Boitzenburger Land
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Boitzenburger Land
Boitzenburger Land
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Boitzenburger Land hervorgehoben
53.26666666666713.680
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Höhe: 80 m ü. NN
Fläche: 215,9 km²
Einwohner:

3.668 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17268
Vorwahlen: 039884, 039885, 039889
Kfz-Kennzeichen: UM
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 069
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Templiner Straße 17
17268 Boitzenburger Land
Webpräsenz: www.gemeinde-boitzenburger-land.de
Bürgermeister: Bernhardt Rengert
Lage der Gemeinde Boitzenburger Land im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Boitzenburger Land ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Uckermark im Bundesland Brandenburg (Deutschland). Sie ist eine der flächengrößten Gemeinden Deutschlands.

Im Zuge der brandenburgischen Gebietsreform wurde am 31. Dezember 2001 das ehemalige Amt Boitzenburg aufgelöst und aus den zehn vormals selbständigen Gemeinden des Amtes die Gemeinde Boitzenburger Land gebildet.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Häuser am Schloss

Das im Nordosten Brandenburgs gelegene Gemeindegebiet umfasst die eiszeitlich geprägte Hügel- und Seenlandschaft der westlichen Uckermark. Große Teile der Gemeinde Boitzenburger Land liegen im Naturpark Uckermärkische Seen. Von den Uckermärkischen Seen seien die fünf größten innerhalb des Gemeindegebietes genannt: Kuhzer See, Trebbowsee, Haussee, Großer Küstriner See und Krewitzsee. Die Gemeinde ist im Nordosten (Zerweliner Heide) und im Südwesten (Große Warthesche Heide) von ausgedehnten, zusammenhängenden Waldgebieten umgeben. Im Nordwesten grenzt der mecklenburgische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an die Gemeinde Boitzenburger Land. Nachbargemeinden im Landkreis Uckermark sind die Nordwestuckermark, Gerswalde, Mittenwalde (Uckermark), Templin und Lychen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile

  • Berkholz
  • Boitzenburg (Verwaltungssitz)
  • Buchenhain
  • Funkenhagen
  • Hardenbeck
  • Haßleben
  • Jakobshagen
  • Klaushagen
  • Warthe
  • Wichmannsdorf

sowie die Wohnplätze

  • Aalkasten
  • Am Schlangenbruch
  • Boisterfelde
  • Bröddin
  • Brüsenwalde
  • Bungalowsiedlung am Carwitzer See
  • Charlottenthal
  • Collinshof
  • Duster Möll
  • Egarsee
  • Eichenhof
  • Falkenhain
  • Fischerhaus
  • Fürstenau
  • Garliep-Hof
  • Götzkendorf
  • Hoppenhuus
  • Karolinenhof
  • Krewitz
  • Krumme Hecken
  • Kuhz
  • Lehmannshof
  • Lichtenhain
  • Lindensee
  • Luisenfelde
  • Mahlendorf
  • Mathildenhof
  • Mellenau
  • Neu Zerwelin
  • Neufunkenhagen
  • Rosenow
  • Ruhhof
  • Rummelpforter Mühle
  • Saugarten
  • Stabeshöhe
  • Steinrode
  • Sternthal
  • Suhrhof
  • Tannenhof
  • Thomsdorf
  • Zerwelin

Geschichte

Ortsteile

Boitzenburg

13. bis 15. Jahrhundert

Der heutige Ortsteil Boitzenburg ist aus ursprünglich zwei Ortssiedlungen zusammengewachsen. So gab es einmal das Dorf Boitzenburg, welches noch unter dem Namen Marienfließ schon 1269 genannt wurde. Im Carolinischen Landbuch von 1375 wird es separat neben dem Städtchen Boitzenburg genannt. Wahrscheinlich lag es ungefähr auf dem Gebiet des heutigen Marktflecken. Das Städtchen Boitzenburg lag dagegen am Marienberg, mit der auf der Höhe gelegenen Marienkirche. Auch eine Mühle wird 1375 in der Nähe des Städtchens erwähnt. 1403 gehörten sowohl Dorf als auch Städtchen Boitzenburg zum Kloster Marienpforte.

Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1269 zurück, als es Ritter Heinrich von Stegelitz stiftete. 1271 überlässt Gerhard von Boyceneburg, wahrscheinlich Pfandherr der Burg, dem Kloster 10 Hufen in Boitzenburg. 1276 wird das Schloss Boitzenburg urkundlich erstmals erwähnt, und zwar als Burganlage. In diesem Jahr ist Dietrich von Kerkow Lehnsträger der Burg und von 10 Dörfern der Umgebung. Seit 1337 ist offenbar der Markgraf Besitzer des Schlosses, woraufhin die Familie von Lochen folgt. Untervögte sind ein gewisser von Lyne und ein von Musheym.

1375 gehören zur Burg bzw. dem Schloss Boitzenburg nur noch 5 Orte: das Städtchen Boitzenburg, die Dörfer Krewitz, Zervelin, Wichmannsdorf und Mittenwalde. Daneben noch zahlreiche Seen.

Schließlich gelangt die Herrschaft Boitzenburg in den Besitz von Johann Herr zu Cotbus, dem zeitweiligen Vertreter Kaiser Sigismunds in der Mark. Es folgen in der Herrschaft die Namen von Holtzendorff, Lippolt von Bredow - der Landeshauptmann der Mittelmark mit seinen Brüdern, und schließlich Lüdeke von Maltzahn.

1398 ist Boitzenburg in mecklenburgischem Besitz. 1415 kommen Boitzenburg und Zehdenick an Brandenburg. 1416 ist Boitzenburg wieder im Besitz eines von Bredow, bevor es in den Besitz des Ritters von Hase gelangt.

Die Familie von Arnim, welche später von zentraler Rolle in der Herrschaft sein wird, erhält erstmals am 29. Januar 1429 das Schloss und die Vogtei. Der Markgraf begleicht auf diese Weise Schulden, die er bei den Brüdern Hans und Jaspar von Arnim gemacht hat. 1439 erhält daraufhin Hans von Arnim den Auftrag, bauliche Maßnahmen vorzunehmen und die Ringmauern auszubessern. Dieser erwirbt Kröchlendorff. Bereits 1433 erhielten die Brüder die Stadt Strasburg mit 3 Dörfern, darunter Neuensund. 1438 wird Hans mit Schloss Zehdenick belehnt. Später auch mit Sperrenwalde, sowie Stadt und Schloss Biesenthal. Schließlich werden die Vogteien Lychen und Woldegk seinem Schutz unterstellt.

1448 wird von Cunersdorf, der spätere Landvogt der Neumark, Vogt von Boitzenburg.

1454 bekommen die Räte des Kurfürsten Friedrich II. von Brandenburg mit Namen Hans von Bredow und Lüdeke von Arnim Boitzenburg durch diesen verkauft. Lüdeke war bereits Pfandherr von Angermünde (Schloss, Stadt und Amt). Von den Bredows gehen Schloss und Amt Boitzenburg auf die von Waldow und von diesen auf den uckermärkischen Hauptmann von Hahn über.

Schließlich bekommt Henning von Arnim 1486 das Schloss Boitzenburg, mit den Steuern von Prenzlau, Strasburg und Templin, die Vogtei und Stadt Lychen, sowie die Vogtei im Uckerlande. Henning war bereits Besitzer der Hälfte von Schloss und Stadt Biesenthal und von Gerswalde. Seine Söhne sollen durch markgräflichen Auftrag das baufällig gewordene Schloss wieder herrichten. Es folgen jedoch noch die Namen von Krummensee und von Alvensleben, bevor von 1528 bis 1945 die Arnims ununterbrochen die Herrschaft über Boitzenburg innehaben.

