Bodypiercings

Piercing (von engl. to pierce [pɪəs], „durchbohren, durchstechen“ über altfrz. percier und lat. pertundere, „durchstoßen, durchbrechen“) ist eine Form der Körpermodifikation, bei der Schmuck in Form von Ringen oder Stäben an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers durch die Haut und das darunter liegende Fett- oder Knorpelgewebe eingefügt werden.

Madonna-, Septum- und Labretpiercing

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Kultur

Thailänderin mit gedehnten Ohrläppchen

Das gezielte Durchstechen verschiedener Haut- und Körperstellen, wie Lippen oder Ohren als traditioneller Körperschmuck wird bereits seit Jahrtausenden von zahlreichen Kulturen und Ethnien praktiziert. Die frühesten Belege in Form von Schmuck oder Zeichnungen lassen sich bis auf 7000 Jahre zurückdatieren. Dabei handelt es sich neben der schmückenden Funktion meistens um die Abgrenzung zu anderen Volksstämmen, um spirituelle Rituale oder die symbolische Darstellung und Zelebrierung eines Veränderungsprozesses der Reife oder des gesellschaftlichen Status. Die meisten Oberflächenpiercings, wie das Korsett-Piercing oder das Madison-Piercing, stellen dagegen eine Neuerscheinung der späten 1990er Jahre dar.

Traditionelle Piercings

Inderin mit Nasen- und Ohrensteckern

Bei den Ureinwohnern Amerikas, Afrikas und Asiens sind Piercings in den Ohrläppchen, den Nasenflügeln und der Nasenscheidewand, den Lippen und den Genitalien überliefert. Der Schmuck dieser Kulturen wurde aus Holz, Quarz, Perlmutt, Ton, Horn und Knochen und einfachen Metallen gefertigt. Erste Ohrlöcher sind in Ägypten etwa 1550 v. Chr. nachweisbar. Die Totenmaske des altägyptischen Pharao Tutanchamun zeigt diesen mit geweiteten Ohrlöchern. Auch bei Buddha-Statuen oder Relikten der Azteken werden vergrößerte Ohrlöcher dargestellt.

Überlieferte Steinskulpturen der Olmeken zeugen von gedehnten Ohrlöchern. Weiterhin sind Ohrlöcher, Lippenpflöcke und Septumschmuck von mittelamerikanischen Völkern wie den Purépecha, den Zapoteken und den Azteken bekannt.[1]

Mursi-Frau mit Lippenteller und gedehnten Ohrläppchen

Bei den Mursi im Süden Äthiopiens gehören durchstochene oder eingeschnittene und besonders weit gedehnte Piercings in den Lippen und Ohrläppchen zum Schönheitsideal, man spricht hierbei von Tellerlippen. Je größer der Teller ist, desto mehr Ansehen gilt der Frau. Heute dient der ausgefallene Schmuck auch bewusst als Touristenattraktion.[2] In Indien tragen viele Frauen traditionell Stecker in den Ohrläppchen und dem Nasenflügel. Gemäß dem hinduistischen Glauben werden Kindern im Rahmen des Karnavedha-Rituals Ohrlöcher gestochen, um sie vor Krankheiten zu schützen.

Für Europa existieren nur wenige Hinweise auf frühere Piercingtraditionen. Zu den wenigen überlieferten Relikten zählt eine etwa 2600 Jahre alte keltische Bronzemaske aus der Hallstattzeit die beidseitige Ohrlöcher aufweist.

Spirituelle Piercings

Laut Berichten spanischer Eroberer aus dem 16. Jahrhundert, sowie überlieferter Steinreliefs wurden in Mittelamerika Ohren, Zungen, Wangen und Genitalien als Opfergabe und zur innerlichen Reinigung durchstochen.[1]

In der thailändischen Stadt Phuket findet seit 1825 jährlich das Vegetarian Festival statt. Während der ersten neun Tage des neunten Monats des chinesischen Kalenders versetzen sich die zahlreichen Teilnehmer im Rahmen einer Götterbeschwörung in Trancezustände und stechen sich während einer Prozession Schwerter, Äste, Eisenstangen oder Alltagsgegenstände mit teilweise erheblichem Durchmessern durch Wangen, Zunge oder andere Körperstellen. Dabei fungieren sie als Medium der neun Schutzgeister und werden während des Rituals als Besessene derer betrachtet.[3]

Durchstochene Wangen und Oberkörper auf dem Thaipusam-Fest

Eine ähnliche Tradition wird jährlich in Malaysia im Januar/Februar auf dem Thaipusam-Fest zelebriert.

Die Teilnehmer beginnen dabei bereits Monate im Voraus sich mit Hilfe eines Lehrers auf das Fest vorzubereiten bei dem sie sich in einen Trance-Zustand versetzen, Haken oder Spieße durch verschiedene Körperstellen stechen und anschließend bunt geschmückt und mit beigeführten Opfergaben eine Prozession zu einem Tempel des Gottes Subramaniam antreten um dabei ein Gelübde zu erfüllen, sich von Sünden reinzuwaschen oder um Gesundheit und Glück zu bitten. Blut tritt dabei verhältnismäßig selten aus den Wunden aus die teilweise mit Asche desinfiziert werden.

Beim Sonnentanz handelt es sich um eine Zeremonie verschiedener Indianerstämme der amerikanischen Prärie und Plains, bei dem sich die Tänzer die Haut an Brust oder Rücken durchstechen und mit Schnüren verbundene Holzpflöcke hindurchführen. Die Schnüre werden an einen Baum gebunden, um den die Indianer vier Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ohne Schatten, Nahrung und Wasser tanzen. Diese Tradition ist von der Bewegung der Modern Primitives unter der Bezeichnung Body-Suspension aufgegriffen worden.

Piercings in der westlichen Kultur

Teilweise waren verschiedene Piercings wie zum Beispiel das Brustwarzenpiercing schon in früheren Jahrhunderten in Europa anzutreffen, sie blieben jedoch weitestgehend auf kleine, meist höfische Kreise beschränkte Moden, die später wieder in Vergessenheit gerieten. Lediglich das Durchstechen das Ohrläppchens fand eine weite Verbreitung. Ohrlöcher waren jedoch bis Anfang der 1970er Jahre im westlichen Kulturkreis nur bei Frauen akzeptiert und wurden meistens selber oder vom Juwelier gestochen. Eine Ausnahme hiervon bildete lediglich der Berufsstand der Zimmerleute, welche sich im Rahmen der Walz traditionell ein Ohrloch mit einem Zimmermannsnagel stechen lassen. In den 1960er Jahren brachten vor allem Hippies Ohr- und Nasenpiercings von ihren Hippie trails nach Indien in den westlichen Kulturkreis ein.

Punk mit Tunnelpiercing und Sicherheitsnadel als Ohrpiercing

Auch die Schwulenszene experimentierte bereits in den 1970er Jahren mit Piercings, besonders im Intimbereich und den Brustwarzen. Ein Ohrring im rechten Ohrläppchen wurde Schwulen lange Zeit als Erkennungszeichen zugeschrieben.[4] Bereits in den 1950er und 1960er Jahren experimentierte Fakir Musafar als Pionier intensiv mit Körpermodifikationen älterer Kulturen, um dabei spirituelle Erfahrungen zu sammeln. Der mit ihm in Kontakt stehende Amerikaner Doug Malloy etablierte das Bodypiercing kurz darauf in einem kleineren Kreis der Homosexuellen- und Fetischszene.

