Bonaventura Hahn
Medaille auf Bonaventura Hahn, 1596

Bonaventura Hahn (* 1540 in Glogau; † 29. Juni 1602 in Olmütz) war gewählter Bischof von Breslau. Seine Wahl wurde von Kaiser Rudolf II. nicht anerkannt.

Herkunft und Werdegang

Bonaventura Hahns Vater war Rektor der Glogauer Stadtschule und später bischöflicher Kanzler in Breslau. Nach dem Besuch des Neisser Gymnasiums besuchte Bonaventura die Universität Wien. 1571 promovierte er an der Universität Ingolstadt zum Doktor der Philosophie.

1574 wurde er Breslauer Kanoniker und unternahm 1575 als Beauftragter des Bischofs Andreas von Jerin eine Reise nach Rom. Dort studierte er als Alumne des Collegium Romanum Theologie und wurde 1577 in der Laterankirche zum Priester geweiht. 1578 promovierte er in Bologna zum Doktor beider Rechte.

Gewählter Bischof von Breslau

Nach dem Tode des Bischofs Andreas von Jerin wählte das Breslauer Domkapitel 1596 Bonaventura Hahn als dessen Nachfolger, obwohl Kaiser Rudolf II. Paul Albert von Radolfzell vorgeschlagen hatte. Daraufhin erklärte der Kaiser die Wahl für ungültig. 1599 musste Bonaventura zurücktreten, und der kaiserliche Kandidat Paul Albert wurde am 5. Mai des Jahres zu seinem Nachfolger gewählt. Papst Clemens VIII. bestätigte Paul Alberts Wahl am 19. Mai 1599.

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Vorgänger Amt Nachfolger
Andreas von Jerin Bischof von Breslau
1596–1599
Paul Albert von Radolfzell

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