16. bis 18. Jahrhundert

1528 tauscht Kurfürst Joachim I. das Schloss Boitzenburg gegen das Schloss Zehdenick, welches zuvor von Hans von Arnim, dem Landvogt der Uckermark, gekauft worden war. Zu dieser Zeit gehörten durch verschiedene Abgaben und Dienste folgende Ortschaften zum Schloss Boitzenburg: Beenz, Berkholz, Boitzenburg (Dorf u. Stadt), Bröddin, Hardenbeck, Haßleben, Klaushagen, Klosterwalde, Krewitz (wüst), Kuhz, Küstrinchen, Mahlendorf, Mechow, Niegelsdorf (wüst), Rosenow, Rutenberg, Sovow, Thomsdorf, Neu- u. Alt-Thymen, Warthe, Weggun und Zervelin (wüst). Daneben gehörten viele Seen, Holzungs- und Jagdanrechte, sowie Geld- und Kornpachten von weiteren Orten dazu. Hans von Arnim kaufte außerdem noch Besitzungen in Kröchlendorff und Wichmannsdorf, sowie den Ort Petznick dazu.

Als 1539 das Kloster Marienpforte säkularisiert wurde, konnte Hans die wichtigste Erwerbung, die gesamten Güter des Klosters von Kurfürst Joachim II. anzukaufen, tätigen.

Auf Hans folgte dessen Sohn Bernd von Arnim als Besitzer der Herrschaft Boitzenburg.

1570 sind im Dorf Boitzenburg 1 Schulz, 1 Krüger, 4 Bauern und 8 Kossäten ansässig. Noch im 17. Jahrhundert wurde zwischen Dorf und Städtchen Boitzenburg weiterhin unterschieden.

Auf Bernd folgte dessen zweiter Sohn Johann Georg von Arnim (1581-1641), der sein Land durch den Dreißigjährigen Krieg bringen musste.

1687, also ein paar Jahrzehnte nach dem Dreißigjährigen Krieg, wird berichtet, dass von ursprünglich 12 Fischern der Stadt nur noch 2 vorhanden wären. Die Wassermühle der Stadt wurde Schlossmühle genannt. Das Dorf hatte ebenfalls stark gelitten. Dort seien von den 6 Bauernstellen, welche 23 Hufe beackert hätten, durch den Krieg allesamt wüst geworden, sodass die Herrschaft von Arnim das Land bewirtschafte. Die Mühle des Dorfes hieß Klostermühle. Sie existiert heute noch und fungiert als Museum. Die Marienkirche scheint den Dreißigjährigen Krieg gut überstanden zu haben.

Georg Dietloff von Arnim (1679-1753) war der Begründer der Boitzenburger Schlossbibliothek. Für diese ließ er einen Seitenflügel des Schlosses bauen. Die Bibliothek wurde von den folgenden Generationen weiter ausgebaut. Weiterhin wurde durch Georg Dietloffs Umbau eine schöne Barockanlage geschaffen. Auch der Ort Boitzenburg konnte von seinen Baumaßnahmen profitieren. So wurde durch ihn die Straße vom Schloss zur Kirche angelegt. Er erneuerte zahlreiche Kirchen in seinen Patronaten und er stiftete auch Abendmahlsgeräte. Es galt weiterhin, die enormen Schäden des Dreißigjährigen Krieges in seiner Herrschaft weiter zu beseitigen. Dörfer mussten neu mit Bauern besetzt und neu ausgestattet werden.

Um 1750 erfolgte wohl schließlich die Vereinigung von Dorf und Stadt Boitzenburg zu einem einzigen Marktflecken. Das Bevölkerungswachstum des Ortes stagnierte bis zur Jahrhundertwende. Genauer hatte die Bevölkerung im Jahre 1801 mit 663 Einwohnern nur um einen Einwohner im Vergleich zu 1750 zugenommen.

19. Jahrhundert bis 1945

1801 befinden sich unter den Einwohnern von Boitzenburg 10 Leineweber, 10 Maurer, 5 Schuhmacher, 6 Schneider, 2 Böttcher, 3 Tischler und viele Einzelhandwerker. Daneben existieren zwei Gasthöfe. Zwei Krammärkte finden jährlich statt. Die Bauern bauten auf ihrem Land Roggen, Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen, Wicken, Kartoffeln und Buchweizen an.

Von Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg (1803-1868) stammen die Auffahrten des Schlosses an der Vorderseite. Sein Sohn Adolf (1832-1887) gab dem Schloss das Renaissance-hafte Aussehen des Stiches von Merian wieder.

