Bonemilch

Johannes Bonemilch (* um 1434 in Laasphe; † 17. Oktober 1510 in Erfurt) war Weihbischof im Erzbistum Mainz mit Sitz in Erfurt.

Erfurter Dom (links) und Severikirche

Bonemilch immatrikulierte sich nach 10-jähriger Tätigkeit als Pfarrer in Eckelshausen zu Michaelis 1462 an der Universität Erfurt. Hier erlangte er 1469 den Grad eines Magister artium und wandte sich anschließend dem Studium der Theologie zu.

Nach seinem Studium wurde er Pleban an der Michaeliskirche, deren Dreifaltigkeitskapelle (Laasphekapelle) er um 1500 stiftete. Außerdem erhielt er ein Kanonikat am Marienstift und wurde 1498 Titularbischof von Sidon.

Im Wintersemester 1478/1479 war er Dekan der artistischen Fakultät. 1482 wurde er Professor der Philosophie, 1487 promovierte er zum Dr. theol. Er wurde dreimal zum Rektor der Erfurter Universität gewählt. Von 1498 bis 1508 war er der 19. Weihbischof Erfurts (in partibus Hassiae et Thuringiae).

Dem jungen Helius Eobanus Hessus verhalf er 1507 zu der Stellung eines Rektors der Stiftsschule zu St. Severi. Im gleichen Jahr erteilte er Martin Luther vermutlich am Karsamstag, dem 3. April, im Erfurter Dom die Priesterweihe.

Zahlreiche Weihen von ihm sind überliefert, so die Weihe der Gloriosa, der Kapelle Salvatoris im Kartäuserkloster und des Chors der Klosterkirche Kapellendorf. Nach der Weihe eines Altars im Krankenhaus der Brüder vom gemeinsamen Leben (Kugelherren) in Marburg reiste er so überhastet ab, dass man keine Urkunde ausstellte und daher nicht wusste, wem der Altar geweiht war. Bonemilchs Nachfolger Paul Huthenne holte dies auf Bitte der Kugelherren am 11. Oktober 1514 nach.

Als Bonemilch im Oktober 1510 starb, hatte die Universität den Verlust ihres beliebten mehrfachen Dekans und Rektors, hochangesehenen Weihbischofs, Theologieprofessors, Kanonikus, Generalrichters und Pfarrers an St. Michael zu beklagen und trauerte aufrichtig. Bonemilch wurde im Erfurter Dom beigesetzt, wo sein Grabmal noch heute vorhanden ist. Ihm zu Ehren heißt eine kleine Straße in Erfurt Bonemilchstraße.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Johann Bonemilch — Johannes Bonemilch (* um 1434 in Laasphe; † 17. Oktober 1510 in Erfurt) war Weihbischof im Erzbistum Mainz mit Sitz in Erfurt. Erfurter Dom (links) und Severikirche Bonemilch immatrikulierte sich nach 10 jähriger Tätigkeit als Pfarrer in… …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Bonemilch von Laasphe — Johannes Bonemilch (* um 1434 in Laasphe; † 17. Oktober 1510 in Erfurt) war Weihbischof im Erzbistum Mainz mit Sitz in Erfurt. Erfurter Dom (links) und Severikirche Bonemilch immatrikulierte sich nach 10 jähriger Tätigkeit als Pfarrer in… …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Bonemilch von Lasphe — Johannes Bonemilch (* um 1434 in Laasphe; † 17. Oktober 1510 in Erfurt) war Weihbischof im Erzbistum Mainz mit Sitz in Erfurt. Erfurter Dom (links) und Severikirche Bonemilch immatrikulierte sich nach 10 jähriger Tätigkeit als Pfarrer in… …   Deutsch Wikipedia

  • Johannes Bonemilch — (* um 1434 in Laasphe; † 17. Oktober 1510 in Erfurt) war Weihbischof im Erzbistum Mainz mit Sitz in Erfurt. Erfurter Dom (links) und Severikirche Bonemilch immatrikulierte sich nach 10 jähriger Tätigkeit als Pfarrer in Eckelshausen zu Michaelis… …   Deutsch Wikipedia

  • Fraterherren — Georgius Macropedius in der Tracht der Brüder vom gemeinsamen Leben Die Brüder vom gemeinsamen Leben, ursprünglich niederl.: Broeders des gemeenen levens werden im Deutschen auch Fraterherren (von lat. frater = Bruder) genannt. Regional… …   Deutsch Wikipedia

  • Kugelherren — Georgius Macropedius in der Tracht der Brüder vom gemeinsamen Leben Die Brüder vom gemeinsamen Leben, ursprünglich niederl.: Broeders des gemeenen levens werden im Deutschen auch Fraterherren (von lat. frater = Bruder) genannt. Regional… …   Deutsch Wikipedia

  • Laaspe — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Laasphe — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Bom–Boq — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Marburg (Lahn) — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”