Zwar gab es mit The Gauntlet[5] in Los Angeles schon 1975 den ersten Piercing-Shop, die Verbreitung dieser Mode begann in den 1980er Jahren in Kalifornien, als die Bewegung der Modern Primitives entstand. Dabei wurden bewusst die bei Naturvölkern verbreiteten Bräuche aufgenommen, um den eigenen Körper zu modifizieren. Dazu gehörten vor allem Tätowierungen, Piercings oder Narbenbildungen (Scarification), später auch das Branding. Im Jahr 1977 wurde das Magazin PFIQ gegründet und etablierte sich als Forum und Plattform der Szene.

Noch zu Beginn der 1990er Jahre blieb das Piercing überwiegend auf die Punk- und BDSM-Szene beschränkt und breitete sich von dort im Laufe weniger Jahre aus. Ab Mitte der 1990er Jahre wurde Piercing zunehmend zu einem Phänomen der Jugendkultur, teilweise durch die Etablierung von Subkulturen wie der Punk- oder Technoszene, in denen vor allem das Gesichtspiercing schon länger verbreitet war, aber auch befördert durch zahlreiche Stars wie Lenny Kravitz, Tommy Lee oder dem NBA-Spieler Dennis Rodman, die ein breites Mainstreampublikum ansprachen.

Heutzutage hat sich das Piercing fest als modisch-kulturelles Phänomen in der modernen westlichen Gesellschaft etabliert.

Aktuelle Trends und Entwicklungen

Junger Mann mit gedehnten Ohrläppchen, Labret- und Brustwarzenpiercings

Die Profession des Piercings ist einer ständigen Weiterentwicklung unterworfen. Während eine Vielzahl an Piercings auf Jahrtausende alte Traditionen zurückgehen (Nostril-Piercing, Labret-Piercing, Apadravya etc.) die lediglich im westlichen Kulturkreis wiederentdeckt werden, sind andererseits in den letzten Jahren eine Vielzahl von Piercings (Lippenband-, Industrial- oder Nefertiti-Piercing) oder Techniken (Microdermals) neu erfunden worden.

Auch ist das Piercing Moden und Trends unterworfen. So waren die ersten Piercings, die in den 1990er Jahren eine breitere Masse ansprachen, Augenbrauen-, Zungen- und Bauchnabelpiercings, wobei die beiden ersten Varianten inzwischen eine geringere Nachfrage verzeichnen. Auch das von Steve Haworth in den 1990er Jahren erfundene Lippenbandpiercing wird heutzutage wieder seltener gestochen. Zur Zeit erfreuen sich der seitlich versetzte Labret, der Tragus, das Septumpiercing sowie das Dehnen der Ohrläppchen wachsender Beliebtheit.[6] Bei den Frauen stellt das aus dem Labret hervorgegangene Madonna-Piercing ein "Trendpiercing" dar, entsprechendes gilt für das Brustwarzenpiercing, welches durch viele Stars popularisiert wurde und momentan in den USA zu den am meisten nachgefragten Piercings gehört.[7][8]

Nefertiti- und Christina-Piercings

Auch Intimpiercings werden zunehmend häufiger gestochen, was neben dem generell wachsenden Interesse an Piercings auch auf die zunehmende Präsenz von Nacktheit in den Medien sowie die Ästhetisierung dieses Körperbereichs zurückzuführen ist. Durch die mittlerweile zur Normalität gewordene Schamhaarentfernung erfreuen sich auch Piercings im Bereich auf dem Venushügel wie das Christina-Piercing oder das Nefertiti einer zunehmenden Beliebtheit.[9][10] Die Leipziger Wissenschaftlerin Dr. Aglaja Stirn äußerte dazu[11]:

Und so verwundert nicht, dass sich immer mehr Frauen für die Option interessieren, auch im Intimbereich Korrekturen durch chirurgische Eingriffe vornehmen zu lassen oder es mit einem Piercing zu versehen, da dieser Bereich dem Auge mehr zugänglich geworden ist.“

Dr. Aglaja Stirn

Mit der zunehmenden Verbreitung begannen auch unerfahrene Piercer das Stechen auszuführen, worauf im Jahr 1994 die Association of Professional Piercers (APP) gegründet wurde, die es sich zur Aufgabe macht, Mindeststandards für das Gewerbe festzulegen.[12] Mittlerweile existieren weitere Berufsverbände wie die 2006 gegründete European Association for Professional Piercing (EAPP).[13]

Verbreitung

Im Jahr 2005 wurde in Großbritannien von Wissenschaftlern der Health Protection Agency des National Health Service sowie der London School of Hygiene & Tropical Medicine eine Erhebung über Piercings an 10503 Erwachsenen aus verschiedenen Regionen des Landes durchgeführt. Es zeigte sich dass 10% der Befragten gepierct waren (Ohrringe wurden nicht mit einbezogen), die durchschnittlich Anzahl der Piercings (unter den gepiercten Personen) lag bei 1,71. Der Anteil war höher bei Frauen und bei jüngeren Personen, etwa die Hälfte der Frauen in der Altersgruppe der 16-24 Jährigen hatte mindestens ein Piercing. Die häufigst-genannten Körperstellen für Piercings waren Bauchnabel (33%), Nase (19%), Ohr (13% ausgenommen Ohrläppchen/Lobe-Piercing), Zunge (9%), Brustwarzen (9%), Augenbrauen (8%), Lippe (4%), Genitalien (2%) und andere Körperstellen (3%). Bei den Frauen war das Bauchnabelpiercing das häufigste Piercing, bei den Männern war es das Brustwarzenpiercing.[14][15]

Verlauf

Stechen

Methoden des Stechens

Vor dem Stechen werden Ein- und Austrittsstelle mit einem Filzstift markiert - hier bei einem Brustwarzenpiercing

Die zu piercende Körperstelle wird zunächst desinfiziert, um Infektionen zu vermeiden. Gegebenenfalls wird die Stelle zuvor auch von Haaren befreit. Der Ein- und Austrittspunkt des Stichkanals wird üblicherweise mit einem Stift markiert und mit einer Zange fixiert. Diese weist am Kopf zwei ringförmige Klemmen auf, durch welche die Piercingnadel auf der markierten Stelle angesetzt und hindurchgeführt werden kann. In Europa werden Piercings meist mit einem peripheren Venenkatheter gestochen. Hierbei ist die Nadel durch einen Plastik- oder Teflonüberzug geschützt. Nachdem die Nadel durch die Haut gestochen wurde, wird sie entfernt. Lediglich der Überzug verbleibt in dem Stichkanal. Mit Hilfe dieses Überzuges wird der Schmuck durch den Stichkanal gezogen.

Stechen eines Zungenpiercings mit einem Venenkatheter

In den USA verwenden Piercer üblicherweise eine aus Chirurgenstahl gefertigte spezielle Piercingnadel mit einem Hohlraum. Der Schmuck hierbei direkt in die Nadel eingesetzt und anschließend beim Durchschieben in das Bindegewebe eingesetzt.