Die Einwohnerzahl Boitzenburgs wächst bis 1860 auf 1045, schrumpft jedoch bis 1900 wieder auf 776. 1925 hat Boitzenburg 888 Einwohner, 1933 jedoch wieder 725 (Diese Zahlenangaben beziehen Gut und Gemeinde Boitzenburg mit ein.)

Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges gab es in dem der Renaissance entstammenden Tiergarten der Schlossanlage eine Wisentzucht. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die in den 1920er Jahren vor dem Aussterben bedrohten Wisente jedoch ein Opfer von Wilderern. Die einzigen Nachkommen der Boitzenburger Wisentzucht leben heute in Springe am Deister, siehe Wisentgehege Springe. Die Forst Boitzenburg beherbergte sogar Schreiadler. Daneben gab es mehrere Fischadler- und zwei Seeadlerhorste. Im Park lebten außerdem Kraniche und Schwarzstörche, wie auch das Hochwild.

1945 bis heute

1946 zerstört ein Brand die Turmaufbauten und den Renaissancegiebel des Schlosshaupthauses aus Graf Adolfs Zeit teilweise. Das große Dach konnte jedoch wiederhergestellt werden.

Am 26. April 2003 wurde das Schloss Boitzenburg nach umfassenden Renovierungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es beherbergt ein Hotel und ein Restaurant. Der gegenüberliegende Marstall wird als Kreativzentrum, Bauernmarkt und Veranstaltungsbereich genutzt.[3]

Haßleben

1317 wird Haßleben als Heresleve erstmals urkundlich erwähnt. Die Schreibweise Haßleben ist seit 1723 bekannt.

Zum 1.Mai 1849 wurde infolge der Vollendung der Chaussee von Templin bis zu ihrer Einmündung in die Berlin-Prenzlauer Chaussee eine Postexpedition mit Station in Haßleben eröffnet. (Die Tour der Berlin-Prenzlauer Personenpost zwischen Templin und Prenzlau war auf die neue direkte Chaussee verlegt worden. Die Postexpedition und Station in Milmersdorf wurde infolge dessen geschlossen und nach Haßleben verlegt.)

Klaushagen

Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes wird mit 1271 und der Schreibweise Claweshagen angegeben.

Warthe

Das Straßendorf Warthe wird erstmals 1295 urkundlich erwähnt. Zum separaten Artikel siehe Warthe (Boitzenburger Land).

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

In der Gemeinde

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Entwicklung der Einwohnerzahlen der Gemeinde Boitzenburger Land im Genealogischen Ortsverzeichnis (GOV))
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2010
4553 4343 4270 4204 4119 4060 3668[4]

Im Jahre 2010 waren 1909 der 3668 Einwohner männlich. 1759 waren weiblich.[5]

Im Ortsteil Boitzenburg

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Entwicklung der Einwohnerzahlen des Ortsteils Boitzenburg im Genealogischen Ortsverzeichnis (GOV))
1875 1890 1910 1925 1933 1946 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2006
948 888 786 877 725 1094 1636 1526 1536 1518 1501 1512 1469 1411 1198

Politik

Gemeindevertretung

Gemeindevertretungswahl 2008
(Stimmen in %, gerundet)
 %
30
20
10
0
25%
22%
19%
13%
5%
5%
4%
3%
4%
BfB Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
WSV Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Bauern Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Sonst.

Bei der letzten Wahl der Gemeindevertretung am 28. September 2008 stimmten die Wähler der Gemeinde Boitzenburger Land folgendermaßen ab. Es waren 3290 Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen, von denen 1757 zur Wahl gingen. 60 Stimmzettel davon waren ungültig. Die gesetzliche Zahl der Sitze beträgt 16.[6]

Partei / Wahlbewerber Stimmenanzahl Sitze
CDU 1241 4
Die Linke 1096 3
Bürger für Bürger – die Parteiunabhängigen im Boitzenburger Land 929 3
WG Freie Wählervereinigung Boitzenburger Land 655 2
SPD 252 1
Wahlalternative Sport- und Vereinsförderung 248 1
Wählergruppe Bauern – Ländlicher Raum 202 1
B'90/Grüne 168 1
FDP 136 0
Einzelwahlvorschlag Wullstein 61 0

