Boineburg-Lengsfeld

Hans Reichsfreiherr von Boineburg-Lengsfeld (* 9. Juni 1889 in Eisenach; † 20. November 1980 in Felsberg-Altenburg, Hessen) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Leben und Wirken

Hans von Boineburg-Lengsfeld trat am 1. Oktober 1910 in die preußische Armee ein, wurde am 22. Mai 1912 zum Leutnant ernannt (Patent zum 18. Mai 1910) und kämpfte im Ersten Weltkrieg. Anschließend wurde er in die Reichswehr übernommen.

Im Zweiten Weltkrieg erhielt er während des Westfeldzuges am 19. Juli 1940 als Oberst und Kommandeur der 4. Schützen-Brigade (4. Panzerdivision) das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 1. Oktober 1941 wurde er zum Generalmajor (Kommandeur der 23. Panzerdivision seit dem 25. September 1941) und schließlich noch am 16. November 1942 zum Generalleutnant ernannt.

Bekannt geworden ist Boineburg-Lengsfeld vor allem als Kommandant von Groß-Paris (seit 1. Mai 1943, damit gleichzeitig Kommandeur der 325. Sicherungsdivision), als er während der Operation Walküre am 20. Juli 1944 in Paris Angehörige von Gestapo und SS festsetzte. Am 7. August 1944 in die Führerreserve versetzt, später zeitweise in Wiederverwendung als Kommandant der Festungstruppen um Freiburg und eines Truppenübungsplatzes, kam er schließlich am 8. Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft.

Seine Urne wurde auf der Altenburg beigesetzt.

Siehe auch

Literatur

  • Bradley, Dermot: Die Generale des Heeres 1921 - 1945, Bd. 2, Osnabrück 1993.

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