Bootshaus im Leopoldshafen (Dessau)
Das Bootshaus

Beim Bootshaus im Leopoldshafen handelt es sich um eine Bootshalle mit Spitzbogendach. Die beim Bau verwendete Stahllamellenkonstruktion wurde von der Firma Junkers-Stahlbau um 1920 entwickelt und 1928 patentiert. Mit dieser Konstruktion, die auch im Flugzeugtragflächenbau verwendet wurde, konnten große Hallen überspannt werden.

Das Gebäude wurde im Mai 1930 auf der Landzunge am Leopoldshafen errichtet. Die Lamellenkonstruktion wurde im Junkers-Kaloriferwerk vorgefertigt. Die Montage bewältigten ein Monteur und drei Lehrlinge in nur vierzehn Tagen.

Hochwassergeschützt steht die Tragwerkskonstruktion auf Betonpfählen, sie hat einen fast quadratischen Grundriss und ist mit einer Holzschalung versehen. Die Dachhaut bildeten ursprünglich wahrscheinlich die gewellten Junkers-Spezialplatten aus Leichtmetall. In der unteren Ebene des Gebäudes befinden sich in Regalen etwa 80 Paddelboote jeglicher Art. Die obere Ebene beherbergt den Klubraum und Umkleidemöglichkeiten mit Spinden. Ein Teil der Spinde stammt noch aus der Junkerszeit. Diese sind mit Türen aus gewelltem Blech versehen.

Wer das Bootshaus finanziert hat, ist unbekannt. Es liegt jedoch nahe, dass es die Junkers-Werke waren, da der Paddelverein eine Art Betriebssportgemeinschaft war.

In den letzten Kriegstagen 1945 wurde das Bootshaus beschädigt, konnte jedoch nach der Reparatur bald wieder verwendet werden. Heute wird das Bootshaus von der Junkers-Paddelgemeinschaft Dessau genutzt.

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