Bei Ohren- oder Nostril-Piercings wird außerhalb von Piercingstudios, beispielsweise bei Juwelieren, meistens die Ohrlochpistole angewendet. Von seriösen Piercern wird dieses Verfahren allerdings abgelehnt, da dabei die Gefahr besteht, dass das Gewebe einreißt oder an Knorpelstellen splittert. Außerdem ist die Pistole nicht vollständig sterilisierbar. Zudem sind die hierbei verwendeten Ohrstecker für den Ersteinsatz ungeeignet.

Dermal punch (steril verpackt)

Eine weitere Methode ist der sogenannte Dermal Punch. Dabei werden Gewebeteile mit einer Hohlnadel bis zu einem Durchmesser von acht Millimetern heraus gestanzt. Dieses wird vor allem angewendet, um größeren Schmuck in Knorpelgewebe einsetzten zu können. Weil hierbei Gewebe komplett entfernt und nicht verdrängt wird, heilen gepunchte Piercings besser, da der Schmuck weniger Druck ausübt.

Stechen eines Helix-Piercings

Indigene Völker führen Piercings meist traditionell mit geeigneten Naturmaterialien wie Dornen oder spitzen Tierknochen durch. Auf den Pazifik-Inseln werden beispielsweise die spitzen Enden der Süßkartoffel-Pflanze verwendet.[16]

Schmerzen beim Stechen

Ein oftmals geäußertes Bedenken stellen die mit dem Stechvorgang einhergehenden Schmerzen dar. Der Schmerzreiz beim Einstich der Kanüle ist mit dem einer Spritze (beispielsweise bei einer Impfung) vergleichbar; er kann intensiv wahrgenommen werden, dauert jedoch nur Sekundenbruchteile lang an. Wie stark und als wie unangenehm der Schmerz dabei empfunden wird ist sehr subjektiv, dennoch unterscheiden sich Piercings bezüglich dem ihrer Schmerzhaftigkeit beim Stechen.

Grundlegend dafür sind zum einen die Länge des Stichkanals, zum anderen die Art und die Schmerzempfindlichkeit (nicht mit der Berührungsempfindlichkeit) des Gewebes, durch welches das Piercing verläuft. Piercings mit langem Stichkanal sind dabei schmerzhafter, der Piercer muss mit der Nadel einen längeren Weg zurücklegen und die Nadel langsamer hindurchführen. Ein Nefertiti-Piercing schmerzt beim Stechen mehr als zum Beispiel ein Christina-Piercing.

Die Art des Gewebes ist dabei entscheidend, wobei festeres Gewebes ein Piercing schmerzhafter werden lässt. Insbesondere Piercings durch Knorpelgewebe wie am Nasenflügel oder knorpelhaltiges Mischgewebe wie im Lippenbereich gelten als empfindlicher. Daher werden Piercings durch den Ohrknorpel (wie Helix, Rook oder Tragus) beispielsweiser als schmerzhafter empfunden als das durch das Ohrläppchen verlaufende Lobe-Piercing (das „klassische“ Ohrloch).

Die Berührungsempfindlichkeit einer Körperstelle ist nicht zu verwechseln mit der Schmerzempfindlichkeit dergleichen. Dies liegt an unterschiedlichen Nervenbahnen- und Rezeptoren für die verschiedenen Reizarten. Normale taktile Reize an der Hautoberfläche (wie leichter Druck oder Streicheln) werden durch Mechanorezeptoren - insbesondere den Ruffini-Körperchen, den Vater-Pacini-Lamellenkörperchen und den Merkel-Zellen - registriert und auf korrespondierenden Neuronenbahnen zum Gehirn geleitet. Der durch den Einstich der Nadel bedingte Schmerz wird hingegen von Nozizeptoren genannten Rezeptoren bedingt, welche auf die Gewebeverletzung reagieren und den Schmerz auf gesonderten neuronalen Wegen weiterleiten. Die beim Einstich entstehenden Schmerzen werden hauptsächlich durch A-Mechanonozizeptoren verursacht, deren Verteilung auf der Körperoberfläche relativ gleichmäßig ist. Dies führt dazu, dass zum Beispiel Intimpiercings allgemein nicht schmerzhafter sind als Piercings in anderen Körperbereichen, obwohl das Gewebe dort sehr berührungssensibel ist.[17]

Heilungsprozess

Da die Wunde eines neuen Piercings vom eingesetzten Schmuck offen gehalten wird, bildet sich während der Heilungsphase von außen nach innen ein Hautschlauch entlang des Stichkanals, der den Schmuck umschließt. Dabei wird zunächst nach der Gerinnung eventueller Blutungen die Durchblutung im umliegenden Gewebe gefördert, was in der ersten bis zweiten Woche häufig zu Rötung, Schwellung und Erwärmung führt. Blutgerinnsel werden durch abgesonderte Wundflüssigkeit heraus gespült. Bei einer Infektion kann es zum Austreten von bakterienbekämpfendem Leukozyten (Eiter) kommen.

Die Dauer des Heilungsprozesses ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Schmuckmaterial, Hygiene, Pflege und der durchstochenen Körperstelle sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand und Alkohol- oder Nikotinkonsum. Während gut durchblutete Schleimhäute und Intimpiercings mit regelmäßigem Kontakt zu Eigenurin vorteilhafter verheilen, gestaltet sich der Prozess bei Knorpelgewebe langwieriger, da Knorpel keine eigenen Blutgefäße besitzt, sondern von der darüber liegenden Knorpelhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

Einen Problemfaktor stellt die Reizung durch regelmäßige Bewegung oder Reibung dar, wonach sich zum Beispiel der Heilungsprozess eines Bauchnabelpiercings mit permanentem Kontakt zum Hosenbund oder ein Handweb zwischen den Fingern als besonders problematisch gestalten kann. Wird der Schmuck innerhalb der ersten Wochen nach dem Stechen gewechselt, kann der Heilprozess dadurch ebenfalls negativ beeinflusst werden und die Infektionsgefahr steigen.

Die folgende Tabelle enthält Richtwerte für die Dauer des Heilungsprozesses bei den verschiedenen Piercings:[18]

Ampallang: etwa 3 bis 6 Monate
Fourchette: etwa 4 bis 6 Wochen
Lippe: etwa 4 bis 8 Wochen
Prinz-Albert: etwa 4 bis 6 Wochen
Augenbraue: etwa 6 bis 8 Wochen
Guiche: etwa 8 bis 12 Wochen
Lippenbändchen: etwa 1 bis 2 Wochen
Pubic: etwa 8 Wochen
Bridge: etwa 8 bis 12 Wochen
Hafada: etwa 4 bis 8 Wochen
Nabel: etwa 3 bis 6 Monate
Septum: etwa 4 bis 8 Wochen
Brustwarze: etwa 2 bis 6 Monate
Klitorisvorhaut: etwa 4 bis 6 Wochen
Nasenflügel: etwa 6 bis 9 Wochen
Triangle: etwa 4 bis 8 Wochen
Christina: etwa 8 Wochen
Labia Majora: etwa 8 bis 12 Wochen
Ohrknorpel: etwa 2 bis 6 Monate
Vorhaut: etwa 4 bis 8 Wochen
Dydoe: etwa 3 bis 5 Monate
Labia Minora: etwa 4 bis 6 Wochen
Ohrläppchen: etwa 4 bis 8 Wochen
Zunge: etwa 2 Wochen

Entfernen

Wird ein Piercing noch vor dem abgeschlossenen Heilungsprozess herausgenommen, verklebt der Stichkanal in der Regel zunächst und wächst anschließend schnell und vollständig wieder zusammen, sodass später kein Schmuck mehr eingesetzt werden kann. Ein vollständig abgeheilter Stichkanal bleibt dagegen üblicherweise erhalten, wodurch sich auch weiterhin Talgablagerungen darin bilden können. Häufig verengt er sich nach Entfernen des Schmucks und wächst an den Ein- und Ausstichstellen zusammen wobei meist kleine punktförmige Narben entstehen.

