ARQUANA International Print & Media AG
ARQUANA International Print & Media AG
Arquana-Logo
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1921
Unternehmenssitz Starnberg, Deutschland
Unternehmensleitung
  • Bodo F. Schmischke, Vorstandssprecher
  • Aufsichtsrat: Dr. Harald P. Fett, Georg Konstantinou und Dr. Friedrich-Carl Wachs
Mitarbeiter > 950 (2006)[1]
Umsatz 220 Mio. EUR (2006)[2]
Branche Druck- und Verpackungsindustrie
Produkte

Rollenoffset Produkte
Verpackungen

Website

http://www.arquana.com/

Die ARQUANA International Print & Media AG ist mit drei Druckstandorten in Deutschland und (noch) drei Druckstandorten im europäischen Ausland laut Unternehmensangabe eines der größten Offsetdruck-Unternehmen in Deutschland und Europa. Einer der beiden Standorte in Österreich, die Firma Sochor in Zell am See, soll zum Jahresende 2007 geschlossen werden. Die Kapazitäten werden am Standort Innsbruck zusammengeführt. Für die französische Druckerei Evry Rotatives (nahe Paris) wird seit dem 21. September 2007 ein Käufer gesucht. Im Oktober 2007 wurde der Verkauf der Firma Colordruck Pforzheim an einen nicht näher identifizierten "strategischen Investor" bekanntgegeben.

Am 7. Januar 2008 meldet die Arquana AG für sich und drei Tochtergesellschaften (Johler Druck GmbH, ARQUANA Sales GmbH und ARQUANA Media GmbH) Insolvenz an[3].

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2005 431 Mitarbeiter. Diese Zahl ist aber durch verschiedene Zu- und Verkäufe sicher nicht aktuell.

Arquana fertigt im Rollenoffset Produkte wie Prospekte, Zeitschriften, Magazine, Kataloge, Beilagen und Mailings.

Zu der Druckholding gehören (Stand Oktober 2007) folgende Unternehmen:

  • Johler Druck GmbH in Neumünster
  • Nord-Offset Druck GmbH in Ellerbek
  • WUB in Innsbruck (Österreich)
  • J.P. Bachem GmbH in Köln
  • Sochor Group GmbH in Zell am See (Österreich)
  • Evry Rotatives in Bondoufle Cedex (Frankreich)

Eine Kooperation besteht nach Arquana-Angaben mit der (verkauften) Firma Colordruck Pforzheim wie auch mit der Firma Farbendruck Weber in Biehl (Schweiz), die zur Arques Industries AG gehört, dem früheren Mehrheitsaktionär der Arquana.

Die Aktien wurden bis September 2006 im Freiverkehr gehandelt. Seit der Zulassung am 18. September 2006 im Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert die Aktie unter der ISIN DE0006781008 / WKN 678 100.

Laut Ad-hoc-Meldung gemäß §15 WpHG: ARQUANA AG meldet für sich und drei Tochtergesellschaften Insolvenz an. Die Druckholding ARQUANA International Print & Media AG (ISIN DE 0006781008) hat am 7. Januar 2008 beim zuständigen Amtsgericht in Neumünster Insolvenzantrag für sich und die Beteiligungen Johler Druck GmbH, ARQUANA Sales GmbH und ARQUANA Media GmbH gestellt.

Die Antragstellerin und die hier genannten Beteiligungen sind drohend zahlungsunfähig beziehungsweise überschuldet, da sie über keine vom Konzern unabhängigen Finanzierungsquellen verfügen, und die vorhandenen Zahlungsmittel im Laufe der nächsten Zeit ausgehen werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Firma wurde 1921 als „Papierwarenfabriken M. Niedermayr GmbH“ in Rosenheim gegründet. Bereits im folgenden Jahr wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Nach wechselhaftem Geschäft verkaufte im Jahre 1994 der bisherige Alleinaktionär Heidelberger Zement 32 % der Anteile der „Niedermayr Papierwarenfabrik AG“ an den Papierhersteller UPM-Kymmene und weitere 32 % an die Firma Rohrdorfer Zement. Die Gesellschaft dient den drei Großaktionären als Joint Venture für die Herstellung von Papiersäcken für die Zementindustrie. 2002 gibt die „Niedermayr Papierwarenfabrik AG“ ihre operative Tätigkeit auf und das Papiersack-Geschäft wird verkauft. In der Folge wird die Gesellschaft 2003 in „Circel Grundstücks- und Vermögensverwaltung AG“ umbenannt. Mit Kaufvertrag vom 27. Juli 2005 erwarb die ARQUES Industries AG 95% der Anteile.

Der Sitz der Gesellschaft ist Neumünster.

Der frühere Mehrheitseigentümer Arques Industries AG hat Ende August 2007 seinen Anteil an Arquana durch teilweisen Verkauf an die Printec Investments Ltd. (Birmingham) von 49 % auf unter 20 % reduziert. Mit 29,9 % der Anteile ist Printec nun größter Arquana-Aktionär.

Konzernstruktur

Vorstände der ARQUANA sind gegenwärtig Vorstandssprecher (CEO) Bodo F. Schmischke und Vertriebsvorstand Jürgen Groth. Der Vorstand war im Zuge des Teilausstiegs von Arques von vier auf zwei Mitglieder verkleinert worden.

Die gegenwärtigen Mitglieder des Aufsichtsrates sind Dr. Harald P. Fett, Georg Konstantinou und der frühere Vorstandsvorsitzende Dr. Friedrich-Carl Wachs.

Produkte

Der Geschäftszweck ist die Bündelung der Geschäftsaktivitäten von Unternehmen im Bereich der Herstellung von Druckprodukten. Dies umfasst die gesamte vertikale Produktionskette von den Pre-Press-Services (Druck- und Medienvorstufe) über den Offset- und Digitaldruck bis hin zu den Post-Press-Services (Weiterverarbeitung, Sammelheften, Klebebinden, Postoptimierung, InkJet, etc.).

Geschäftsziel

Geschäftsziel der Arquana ist es Unternehmensangaben zufolge, den stark fragmentierten europäischen Rollenoffset- und Verpackungsdruckmarkt zu konsolidieren und mittelfristig einer der europäischen Marktführer auf diesem Gebiet zu werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Neuausrichtung der Unternehmen innerhalb der Arquana ist der Aufbau eines zentral gesteuerten und eigenständig operierenden Vertriebs und Marketings, die in einem eigenen Unternehmen, der Arquana Sales GmbH, organisiert sind.

Quellen

  1. http://www.pressemeldungen.at/wirtschaftverbaende/4c3704985a0296b55.html
  2. http://www.pressemeldungen.at/wirtschaftverbaende/4c3704985a0296b55.html
  3. http://www.arquana.com/index.php?cid=16&lang=de&show=news&id=226

Fachzeitschrift "Deutscher Drucker" [1]


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