Boltenhagen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Nordwestmecklenburg | |
| Höhe: | 4 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,09 km² | |
| Einwohner: | 2542 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 141 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23946 | |
| Vorwahl: | 038825 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NWM | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 58 014 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Ostseeallee 36 23946 Boltenhagen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Olaf Claus | |
| Lage der Gemeinde Boltenhagen im Landkreis Nordwestmecklenburg | ||
Das Ostseebad Boltenhagen ist das drittälteste Ostseebad Deutschlands, eine amtsfreie Gemeinde und ein Seeheilbad im Norden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Boltenhagen liegt nördlich der Kleinstädte Grevesmühlen und Klütz, etwa 20 Kilometer westlich von Wismar und 30 Kilometer östlich von Lübeck. Die Gemeinde liegt im Klützer Winkel direkt an der Ostseeküste der Boltenhagenbucht als Teil der Mecklenburger Bucht. Die Halbinsel Tarnewitz mit der Tarnewitzer Huk und dem davor liegenden Fischereihafen wurde in den 1930er Jahren durch den Reichsarbeitsdienst als militärischer Versuchsflughafen zur Erprobung von Flugzeugbordwaffen aufgespült und von der auf dem Priwall befindlichen Erprobungsstelle See mit genutzt.
Zu Boltenhagen gehören die Ortsteile Redewisch, Tarnewitz und Wichmannsdorf.
Geschichte
Erstmals erwähnt wurden die Ortsteile Tarnewitz und Redewisch im Jahr 1230 im Ratzeburger Zehntenregister. Wichmannsdorf wurde 1313 und Boltenhagen als Longa Indago 1325 erstmals urkundlich erwähnt. Dieses tauchte dann 1336 erstmals als Boltenhagen auf.
Boltenhagen war über Jahrhunderte ein Bauern- und Fischerdorf. Die Tradition als Badeort begann 1803, als ein Graf von Bothmer, der im angrenzenden Klütz im Schloss Bothmer wohnte, bei Redewisch einen Badekarren aufstellen ließ. Boltenhagen wurde so zum drittältesten deutschen Seebad.
Für die Opfer der DDR-Seegrenze (174 Flüchtlinge starben beim Versuch, die DDR über See zu verlassen) wurde 2000 neben der Seebrücke ein Gedenkstein aufgestellt.
Tourismus
Im Ortskern liegt der Neubau des traditionsreichen Seehotels „Großherzog von Mecklenburg“, das eine Geschichte bis in das Jahr 1846 aufweisen kann. Der Ort hat einen drei Kilometer langen Sandstrand. Es gibt Einrichtungen für Menschen mit Behinderung (Blinde) in Strandnähe.
Seit Saisonbeginn 2008 steht im neuen Ortsteil Weiße Wiek Urlaubern und Tagesgästen ein Hafen für Skipper, Wasserwanderer und Berufsfischer zur Verfügung, - die „Marina Boltenhagen“, auf dem Gelände des ehemaligen militärischen Versuchsflughafens Tarnewitz der Vor- und Kriegszeit und dem dabei liegenden ehemaligen Militärhafen. Eine neue Ferienanlage mit zwei neu errichteten Hotels und Häusern mit Ferienappartements nahm dort im Frühjahr 2008 ebenfalls den Betrieb auf.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert ist die Steilküste bei Boltenhagen, die einen Panoramablick über die Mecklenburger Bucht erlaubt. Der Ort besitzt eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit Kurhaus, Seebrücke, Hotels, Gastronomie, Badestrand, Schwimmbad und zahlreichen Ferienwohnungen. Seit 2008 gibt es einen großen Hafen mit Erlebnisfischerei.
Westlich von Boltenhagen liegt das Gutshaus Redewisch, das heute als Hotel und Restaurant genutzt wird.
Weblinks
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