Schmuck und Materialien

Piercingschmuckvariation
Hauptartikel: Piercingschmuck

Zum Einsatz werden vorzugsweise verschraubbare Barbells (Stäbe mit zwei verschraubten Kugeln an den Enden) oder Ball Closure Rings mit Klemmkugel verwendet. Diese sind in verschiedenen Durchmessern und Materialstärken erhältlich. Normalerweise wird ein Piercing mit einer Drahtstärke von 1,6 Millimetern gestochen.

Geeignet ist 750er Gold, Platin, Niob, Titan, PTFE oder medizinischer Edelstahl. Seit kurzem darf auch wieder 316L-Implantatstahl für den Ersteinsatz verwendet werden. Darüber hinaus ist jedoch auch Schmuck aus zahlreichen weiteren Materialien wie Glas und Plastik oder organischen Materialien wie Holz und Horn erhältlich.

Piercingarten

Verschiedene Ohrpiercings

Ohrpiercings

Hauptartikel: Ohrloch

Mit einem Ohrloch ist meistens das Piercing durch das Ohrläppchen gemeint (9), jedoch kann im Ohr an zahlreichen weiteren Stellen in der Ohrmuschel Piercingschmuck angebracht werden, wobei dann häufig kleinere Ball-Closure-Ringe eingesetzt werden. Diese Piercings ziehen meistens einen langwierigen Heilungsprozess mit sich.

Das Helix (1) verläuft durch das Knorpelgewebe der Ohrkante und gehört zu den häufigsten Piercings in der Ohrmuschel.

Als Industrial (2) werden zwei gegenüberliegende Helix-Piercings verstanden, die mit einem Barbell verbunden sind.

Im Anti-Helix kann das Rook (3) gestochen werden.

Der Daith (4) wird durch die waagerechte Auswölbung in der Ohrmuschel gestochen und ist bedingt durch die geringe Größe der Stelle etwas schwieriger zu stechen.

Das Tragus-Piercing (5) führt durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals. An dieser Stelle ist das Knorpelgewebe dünner als beim Conch, wird jedoch aufgrund der sehr kleinen und engen Stelle beim Stechen und besonders beim Einsatz des Piercingschmucks stärker belastet.

Das Snug (6) verläuft durch die innere Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante.

Der Conch (7) sitzt direkt in der inneren oder äußeren Ohrmuschel. Selten sieht man an dieser Stelle auch ein durch Dermal Punch heraus gestanztes Loch mit größerem Durchmesser.

Das Anti-Tragus-Piercing (8) befindet sich entsprechend an dem Tragus gegenüberliegenden Knorpelfortsatz.

Gesichtspiercings

Eskimo- und Nostril-Piercing

In den 1990er Jahren wurden besonders das Augenbrauenpiercing und das Labret-Piercing populär. Bei ersterem handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, wobei es bei entsprechender Position und Schmuckwahl geringfügiger unter Spannung als klassische andere Oberflächenpiercings steht.

Das Labret-Piercing wird meistens zentriert mit einem Labret-Pin unterhalb der Lippe getragen. Auch nicht zentrierte, sondern seitlich platzierte Piercings sind möglich. Verläuft der Stichkanal senkrecht und tritt aus dem Lippenrot aus, spricht man auch von einem Eskimo.

Nostril-, Madonna und Septumpiercing

Analog zum klassischen Labret-Piercing handelt es sich bei einem Medusa-Piercing um einen zentrierten Stecker über der Oberlippe.

Das Madonna-Piercing wird meistens von Frauen getragen und ist seitlich oberhalb der Oberlippe positioniert. Optisch erinnert es an ein aufgemaltes Muttermal wie es beispielsweise von Madonna oder Marilyn Monroe getragen wurde.

Relativ selten findet sich das Wangenpiercing, für welches in der Regel ein Labret-Stecker verwendet wird. Die Austrittsstelle des Piercings liegt auf der Wange.

Im Mund ist das senkrecht gestochene Zungenpiercing am populärsten. Eher selten und relativ riskant ist das Uvula-Piercing, das durch den Gaumen gestochen wird. Ebenfalls selten zu sehen ist das Mandible-Piercing. Es sitzt vertikal im Unterkieferbereich unterhalb der Zunge und tritt auf der Unterseite des Kinns heraus. Zu den unproblematischeren Piercings im oralen Bereich gehören das Lippenbändchenpiercing und das Zungenbändchenpiercing.

Mehrere spezielle Piercings sind auch an der Nase möglich. Vor allem etabliert hat sich dabei das Nostril-Piercing durch den Nasenflügel, das auch meistens gemeint ist, wenn von einem „Nasenring“ die Rede ist. Von der Hippie-Kultur wurde es erstmals aus Indien in den westlichen Kulturkreis übernommen.

In der Piercingszene ist jedoch das Septum-Piercing durch die Nasenscheidewand populärer. Es kann sowohl durch das Knorpelgewebe gestochen werden als auch unterhalb dessen verlaufen.

Zu den seltenen Varianten gehören der Nasallang, bei dem ein Barbell sowohl durch beide Nasenflügel als auch die Nasenscheidewand führt, und der Austin Bar durch die Knorpelkappe auf der Nasenspitze.

Das sogenannte Bridge Piercing verläuft durch den Nasenrücken, sitzt meistens waagerecht zwischen den Augen und muss aufgrund der dort verlaufenden Gesichtsnerven besonders vorsichtig gestochen werden.

Körperrumpf

Brustwarzenpiercing

Sowohl als Schmuckpiercing als auch zur sexuellen Stimulation wird auch das Brustwarzenpiercing relativ häufig getragen und ist mittlerweile ähnlich populär wie das vor allem von Frauen getragene Bauchnabelpiercing.

Oberflächenpiercings wie das Madison-Piercing in der Drosselgrube, das Hüftpiercing schräg am Becken in der Nähe der Hüftknochen, sowie das Handweb zwischen den Fingern sind aufgrund der problematischen Beschaffenheit der entsprechenden Körperstellen eher selten; letzteres vor allem wegen der eingeschränkten Funktionalität der Hände. Das Korsett-Piercing auf dem Rücken besteht aus mehreren symmetrisch angeordneten Piercingreihen, wird jedoch meistens nur als temporäres Kunstpiercing gestochen.

