Bommel (Kleidung)

Als die oder regional der Bommel (auch Plümmel, Bolle, Boppel) bezeichnet man eine aus Wolle oder ähnlichen Geweben gefertigte Applikation, die an Kleidungsstücke angenäht wird. Eine Bommel ist meist kugelrund, fransig oder länglich.

Verwendung

Die Bommel dient der Zierde, kann aber auch als Handgriff an Mützen oder Reißverschlüssen benutzt werden. Einige traditionelle Kleidungsstücke werden mit vielen kleinen Bommeln versehen. In Deutschland ist die Pudelmütze mit Bommel vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Als modisches Accessoire vermittelt sie je nach Form und Verwendung eher originelle, rustikale oder trachtenähnliche Eindrücke. In Trachten sind kleine Bommeln oft in großer Zahl an Tüchern befestigt, die auf dem Kopf getragen oder um den Oberkörper gehängt werden.

Das mediterrane Mandili ist ein schwarzes geklöppeltes Kopftuch, das von Frauen, meist Witwen getragen wird. Die Bommeln symbolisieren die Tränen der Frau, wobei für jeden in der Großfamilie verstorbenen Verwandten neue Bommeln angenäht werden.

Herstellung

Eine Bommel kann in Handarbeit verschiedenartig herstellt werden und hat in ihrem Kern meist einen oder mehrere Knoten. Oft besteht der Knoten aus vielen Fäden, die dann als Fransen aus der Bommel hängen. Soll die Oberfläche der Bommel vollständig mit Fransen bedeckt sein, werden oft zusätzliche Fäden angenäht oder in den Knoten gestochen.


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