Bogendreieck Werdau
Lage des Bogendreiecks Werdau im sächsischen Eisenbahnnetz
Teil der Gleisanlagen

Das Bogendreieck Werdau (offiziell Abzweig Werdau Bogendreieck) ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt bei Werdau in Westsachsen, in welchem die Bahnstrecke Dresden–Werdau in die Bahnstrecke Leipzig–Hof einmündet.

In dem Bereich des Bogendreieckes befinden sich Gärten, aber kein Bahnhof oder Haltepunkt, wodurch ein direktes Umsteigen an diesem Ort nicht möglich ist. Reisende müssen darum in Werdau, Zwickau, Lichtentanne, Reichenbach im Vogtland oder Neumark (Sachsen) zwischen den Zügen der verschiedenen Richtungen umsteigen.

Geschichte

Mit der Fertigstellung der Sächsisch-Bayrischen Staatseisenbahn von Leipzig aus bis Werdau am 6. September 1845 wurde gleichzeitig auch der 8,10 km lange Abzweig nach Zwickau mit in Betrieb genommen. Mit der weiteren Inbetriebnahme der Trasse in Richtung Reichenbach am 31. Mai 1846 ging das spätere Bogendreieck als einfacher Abzweig in Betrieb.

Für den Anschluss der projektierten Hauptstrecke von Dresden aus waren ursprünglich drei verschiedene Anschlusspunkte an die 1855 eröffnete Sächsisch-Bayrische Staatsbahn in Erwägung gezogen worden. Für den Kohleverkehr aus dem Lugau-Oelsnitzer Becken wurden vor allem die Bahnhöfe Werdau oder Gößnitz als Anschlusspunkte für wichtig erachtet. Werdau war ideal gelegen, um Züge nach Süden Richtung Hof zu leiten, Gößnitz erschien jedoch günstig für den Weg nach Leipzig. Als dritte Variante wurde seinerzeit noch Crimmitschau als Anschlusspunkt untersucht. Letztlich entschied man sich für eine Trassenführung nach Zwickau sowie einer in Schönbörnchen bei Glauchau abzweigenden Verbindungsbahn nach Gößnitz. Am 25. Juni 1855 begann der Bau der Verbindungsbahn nach Gößnitz, am 15. November 1855 auch der Bau der Haupttrasse in Richtung Zwickau. Am 15. November 1858 wurden die beiden neuen Strecken eröffnet. Schon vorher war am 1. Januar 1856 der zweigleisige Verbindungsbogen Zwickau–Neumark an der vormaligen Abzweigstelle Werdau in Betrieb gegangen, welche nun als Bogendreieck Werdau bezeichnet wurde.

Über zehn Jahre später, am 1. März 1869, konnte die durchgehende Verbindung von Dresden mit dem Lückenschluss zwischen Freiberg und Flöha vollendet werden. Seitdem besitzt das Bogendreieck Werdau seine überregionale Bedeutung als Nahtstelle im Eisenbahnverkehr zwischen Schlesien und Süddeutschland.

Siehe auch

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