Intimpiercings

Im Genitalbereich sind sowohl bei Männern als auch Frauen zahlreiche Piercingvariationen möglich. Die meisten Piercingvarianten unterscheiden sich auf Grund der unterschiedlichen Anatomie zwischen den Geschlechtern. Einige Piercings sind jedoch bei Männern wie Frauen möglich: das Guiche und das relativ seltene Anuspiercing. Im erweiterten Sinne wird auch das Brustwarzenpiercing gelegentlich zu den Intimpiercings gezählt.

Einige Intimpiercings haben neben ihrer rein ästhetischen Funktion noch den Effekt, beim Geschlechtsverkehr zusätzliche Stimulation auszuüben und somit eine Reizsteigerung herbeizuführen. Während Intimpiercings bei Frauen nur einen Effekt auf die Trägerin selbst haben steigern Intimpiercings beim Mann (insbesondere Ampallang sowie Apadravya) das Lustempfinden für beide Partner.

Intimpiercings bei Männern

Zu den populärsten männlichen Intimpiercings gehört das Prinz-Albert-Piercing (PA). Er verläuft von der Harnröhre ausgehend durch die untere Peniswand und wird wegen des erhöhten Tragekomforts meistens mit dickerer Materialstärke getragen. Der Ampallang verläuft horizontal, also quer durch die Eichel. Analog dazu sitzt der Apadravya vertikal. Die kreuzweise Kombination beider wird als Magic Cross bezeichnet. Der Reverse Prinz Albert (auch: Queen Victoria) verläuft wie ein gewöhnlicher PA durch die Harnröhre, tritt jedoch oben aus der Eichel heraus und bildet somit quasi einen „halben Apadravya“.

Ein Dydoe sitzt im Eichelrand. Während bei den anderen Piercings der Heilungsprozess durch Urinkontakt gefördert wird, gestaltet er sich hierbei etwas langwieriger.

Das Frenulumpiercing verläuft durch das Vorhautbändchen und gehört zu den unkompliziertesten männlichen Intimpiercings. Das Weiten dieses Piercings, um Schmuck mit höherer Drahtstärke einzusetzen, gestaltet sich besonders einfach und erhöht auch hier den Tragekomfort.

Das Pubic im Bereich oberhalb der Peniswurzel gehört zu den Oberflächenpiercings.

Ein Oetan sitzt in der Vorhaut. Es kann an beliebiger Stelle angebracht werden und wird meistens mit einem Ball-Closure-Ring getragen.

Piercings am vorderen Bereich des Hodensacks werden Hafada oder Scrotal genannt und gehören bezüglich Heilung und Pflege ebenfalls zu den unkomplizierten Intimpiercings. Ein Transscrotal-Piercing bezeichnet dagegen ein Piercing, bei dem der Stichkanal von der Vorder- bis zur Rückseite den gesamten Hodensack durchläuft.

Intimpiercings bei Frauen

Die häufigsten Formen des weiblichen Intimpiercings sind das Klitorisvorhautpiercing, das Schamlippenpiercing und das Christina-Piercing.

Bei dem Schamlippenpiercing wird zwischen Piercings in den inneren und den äußeren Schamlippen unterschieden, die jeweils anderen Umständen bezüglich Durchführung und Heilung ausgesetzt sind.

Bei dem Christina-Piercing handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, das vertikal in der Falte gestochen wird, an der die äußeren Schamlippen oben zusammenlaufen.

Das untere Ende des Nefertiti-Piercing endet ähnlich dem Klitorisvorhautpiercing unter der Klitorishautfalte. Es verläuft durch Klitorisvorhaut und Venushügel.

Analog zum Prinz Albert beim Mann verläuft das Piercing mit der Bezeichnung Prinzessin Albertina von der Harnröhrenöffnung zur Vaginalöffnung.

Das empfindlichste weibliche Intimpiercing stellt das Klitorispiercing dar. Aufgrund vieler Nervenenden ist es in der Durchführung besonders schmerzhaft. Es kann sowohl horizontal als auch vertikal durch die Klitoris gestochen werden.

Das Isabella-Piercing wird vertikal unter der Klitoris platziert, ein Triangle dagegen horizontal. In beiden Varianten handelt es sich um sehr tief gestochene Piercings.

Ein zentriertes, senkrechtes Piercing am unteren Ende der inneren Schamlippen wird Fourchette genannt.

Relativ selten und risikoreich ist das Suitcase-Piercing, das zwischen Enddarm und Vagina verläuft.

Variationen

Gedehnte Piercings

Hauptartikel: Dehnen von Piercings

Um Schmuck mit größerem Durchmesser einzusetzen, kann ein Piercing vorsichtig geweitet werden. Diese Praxis ist vor allem vom Lobe-Piercing bekannt. Dabei wird meistens ein konisch verlaufender Dehnungsstift verwendet, der zuvor mit Gleitgel bestrichen und vorsichtig in den Stichkanal eingeführt wird. Der Schmuck mit größerem Durchmesser wird anschließend am Ende des Dehnungsstiftes angesetzt und hinterhergeschoben.

Oberflächenpiercings

Oberflächenpiercing mit Surface-Bar
Hauptartikel: Oberflächenpiercing

Bei einem Oberflächenpiercing handelt es sich um ein Piercing, bei dem sowohl Einstich- als auch Austrittskanal auf einer Ebene liegen. Diese stehen meistens unter Spannung und werden häufiger vom Körper abgestoßen als andere Piercings. Beim Korsett-Piercing werden beispielsweise mehrere Oberflächenpiercings kunstvoll in mindestens zwei Reihen auf dem Rücken angebracht. Beim Dermal Anchor werden kleine Metallplatten unter die Haut transplantiert, die über der Haut mit einem Gewinde abschließen auf das man gegebenenfalls verschiedene Aufsätze wie Kugeln usw. aufschrauben kann. [19]

Play-Piercings

Vor allem im Bereich BDSM ist das kurzzeitige Anbringen sogenannter Play-Piercings verbreitet. Hierbei werden Nadeln (Akupunkturnadeln oder Kanülen) am Körper des Bottom gesetzt, die nach dem Ende des Spiels wieder entfernt werden. Mitunter werden an den so mit dem Körper verbundenen Elementen dünne Ketten oder Fäden befestigt, um diese miteinander zu verbinden und so den Körper im Rahmen einer Bondage in einer definierten Haltung zu fixieren. Das Verletzungsrisiko ist hierbei durch ein mögliches ungewolltes Ausreißen der Piercings hoch. Oft werden auch an Körperpiercings leichte Gewichte befestigt, die die Bewegungen des gepiercten Bottoms in Schmerzreize umsetzen. Intimpiercings sind in der BDSM-Subkultur ebenfalls sehr verbreitet. Die Motivation zur Durchführung von Play-Piercings kann neben Fetischismus auch in der erhöhten Adrenalin-Ausschüttung oder der entsprechenden Körpererfahrung begründet sein. Auch aus ästhetischen Gründen werden Play-Piercings häufig gestochen, beispielsweise im Rahmen von Foto-Shootings.[20]

Anordnung

Je nachdem, wie mehrere Piercings miteinander kombiniert oder angeordnet werden, spricht man von Orbital oder Venom-Piercings, beziehungsweise bei mehreren in der Lippe angeordneten Piercings von Bites. Venom-Piercings sind mehrere in der Zunge symmetrisch zueinander verlaufende Stecker.

