Bodö

Bodø ["bu:dɛ] (trad.) oder ["bu:dø] (liter.) ist Hauptstadt der Provinz Nordland im Norden Norwegens , in Salten nördlich des Polarkreises. Bodø ist auch der Name der Kommune.

Inhaltsverzeichnis

Daten und Fakten

Die Stadt liegt auf einem Längengrad von 14° 23' ö.L. und einem Breitengrad von 67° 17' n.B.. Die Polarnacht dauert vom 15. bis zum 29. Dezember, die Mitternachtssonne ist sichtbar vom 2. Juni bis zum 10. Juli. Die Stadt hat 46.342 Einwohner (Stand: 1. Oktober 2008). Diese leben auf einer Fläche von 1.385 km². Es studieren ca. 4.000 Studenten an der Hochschule Bodø und der Pädagogischen Hochschule Bodø. Die Einwohner leben hauptsächlich vom Handel, Industrie und dem Militär.

Geschichte

Im Jahre 1816 wurde die Stadt gegründet. Ab 1860 bis ca. 1880 waren große Heringsschwärme in der Region, die die Stadt stark wachsen ließen. Die Schiffe der Hurtigruten mit ihrem Personen- und Güterverkehr haben daran einen großen Anteil. Im Jahre 1940 wurde Bodø von der deutschen Luftwaffe zu einem Großteil zerstört und hat daher heute nicht mehr viele historische Sehenswürdigkeiten.

Während des Kalten Krieges war die Stadt auch Sitz des NATO-Hauptquartiers der Alliierten Streitkräfte Nordnorwegen und unterstand dem Regionalkommando Alliierten Streitkräfte Nordeuropa (AFNORTH) mit Hauptquartier in Kolsås.

Zum 1. Januar 2004 wurden die ehemals selbständige Kommune Skjerstad der Kommune Bodø angeschlossen. Verwaltungssitz der Kommune ist die Stadt Bodø.

Verkehr

Hafen und Bahnhof von Bodø im Juni 2005

Bodø ist Hafen der Schiffe der Hurtigruten und verfügt zudem über tägliche Fährverbindungen zu den Inseln Røst und Vaerøy sowie nach Moskenes auf den Lofoten. Bodø ist Endstation der Nordlandbahn und somit nördlichster Endpunkt der in Südnorwegen beginnenden Eisenbahnlinien der Norges Statsbaner.

Der Flughafen von Bodø hat über 1.250.000 Fluggäste im Jahr und ist ebenfalls auch ein großer Stützpunkt der norwegischen Luftwaffe für spezielle Winter-Trainingsflüge der NATO.

Sehenswürdigkeiten

Das Rathaus in Bodø

Sehenswert ist das Luftfahrtmuseum, welches 1994 eröffnet worden ist. Hier kann das einzige vorhandene Wasserflugzeug Ju 52 besichtigt werden. Außerdem findet jedes Jahr im Sommer die Nordland Musikkfestuke statt.

Die Kirche aus dem Jahr 1956 mit ihren beeindruckenden Glasmalereien ist Sitz des Bischofs Øystein Larsen vom Sør-Hålogaland-Bispedømme..

Im Salten Museum wird die Geschichte der Provinz Nordland in der Vorzeit und im Mittelalter gezeigt.

Bodø ist die Stadt der Seeadler, die entlang der fischreichen Gewässer außerhalb der Stadt ihre Brutgebiete haben. In der Fußgängerzone ist dem Seeadler ein Denkmal gesetzt.

Etwa 30 km östlich der Stadt, an der Reichsstraße Nr. 17 in Richtung Süden, liegt der so genannte Saltstraumen, einer der stärksten Gezeitenströme der Welt.

Sport

Der in der Stadt beheimatete Fußballverein FK Bodø/Glimt, je dreifacher Pokalsieger und Vizemeister Norwegens, spielt in der Saison 2008 wieder in der ersten norwegischen Liga, der Tippeligaen.

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. http://www.bodo.kommune.no/index.php?ID=375&tabID=375

Weblinks


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  • bodo — |ô| s. m. Distribuição solene de alimentos, e, por extensão, de dinheiro e roupas, a necessitados. • Plural: bodos |ô| …   Dicionário da Língua Portuguesa

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