Bogennorm

Bogensignatur und Bogennorm sind Fachbegriffe aus der Verlagsherstellung. Auf der ersten Seite eines jeden Falzbogens steht die Prime, bestehend aus der Bogensignatur und der Bogennorm. Die Bogensignatur gibt die Bogenzahl und die Bogennorm in Kurzform den Autor und den Buchtitel mit der Auflagenbezeichnung an.

8-Schiller,Tell/5. Aufl.

(der achte Bogen aus der fünften Auflage von Schillers Wilhelm Tell)

Sie stehen in sehr kleinem Schriftgrad unterhalb des Satzspiegels, im Beschnitt der jeweils ersten Seite oder außen im Bund, ober oder unterhalb der Flattermarken. Diese beiden Angaben helfen dem Buchbinder, die einzelnen Bogen titelbezogen richtig zusammenzutragen (kollationieren), damit die richtige Reihenfolge der Druckbogen und damit die richtige Seitenfolge gewährleistet ist.

Auf der jeweils dritten Seite eines Bogens befindet sich zur Falzkontrolle die Sekunde, die Bogensignatur mit einem hochgestellten Sternchen.

8*

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wird in der Buchherstellung auf diese Art und Weise der Kennzeichnung von Falzbogen verzichtet.

Siehe auch

Literatur

  • Joachim Güntner: Das Buch vom Buch : 5000 Jahre Buchgeschichte. Schlüter, Hannover 2007, ISBN 978-3-89993-805-0, S. 157
  • Roland Golpon: Informationen verbreiten: Medien gestalten und herstellen. Verlag Beruf und Schule, Itzehoe 2006, ISBN 978-3-88013-660-1, S. 301
  • Severin Corsten: Die Erfindung der Buchkunst im 15. Jahrhundert. Hamburg 1995, S. 166 ff. (Ausführlich zur Entstehung der Bogensignaturen in der Inkunabelzeit)

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