Bei einem Orbital werden zwei Piercings mit einem Ring verbunden. So kann beispielsweise ein Ring durch zwei gegenüberliegende Vorhautpiercings geführt werden. Analog zeichnet sich das Industrial-Piercing dadurch aus, dass ein Barbell durch zwei Helix-Piercings verläuft, sowie der Nasallang der durch beide Nasenflügel und die Nasenscheidewand führt.

Body-Suspension

Hauptartikel: Body-Suspension

Bei der Body-Suspension wird der Körper mit Haken gepierct, an denen Seile oder Ketten befestigt sind. An diesen wird der Gepiercte dann hochgezogen. Oft sind Body-Suspensions Teil besonderer Veranstaltungen (Conventions). Der Körper ist dabei besonderen Belastungen ausgesetzt: Starke Schmerzen, Kreislaufprobleme bis zur Ohnmacht, Infektionen, Rückenprobleme und Ausreißen gehören zu den möglichen Risiken. Body-Suspension kann wegen der Adrenalinausschüttung ein Nervenkitzel sein, aber auch als persönliche Herausforderung, besondere Körpererfahrung oder zur Bewusstseinserweiterung betrieben werden. Auch im BDSM-Bereich wird Body-Suspension gelegentlich betrieben.

Mögliche Probleme und Gefahren

Professionell durchgeführte und gut gepflegte Piercings verursachen normalerweise keine Probleme und stellen auch keine Gefahr da. Die meisten genannten Probleme treten nur in seltenen Ausnahmefällen auf oder lassen sich leicht durch einfache Verhaltensregeln verhindern. Dennoch sollten, gerade bei einem neuen Piercing, mögliche Probleme oder auch gesundheitliche Komplikationen mit bedacht werden.

Gesundheitliche Probleme

Wird das Piercing jedoch nicht fachgerecht vorgenommen, kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Wird es unter Einfluss von Koffein oder Alkohol und anderen Drogen, sowie blutverdünnenden Medikamenten gestochen, kann sowohl der Kreislauf als auch die Blutgerinnung beeinträchtigt werden. Bei allen Formen des Piercings kann es zu lokalen Schwellungen und leichten Blutungen kommen, die meistens nach einer Weile abklingen. Piercings durch den Ohrknorpel führen leicht zu Entzündungen. Beim Augenbrauenpiercing und beim Nasenflügelpiercing können Ausläufer des Trigeminusnervs getroffen werden. Unter Umständen kann ein Piercing zu einer Phlegmone führen.[21] Piercings im Dammbereich können bedingt durch längeres Sitzen auch dauerhafte Entzündungen verursachen.

Häufig kommte es bei Piercinginfektionen zu einer spätzeitigen Behandlung, da die Patienten befürchten das Piercing bei einem Arztbesuch entfernt zu bekommen. Zudem wird diese Art des Körperschmucks von vielen Ärzten als vorsätzliche Körperbeschädigung abgelehnt, was bei den Patienten häufig Hemmungen vor einer Behandlung auslöst. In vielen Fällen wenden sie sich daher primär an das Piercingstudio statt einen Arzt aufzusuchen.[22]

Bei Temperaturen unter minus zehn Grad Celcius kann es bei offen getragenen Piercings aus Metallschmuck zu Erfrierungen kommen, da Metall sehr kalt werden kann und Wärme besser ableitet als organisches Gewebe. Hiervon sind insbesondere Piercings im Gesichtsbereich betroffen.

Probleme bei Piercings im Mundbereich

Piercingschaden an den mittleren unteren Frontzähnen

Piercings im Mundbereich (Zunge, Lippe, Lippenbändchen) bergen ein hohes langfristiges Gefahrenpotential für Zähne und Zahnhalteapparat. Der Schmuckknopf eines Zungenpiercings führt relativ häufig zu Traumatisierungen der zungenwärts gelegenen Zahnhöcker, was zu Zahnfrakturen und Absterben des Zahnmarkes führen kann. Die innen gelegene Konterplatte von Lippenpiercings drückt bei ungünstiger Lokalisation bei jeder mimischen Bewegung auf das Zahnfleisch und den darunter liegenden sehr dünnen Alveolarknochen. Da Knochen auf Druckbelastung schwinden, kann es so zu Zahnlockerungen bis hin zum Zahnverlust kommen. Ähnliches gilt für Piercings des Lippenbändchens.

Bei Verwendung von nicht-metallischem Schmuck, beispielsweise aus Acryl, Horn oder PTFE, ist die Gefahr aufgrund der geringeren Härte des Materials geringer.

Probleme bei Intimpiercings

Ein nicht vollständig abgeheiltes Intimpiercing erhöht, wie auch jede andere offene Wunde im Genitalbereich, die Gefahr einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten, wie zum Beispiel Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV. Bei nicht verheilten Intimpiercings ist deswegen das Tragen eines Kondoms zu empfehlen.

Beim Prinz-Albert-Piercing wird der Ring durch den Ausgang der Harnröhre zur unteren Seite der Eichel des Penis gezogen. Zu dünne Ringe bis etwa zwei Millimeter Materialstärke bergen die Gefahr des „Käseschneidereffekts“: bei mechanischer Belastung kann der Schmuck durch das Gewebe schneiden; das Piercing reißt aus, was zu einer Subinzision führt. Bei ausreichender Materialstärke kann ein Prinz Albert allerdings recht belastbar sein. Bei zu engen Ringen kann es zu Quetschungen kommen.

Bestimmte Piercings können die Schamhaarentfernung erschweren (Piercings der äußeren Schamlippen, Nefertiti und Christina bei Frauen, Pubic und Hafada bei Männern). Bei Rasur oder Brazilian Waxing ist es mitunter schwer, den Bereich unmittelbar um den Schmuck zu enthaaren. Verbleibende Haare lassen sich dort besser mit einer Pinzette entfernen. Gerade bei unverheilten Piercings können Keime in den Stichkanal gelangen wenn der Rasierer nicht nach jeder Rasur intensiv gereinigt wird. Bei verheilten Piercings stellt dies weniger ein Problem dar, weil der Schmuck vor der Enthaarung entfernt werden kann.[17]

Herauswachsen von Piercings

Vernarbung eines Oberflächenpiercings an der Schläfe

Unter Umständen können Piercings vom Körper abgewiesen werden, aus dem Bindegewebe herauswachsen und eine Narbenbildung verursachen. Besonders häufig passiert dies bei unter Spannung stehenden Oberflächenpiercings.

