Bona Sforza
Junge Bona Sforza
Bona als Königin-Mutter

Bona Sforza (* 2. Februar 1494 in Vigevano; † 19. November 1557 in Bari, Italien) war eine italienische Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Sforza und ab 1518 durch Heirat Königin von Polen und Großfürstin von Litauen.

Leben

Sie war die jüngste Tochter des Herzogs Gian Galeazzo Sforza von Mailand. 1518 heiratete sie König Sigismund von Polen, der in Personalunion auch Großfürst von Litauen war. Nach ihrer Ankunft in Krakau wurde Bona Sforza am 18. April Sigismunds zweite Gattin und zur Königin Polens gekrönt. Ab 1524, nach dem Tod ihrer Mutter Isabella von Aragonien, Prinzessin von Neapel, war sie souveräne Herzogin von Bari und Fürstin von Rossano.

Bona Sforza zeigte bemerkenswerte Eigenschaften als Königsgemahlin: Sie war sehr ehrgeizig, führte eine selbständige und kluge Wirtschats- und Kulturpolitik, ließ Schlösser (z. B in Bar oder Palast in der Burg Ciechanów), Schulen und Hospitäler bauen, erzeugte aber auch Korruption und Intrigen am polnischen Hof. Sie verstand auch nie den Landadel, der gegen ihre und Sigismunds Reformen im „Hühnerkrieg“ rebellierte. Bei dieser Schicht war sie sehr unbeliebt und immer wieder wurden über sie verläumderische Gerüchte kolpoltiert. So wurde Bona im Jahr 1551 nach dem plötzlichen Tod ihrer ungeliebten Schwiegertochter, Königin Barbara Radziwiłł von ihren Gegnern ohne Beweise verdächtigt, diese vergiftet zu haben. Es wurde ihr auch eine besondere Sympathie für den Schlesier Peter von Prittwitz nachgesagt. Damit wollte man ihren persönlichen Einsatz für dessen Sohn Bernhard von Prittwitz, den Terror Tartarorum („Schrecken der Tataren“), erklären, der unter König Sigismund I. und dessen Nachfolger Sigismund II. sehr erfolgreich gegen die Tataren kämpfte und daher 1538 mit großen Ländereien und 1540 mit dem Amt eines Starost von Bar belohnt wurde.

Nach dem Tod ihres Gemahls 1548 zog sie vom Königschloss in Krakau nach Warschau um und 1556 kehrte sie nach Italien zurück, wo sie 1557 im Auftrag von König Philipp von Spanien von ihrem Vertrauten Pappacoda vergiftet wurde. Königin Bona verstarb in Bari und wurde in der Basilika di San Nicola begraben.

Nachkommen

Weblinks

 Commons: Bona Sforza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Barbara Zápolya Königin von Polen
1518–1548
Elisabeth von Österreich

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