Bokel (Landkreis Cuxhaven)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bokel
Bokel (Landkreis Cuxhaven)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bokel hervorgehoben
53.3833333333338.766666666666710Koordinaten: 53° 23′ N, 8° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Beverstedt
Höhe: 10 m ü. NN
Fläche: 20,96 km²
Einwohner: 2580 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04748
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 006
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Wesermünder Straße 6
27616 Beverstedt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Volker Lüdke (SPD)

Bokel ist eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Beverstedt im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Neben dem Hauptort Bokel gehören noch Haßbüttel, Seebeck, Kransmoor und Langenfelde zur Gemeinde.

Geschichte

Bokel gehört zu den ältesten Siedlungen dieser Geest und wurde urkundlich erstmals im Jahre 1110 als „Bockla“ (Buchenwald) erwähnt. Jahrhundertelang bildeten ein Teil der Hauptstraße sowie der Bock- und der Mühlenstraße das eigentliche Dorf. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-48) erfolgte die Besiedlung des Brinks. Das Dorf entwickelte sich langsam von 38 Feuerstellen im Jahre 1718 bis auf 50 Feuerstellen im Jahre 1791. Die Bewohner trieben fast alle Ackerbau und Viehzucht und waren überwiegend gegenüber den damaligen Grundherren (Stotel, Wersebe, Kloster Lilienthal) abgabenpflichtig. Die Gemeinschaftsteilungen und Lastenablösungen fanden erst ab 1818 statt. 1894 gehörte Bokel zum Kreis Geestemünde, Amtsgericht Hagen, Post Bokel; 1927 kam die Zugehörigkeit zum Finanzamt Wesermünde-Land.

Mit der Entstehung der Moorkolonien Kransmoor (um 1830) und Langenfelde (um 1880) sowie der Eröffnung der Eisenbahnlinie Bremen-Geestemünde (1862) mit der Station Stubben veränderte sich die Gemeinde in mancher Hinsicht:

  • Die Einwohnerzahl stieg bis zum Jahre 1900 auf 1073
  • Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich in größerer Zahl nieder.
  • Molkerei (1904), Post (1907) und Bahn boten neue Arbeitsplätze.
  • Die Hauptstraße (L134) wurde 1851 gepflastert, 1892/93 erneuert und 1928 verbreitert. 1988/89 wurde sie grundlegend erneuert, beidseitig mit Rad- und Fußweg versehen und mit einer Regenwasserleitung ausgestattet.

Nach dem Ersten Weltkrieg und besonders deutlich nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Einwohnerzahl der Gemeinde durch die Eingliederung der Vertriebenen (hauptsächlich aus Westpreußen und Bessarabien) und Evakuierten beträchtlich erhöht. Nach 1945 entstand dadurch ein neuer Ortsteil, die Siedlung Lehdeberg. Der Versuch in den 60er Jahren, Bokel und die Nachbargemeinde Stubben zu einer politischen Gemeinde zusammenzuschließen, scheiterte. Damit wurde möglicherweise die Chance vertan, bei der Verwaltungsreform um 1970 Sitz der Samtgemeinde zu werden. 1971 wurde Bokel eine der neun Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Beverstedt.

Einwohnerentwicklung

877 Einwohner (1885) 1285 Einwohner (1925) 1392 Einwohner (1933) 1370 Einwohner (1939)

Quelle: Deutsche Verwaltungsgeschichte

Politik

Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl 2006 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU: 5 Ratsmitglieder
  • SPD: 7 Ratsmitglieder
  • FDP: 1 Ratsmitglied

Wappen

Das Wappen von Bokel zeigt auf grünem Grund eine silberne Buche. Diese weist auf die Entstehung des Ortsnamens hin, welcher sich von der Buche ableitet. Die vier Äste deuten auf die vier weiteren Orte (Kransmoor, Langenfelde, Haßbüttel und Seebeck) der Gemeinde hin. Vor der Buche ist ein goldenes Sensenblatt dargestellt, das auf die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gemeinde hinweist.

Sagen und Legenden

  • Vom roten Paul
  • Die Bokeler lassen sich beschwichtigen

Quelle
„Hake Betken siene Duven“ Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung ISBN 3-931771-16-4 von den Männern vom Morgenstern

Weblinks


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