Piercings bei Sicherheitskontrollen (Metalldetektor)

Den offiziellen Erklärungen der Hersteller zufolge reagieren die Geräte, welche bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen und bestimmten Gebäuden zum Einsatz kommen, nicht auf Piercings. Die in normalem BCR- oder Barbellschmuck befindliche Metallmenge liegt in der Regel unter dem als Alarmschwelle vorgegebenem Wert, der Metallanteil ist meist geringer als in einem Reißverschluss oder einem Hosenknopf. Liegen jedoch mehrere Piercings nahe beieinander oder es wird größerer Schmuck wie beispielsweise ein Nippleshield getragen, kann dies einen Metalldetektor auslösen. Somit sind durch Brustwarzenpiercings ausgelöste Metalldetektoren wie im Fall von Christina Aguilera oder Nicole Richie auch möglich, unter normalen Bedingungen jedoch (in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des Metalldetektors) sehr unwahrscheinlich.[23][24]

Neben der Größe und dem Metallgehalt des Schmucks ist auch der Typ des Detektors (während die großen Rahmendetektoren in der Regel nicht auf Piercings reagieren, sind die mobilen Handgeräte empfindlicher) sowie die vom Sicherheitspersonal eingestellten Schwellenwerte entscheidend. In aller Regel ergeben sich durch ein „piependes“ Piercing keine Probleme, unter Umständen muss das Piercing jedoch dem Sicherheitspersonal vorgezeigt werden (je nach Position des Piercings in einem separaten Raum).[17] Die für Flughafenkontrollen zuständige US-Behörde Transportation Security Administration musste im März 2008 bei einer Frau öffentlich um Entschuldigung bitten, nachdem diese genötigt worden war, vor dem Flug ihre Brustwarzenpiercings zu entfernen um die Sicherheitskontrolle passieren zu können.[25]

Wer ein mögliches Vorzeigen des Piercings von vornherein ausschließen will, sollte vor dem Flug metallfreien Schmuck einsetzten beziehungsweise den Schmuck entfernen.

Piercings und bildgebende Verfahren

Im medizinischen Bereich kommen zunehmend bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie oder Computertomographie zum Einsatz, welche mittels gezielter Röntgenstrahlung oder starker Magnetfelder einen Blick ins Innere des Körpers ermöglichen. Hierbei können Piercings unter Umständen ein Problem darstellen. Dies gilt allerdings nur für Piercingschmuck aus ferromagnetischem Metall, andere Materialen (Acryl, PTFE, Titan, organische Stoffe) stellen keine Einschränkungen dar.

Bei mit Röntgenstrahlen operierenden Geräten wie einem Computertomographie-Scanner kann ein Piercing unter Umständen eine darunterliegende Stelle verdecken und für die Bildgebung unsichtbar machen (beispielsweise kann ein Brustwarzenpiercing in einer radiologischen Untersuchung einen in unmittelbarer Nähe liegenden Tumorknoten verdecken und unerkannt lassen).

Im Fall von mit Magnetfeldern arbeitenden Geräten (Magnetresonanztomographie) besteht einerseits die Möglichkeit, dass der Schmuck sich stark erhitzt, zum anderen wird eine hohe Zugkraft auf den Schmuck ausgeübt, was im schlimmsten Fall zum Ausreißen führen kann. Um Schmerzen und Verletzungen zu vermeiden, sollte der Schmuck vorher entfernt werden (sofern dieser ferromagnetisches Metall enthält).

Piercings bei Blutspenden

Da durch Piercings übertragene Infektionskrankheiten bei einer Blutspende weitergegeben werden können, wird zwischen einem neu gestochenen Piercing und der Blutspende ein zeitlicher Abstand von mindestens zwölf Monaten vorausgesetzt um die Infektionsgefahr möglichst auszuschließen.[26] Im Einzelfall muss berücksichtigt werden, ob es bei dem frisch gestochenen Piercing zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Entzündungen gekommen war.[27]

Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit

Während der Schwangerschaft kann zu Problemen mit Bauchnabelpiercings kommen. So kann es bei einigen Frauen durch die Dehnung des Gewebes zu einem verstärkten Druck auf das Piercing bis zum Herauswachsen von diesem kommen. Dies lässt sich durch den Einsatz von flexiblem PTFE-Schmuck umgehen. Sollte dies nicht helfen, kann der Schmuck (bei einem verheilten Piercing) bis nach der Geburt entfernt werden.

Vor der Geburt sollten Intimpiercings entfernt werden. Somit lässt sich sowohl einer Verletzung des Neugeborenen als auch einem Ausreißen des Schmucks vorbeugen. Dies gilt für alle Piercings im Bereich des Vaginaleingangs. Christina-Piercings können unter Umständen drinne gelassen werden, dies sollte jedoch vorher mit Arzt oder Hebamme abgekärt werden.

Die mitunter geäußerte Befürchtung, ein Brustwarzenpiercing würde die Fähigkeit zum Stillen beeinträchtigen, trifft nicht zu. Allerdings sollte während des Stillvorgangs der Schmuck entfernt werden.[17] (siehe auch:Brustwarzenpiercings beim Stillen)

Rechtliche Situation

Deutschland

Gepierct werden darf in Deutschland grundsätzlich jeder. Bei Minderjährigen unter 18 Jahren ist jedoch ein schriftliches Einverständnis eines Erziehungsberechtigten notwendig. Im April 2008 wurde eine Gesetzesinitiative gestartet, die ein generelles Verbot von Körpermodifikationen bei Minderjährigen fordert, die Umsetzung ist jedoch noch nicht beschlossen. Viele Studios führen unabhängig von gesetzlichen Verpflichtungen keine Piercings an unter 14-jährigen durch.

Der Piercingvorgang ist rechtlich gesehen eine strafbare Körperverletzung. Deshalb muss der Klient in der Regel vor dem Piercen eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben, die den Piercer vor rechtlichen Folgen diesbezüglich befreit. Diese Erklärung ist jedoch unwirksam, sofern vor dem Eingriff nicht ausführlich über die Risiken des Piercings aufgeklärt wurde.[28]

Der Piercer hat Beratungspflicht. Weist der Piercer nicht auf mögliche negative Folgen des Piercings, insbesondere etwaige Entzündungen oder Nervenschädigungen hin, kann dieser belangt werden. In einem Fall, bei dem bei einer Klientin die Teilamputation der Zunge drohte, wurde der Piercer zu 300 Euro Schmerzensgeld verurteilt. (AG Neubrandenburg, AZ 18 C 160/00)

Das Piercen befindet sich aus gesetzlicher Sicht in einer Grauzone. Wer Piercings vornehmen darf und wer nicht, ist nicht klar definiert. Das VG Gießen kam mit Urteil vom 9. Februar 1999 (AZ 8 G 2161/98) zu dem Schluss, dass der Piercingvorgang, gleichgültig, ob dabei lokale Anästhesie eingesetzt wird oder nicht, ausschließlich von Personen mit entsprechendem Fachwissen durchgeführt werden darf. So sei mindestens eine Ausbildung zum Heilpraktiker nötig, um Piercings setzen zu dürfen.

Oben genanntes Urteil wurde in nächster Instanz vom VGH Hessen mit Urteil vom 2. Februar 2000 (AZ AZ 8 TG 713/99) insofern bestätigt, als zumindest für das Piercen mit lokaler Anästhesie mittels Injektion eines Betäubungsmittels, Personal mit entsprechender Kompetenz (Heilpraktiker, Arzt) vorausgesetzt wird.

Seit dem 1. Juli 2008 sind Ärzte und Krankenhäuser laut § 294a SGB V verpflichtet den Krankenkassen Komplikationen bei Tätowierungen, Schönheitsoperationen oder Piercings zu melden.