Ortsbeirat

Ortsbeiratswahl 2008, OT Boitzenburg
(Stimmen in %, gerundet)
 %
40
30
20
10
0
34%
21%
20%
15%
10%
WSV Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
BfB Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel

Bei der letzten Wahl des Ortsbeirates des Ortes Boitzenburg am 28. September 2008 stimmten die Wähler folgendermaßen ab. Es waren 932 Personen wahlberechtigt, von denen 503 Personen ihr Wahlrecht ausübten. 21 Stimmzettel waren dabei ungültig. Die gesetzliche Zahl der Sitze beträgt 5.[7]

Partei / Wahlbewerber Stimmenanzahl Sitze
Die Linke 487 2
Wahlalternative Sport- und Vereinsförderung 293 1
WG Freie Wählervereinigung Boitzenburger Land 287 1
CDU 207 1
Bürger für Bürger – die Parteiunabhängigen im Boitzenburger Land 141 0

Es wurden daraufhin am 23. Oktober 2008 Monika Lange (Die Linke) zum Ortsvorsteher und zum stellvertretenden Ortsvorsteher Karin Boeck (Die Linke) gewählt.[8]

Landtagswahl

Landtagswahl 2009 (Gesamtgemeinde)
(Zweitstimmen in %, gerundet)
 %
40
30
20
10
0
32,9%
26,3%
24,0%
5,3%
4,7%
2,2%
1,4%
1,2%
1,9%

Bei der letzten Landtagswahl in Brandenburg 2009 stimmten die Wähler des Boitzenburger Landes folgendermaßen ab. Wahlberechtigt waren 3181 Personen, von denen 2358 ihr Wahlrecht wahrnahmen. 75 der Zweit- und 85 der Erststimmen waren dabei ungültig.[9]

Partei / Wahlbewerber Zweitstimmenanteil (%) Erststimmenanteil (%)
Die Linke 32,9 34,8
SPD 26,3 21,6
CDU 24,0 31,1
B'90/Grüne 5,3 6,0
FDP 4,7 4,6
NPD 2,2 0
DVU 1,4 0
Freie Wähler 1,2 1,9
RRP 0,6 0
Die-Volksinitiative 0,5 0
50Plus 0,4 0
Die Republikaner 0,2 0
DKP 0,2 0
Landtagswahl 2009 (Ortsteil Boitzenburg)
(Zweitstimmen in %, gerundet)
 %
40
30
20
10
0
36,7%
26,9%
22,9%
4,5%
3,2%
2,9%
1,1%
0,9%
0,8%

Nimmt man den Ort Boitzenburg für die Landtagswahl 2009 allein, so fällt auf, dass die prozentuale Zustimmung für Die Linke und CDU größer war als in der Gesamtgemeinde. Erstere bekam sogar einen Vorsprung von 10% vor der CDU. Die SPD nahm hier nur den dritten Platz ein. Ebenfalls ist festzustellen, dass der Wahlbezirk Boitzenburg bei dieser Wahl mit 14 Zweitstimmen den größten Anteil an Wählern der rechtsextremen NPD in der Gemeinde aufzuweisen hatte.

Das Ergebnis ist in nachfolgender Tabelle zu ersehen. Wahlberechtigt im Wahlbezirk Boitzenburg waren 880 Personen, von denen 464 ihr Wahlrecht wahrnahmen. 22 der Zweit- und 24 der Erststimmen waren dabei ungültig.[10]

Partei / Wahlbewerber Zweitstimmenanteil (%) Erststimmenanteil (%)
Die Linke 36,7 39,1
CDU 26,9 30,5
SPD 22,9 19,1
FDP 4,5 5,2
NPD 3,2 0
B'90/Grüne 2,9 4,1
DVU 1,1 0
Freie Wähler 0,9 2,0
RRP 0,2 0
50Plus 0,2 0
Die Republikaner 0,2 0
DKP 0,2 0
Die-Volksinitiative 0 0

Vereinsleben

Im Ortsteil Boitzenburg gibt es eine vielfältige Vereinslandschaft[11]:

