Bohemund VII. (Tripolis)

Bohemund VII. († 19. Oktober 1287) war Graf von Tripolis von 1275 bis 1287.

Er war der Sohn von Bohemund VI., der 1275 starb, und seiner Ehefrau Sibylle von Armenien. Da Bohemund VII. 1275 noch minderjährig war, handelte Sibylle als Regentin für ihn, obwohl die Regentschaft erfolglos von Hugo I. von Jerusalem, Bohemunds nächstem männlichen Verwandten, beansprucht wurde.

Tripolis war zu dieser Zeit ein schwacher Staat, dessen Regierung in mehrere Fraktion gespalten war. Von 1277 bis 1282 führte Bohemund Krieg mit den Tempelrittern, 1277 schloss er Frieden mit Qalawun, dem Nachfolger des Mamelukensultans Baibars (der kurz zuvor im gleichen Jahr gestorben war), und Venedig, das er von den Hafengebühren befreite. 1282 besiegte er den aufständischen genuesischen Herrn von Djubail, indem er ihn in dessen eigenem Schloss erstach.

Bohemund heiratete Margarete von Akko, blieb aber kinderlos. Nach seinem Tod reklamierte seine Mutter Sibylla die Herrschaft für sich, wurde aber von den italienischen Händlern abgelehnt, die ihre eigene Verwaltung einsetzten. Bohemunds Schwester Lucia kam wenig später aus Europa und übernahm die Grafschaft.

Literatur

  • Steven Runciman: Geschichte der Kreuzzüge. München 2001. ISBN 3-423-30175-9



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