Österreich

In Österreich dürfen sich Jugendliche ab 14 Jahren auch ohne Erlaubnis der Eltern piercen lassen; Tätowierungen dagegen aufgrund der stärkeren Langzeitauswirkung erst ab 18 Jahren.[29]

Andere Länder

In den meisten westlichen Ländern stellt sich die Situation ähnlich wie in Deutschland dar: Piercings dürfen bei nicht volljährigen Personen nur mit schriftlichem Einverständnis der Eltern gestochen werden. In Australien sind Intimpiercings generell erst ab 16 Jahren erlaubt.[30]

EU-Nickelrichtlinie

Laut der Nickelrichtlinie (94/27) der EU vom 30. Juni 1994 durfte für den Ersteinatz kein nickellhaltiger Schmuck verwendet werden.

In der Richtlinie blieb zunächst unberücksichtigt, dass nicht der Nickelgehalt, sondern dessen Abgabemenge ausschlaggebend für allergische Reaktionen ist. Der bis dahin meistens verwendete Edelstahl 316L war demzufolge nicht mehr zugelassen, da dessen Nickelgehalt mit 10% bis 14% die in der Richtlinie vorgegebene Werte deutlich überstieg. Stattdessen wurde anschließend vor allem auf Titan ausgewichen. Da die Oberfläche von Titan jedoch auch nach intensiver Politur mehrere Unebenheiten aufweist, welche die Ansiedlung von Mikroben und somit Entzündungen begünstigen, galt Stahl trotz der Richtlinie weiterhin als besser geeignetes Material für den Ersteinsatz. Am 27. September 2004[31], wurde die Richtlinie dahingehend geändert, wonach sich die Obergrenzen für Nickel nun an der Nickelfreisetzung orientieren.[32] [33] Somit ist Edelstahl auch wieder als Erststecker zugelassen.

Demzufolge geeignet sind Edelstahl (316L), Titan, Niob und PTFE, also Materialien deren Nickelfreisetzung fünf Nanogramm pro Quadratzentimeter und Woche durch Abrieb nicht übersteigt.[34]

Sonstiges

Siehe auch

Portal
 Portal: Body Modification – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Body Modification
  • BMEzine - weltweit größtes Onlineportal zum Bereich Piercing und Körpermodifikation

Literatur

  • Cornelia Ziegler, Barbara Zoschke u. a.: Bodypiercing, Zsolnay Verlag, Wien 1995 (= VIP-Style), ISBN 3-552-05152-X.
  • Véronique Zbinden: Piercing. Archaische Riten und modernes Leben. 2. Aufl., Arun Verlag, Engerda 1999, ISBN 3-927-94037-2. (dt. Übersetzung; französischer Originaltitel: Piercing. Rites ethnique, pratique moderne; Kurzbeschreibung: [2])
  • Aglaja Stirn: Body piercing. Medical consequences and psychological motivations, in: The Lancet, 361/9364 (2003), S. 1205-1215. (englisch)
  • Michael Laukien: Alles über Piercing. Geschichte, Kultur, Praxistipps. 1. Aufl., Huber-Verlag, Mannheim 2003, ISBN 3-927896-10-1.
  • Marcel Feige: Tattoo & Piercing richtig gemacht. Ein Ratgeber für Einsteiger. Alle Infos über Tattoos, Piercings & Studios. Erw. Neuausg., Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-896-02476-0.
  • Marcel Feige, Bianca Krause: Tattoo- & Piercing-Lexikon. Kult und Kultur der Körperkunst. 2., erw. Aufl., Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-896-02541-4.

Einzelnachweise

  1. a b Piercing in Deutschland: Eine historisch-analytische Betrachtung, Anne Schinke, Grin Verlag, 2007, ISBN 3638691802, 9783638691802
  2. Körpermodifikation bei den Mursi.
  3. Das bizarrste Fest: Das Vegetarian Festival
  4. Rolf Wilhelm Brednich, Heinz Schmitt (Hrsg.) Symbole - Zur Bedeutung der Zeichen in der Kultur: Deutscher Volkskundekongress in Karlsruhe vom 25. Bis 29. September 1995, Waxmann Verlag, 1997, ISBN 3-89325-550-8, S. 363
  5. Running the Gauntlet.
  6. Cooler Tunnel im Läppchen
  7. Female Nipple Piercing - A New Style Icon
  8. Janet Jackson's Bare Breast Stunt Increases Body Piercing Interest
  9. Der Mensch und sein Metall: eine feste Verbindung. Schockieren kann man mit Piercings kaum noch jemanden – Intimschmuck wird beliebter. - Stuttgarter Zeitung
  10. Leiden für die Leidenschaft - Spiegel TV
  11. Körperhaarentfernung bei immer mehr jungen Erwachsenen im Trend Informationsdienst Wissenschaft der Universität Leipzig
  12. serious-piercing.de.
  13. EAPP – Berufsverband für Piercer gegründet.
  14. Body Piercing Popular In England, But Also Risky
  15. Bone A, Ncube F, Nichols T, Noah ND. (2005): Body piercing in England: a survey of piercing at sites other than earlobe. BMJ. 2008 Jun 21;336(7658):1426-8
  16. A History of Body Piercing throughout Society
  17. a b c d Elayne Angel: The Piercing Bible: The Definitive Guide to Safe Body Piercing, Crossing Press, ISBN:1580911935
  18. Body Piercing Info. - pdf
  19. Microdermal + Dermal Anchor
  20. Play-Piercing bei bodymod.ch
  21. Piercing - Unter die Haut: Körperschmuck mit Risiken Deutsches Ärzteblatt
  22. Brustabszess nach Brustwarzenpiercing: Übersicht publizierter Fallberichte und Forderung nach gesundheitspolitischen Konsequenzen Deutsches Ärzteblatt
  23. Christina Aguilera - Reiseprobleme wegen Intim-Piercing
  24. Nicole Richie's Nipple Piercing causes alarm
  25. "Sorry" - Frau musste Brust-Piercing entfernen Süddeutsche Zeitung vom 30. März 2008]
  26. Informationen zur Blutspende Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  27. Wer darf Blut spenden? Deutsches Rotes Kreuz
  28. Brustwarzen-Piercing: Piercing-Studio muss ausführlich aufklären
  29. Recht: Was dürfen Kinder - und ab wann? ORF
  30. Genital, nipple piercing ban for under 16s
  31. Neue Nickelrichtlinie
  32. Materialien und Normen im Verordnungsdschungel
  33. Änderungen zur Nickelverordnung - pdf
  34. In Anhang I der Richtlinie 76/69/EWG erhält unter Ziffer 28, Nickel, in der zweiten Spalte Ziffer 1 folgende Fassung: „1. in allen Erststeckern, die in durchstochene Ohren oder andere durchstochene Körperteile eingeführt werden, sofern nicht die Rate der Nickelabgabe aus solchen Erststeckern weniger als 0,2 μg/cm2/Woche (Freisetzungsgrenzwert) beträgt;“. aus: [1]
  35. Die irrsten Rekorde der Modewelt Die Welt vom 6. August 2007

Weblinks

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