  • Anglerverein Boitzenburg
  • Arbeitsgemeinschaft Schiffsmodellbau Boitzenburg
  • Förderverein Schule Boitzenburg
  • Förderverein Kirche 'St. Marien auf dem Berge'
  • Gartenverein Boitzenburg
  • Heimatbund Boitzenburg
  • Karnevalsverein Boitzenburg
  • Keramikzirkel Boitzenburg
  • Schützenverein Boitzenburg
  • Sportverein Boitzenburg
  • Textilzirkel Boitzenburg
  • Volkssolidarität Boitzenburg
  • Volkstanzgruppe Boitzenburg

Wappen

Das Wappen wurde am 30. Oktober 2007 genehmigt.

Blasonierung: „Geviert und geteilt durch eine silberne Leiste; Feld 1: in Blau ein silberner Renaissanceschlossgiebel mit zwei offenen Fenstern und einem Vierpass darüber, Feld 2 und 3: in Rot zwei silberne Balken, Feld 4: in Blau ein offenes silbernes Spitzbogenfenster.“[12]

Feld 2 und 3 sind aus dem Wappen der im Boitzenburger Land langjährig herrschenden Adelsfamilie von Arnim entlehnt.

Sehenswürdigkeiten

Klosterruine
Wassermühle

In der Liste der Baudenkmale in Boitzenburger Land stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.

Museen

  • Historische Wassermühle Boitzenburg
  • Heimatstube und Galerie Klaushagen
  • Heimatstube Warthe
  • Klostermühle Boitzenburg
  • Kunsthandwerkerhof Thomsdorf
  • Museumsschule Hardenbeck[13]

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Gemeinde sind viele klein- und mittelständische Betriebe ansässig. In der wald- und seenreichen Ferienregion bestehen weitere Entwicklungspotentiale im Tourismussektor. So stehen z.B. viele Ferienwohnungen in der Gemeinde zur Verfügung.[14]

Des Weiteren gibt es mehrere gastronomische Betriebe. So im Ortsteil Boitzenburg "Zur Klostermühle", den "Gräflichen Marstall", die "Mocca Milch Eisbar", das "Restaurant Schloss Boitzenburg" und die "Gaststätte Am Sportplatz". Weitere Gastronomien gibt es in den Ortsteilen Berkholz, Buchenhain, Hardenbeck, Haßleben, Thomsdorf, Wichmannsdorf und Warthe.[15]

Die Gemeinde Boitzenburger Land verfügt über Kindertagesstätten in Boitzenburg, Haßleben, Hardenbeck und Wichmannsdorf.[16] Die einzige Schule der Gemeinde, die "Puschkin-Grundschule", befindet sich im Ortsteil Boitzenburg. Weiterführende Schulen gibt es nicht.[17]

Verkehrsanbindung

Die Bundesstraße 109 durchquert den Osten des Gemeindegebietes. Vom Ortsteil Haßleben an der B 109 führt eine Landesstraße zum Autobahnanschluss Pfingstberg an der A 11 (Berlin–Stettin).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. http://www.boitzenburg-uckermark.de/26-0-neorenaissanceschloss-boitzenburg.html
  4. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de//Publikationen/OTab/2011/OT_A01-04-00_124_201012_BB.pdf
  5. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de//Publikationen/OTab/2011/OT_A01-04-00_124_201012_BB.pdf
  6. http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/cb2350edf0c2c31a8120703745b86c46_bekanntmerg._gv.doc
  7. http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/bekanntmerg.ob_boi.doc
  8. http://daten.verwaltungsportal.de/dateien/sitzungen/protokoll_1._konst._sitzg_ortsbeirat_boitzenburg.doc
  9. http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/ergebnis_ltwahl_wk_10.doc
  10. http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/ergebnis_ltwahl_wk_10.doc
  11. http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=2
  12. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  13. http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?kategorie=76
  14. http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=8
  15. http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=7
  16. http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?kategorie=5
  17. http://www.gemeinde-boitzenburger-land.de/verzeichnis/index.php?mandatstyp=4

Weblinks

 Commons: Boitzenburger Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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