndikat. Nach dem parlamentarischen Sturz der Regierung Franz von Papen am 12. September beriet diese am 14. September 1932, Geld für den bevorstehenden Reichstagswahlkampf zu sammeln, Bodo von Harbou wurde als Spendenorganisator genannt[1].

Nach seiner Reaktivierung wurde er als Major Chef des Kommandostabes bei Alexander von Falkenhausen, dem Militärbefehlshaber für Belgien und Nordfrankreich, in Brüssel und wurde dort noch zum Oberst i.G. befördert. Wegen angeblicher Devisenvergehen wurde er am 16. Dezember 1943 durch den SD verhaftet und nahm sich wenige Tage später aus Angst, die politischen Pläne gegen Hitler sowie Mitwisser zu verraten, das Leben[2].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Akten der Reichskanzlei Nr. 141 Ministerbesprechung vom 14. September 1932, 11 Uhr
  2. abweichende Daten beim Bundesarchiv: 29. Juli 1944




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