Bolle-Supermarkt
Bolle
Unternehmensform
Unternehmenssitz Berlin
Branche Lebensmittelhandel
Website

www.bolle-markt.de

Bolle ist eine traditionsreiche Supermarktkette in Berlin, die aus der Meierei C. Bolle (gegründet von Carl Andreas Julius Bolle) hervorgegangen ist, nachdem diese 1933 von der Familie Werhahn übernommen worden war. Die Einzelhandelsgeschäfte wurden in den 1970er Jahren als zweites Standbein zur immer weniger wirtschaftlichen Molkerei aufgebaut.

Eines der typischen Pferdefuhrwerke, das Milch und Milchprodukte auf Berlins Straßen am Ende des 19 Jahrhunderts verkaufte

Nach der Währungsunion 1990 wurde der Westteil des Unternehmens, der inzwischen zur co op AG gehörte[1], durch die (Ost-)Berliner Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend übernommen. Kurze Zeit darauf wurde sie jedoch wieder abgestoßen. Im Jahr 1996 wurden 66 dieser Supermärkte von SPAR übernommen. Seit 2004 existieren wieder neun Filialen in und um Berlin, bei denen es sich meist um umbenannte extra-Märkte handelt, und die auch das Extra-Sortiment führen.

Bundesweit bekannt wurde Bolle, als am 1. Mai 1987 am Görlitzer Bahnhof im Berliner Bezirk Kreuzberg eine Filiale geplündert und anschließend angezündet wurde (siehe Erster Mai in Kreuzberg).

Bolle hat als Logo einen Milchmann, der sich aus den Buchstaben B, O, L, L und E zusammensetzt.

Dies und Das

  • Der Gassenhauer Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, geht nicht auf die Kutscher der bis zu 250 Bolle-Wagen zurück, sondern ist älter. Der Name Bolle (Knolle, Zwiebel) war als Spitzname schon vorher verbreitet, allerdings wurden die Kutscher, vermutlich wegen des Schriftzuges am Wagen, ebenfalls Bolle genannt und haben dem Begriff erneute Popularität verschafft, indem sie ihm ein Image gaben.
  • Im Spielfilm Lola rennt plündert Manni (eine der Hauptrollen, gespielt von Moritz Bleibtreu) eine Bolle-Filiale um 100.000 DM zu erbeuten. Eigentlich war dies zu dieser Zeit bereits eine SPAR-Filiale (Charlottenburg: Osnabrücker Straße/Tauroggener Straße), seit dem 1. Januar 2007 endgültig EDEKA.

Quellen

  1. Chronik: 100 Jahre Konsumgenossenschaften e. V., S. 43, November 2003,

Weblinks


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