Boragk
Kirchhof in Boragk

Boragk ist ein Gemeindeteil des Mühlberger Stadtteils Altenau.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Boragk liegt etwa 3 Kilometer südöstlich des Stadtkerngebietes und bildet den nördlichen Teil des heutigen Altenau.

Geschichte

Ersterwähnung und Namensdeutung

Boragk wurde 1251 erstmals als Borc in einer Urkunde erwähnt. Der Name kommt von dem altsorbischem bor (Kiefernwald). Erst etwa 1443 taucht der Name Boragk in dieser Form auf, was dan mit dem sorbischem borak (großer Kiefernwald) erklärt werden kann.[1]

Ortsgeschichte

Boragk in einer Cabinetskarte um 1762 von Isaak Jacob von Petri

1251 hatte das Dorf Zins an das Kloster Nimbschen zu zahlen. Schon 1345 gab es eine Kirche im Ort, in welche die Gemeinden aus Altenau, Wendisch-Borschütz, und später auch Fichtenberg, Burxdorf und Langenrieth eingepfarrt waren.[2] 1423 überläßt das Kloster Nimbschen dem Mühlberger Kloster die Zinzeinnahmen. Um 1550 gab es in Boragk 31 Hufen und 12 besessene Männer. 1637 wurde der Ort von schwedischen Truppen bis auf die Kirche zerstört.[3]

1816 gab es 123 Einwohner, 1925 gab es noch 147 Einwohner und 1933 nur noch 104 Einwohner in Boragk.[4]

Am 1. April 1939 wurde das Dorf Boragk mit Altenau eingemeindet.

Verwaltungszugehörigkeit

Boragk gehörte bis 1806 zum kurfürstlichen, dann zum königlich sächsischem Amt Mühlberg und wurde 1816 Teil des Landkreises Liebenwerda. Ab 1952 gehörte der Ort zum Kreis Bad Liebenwerda, welcher dann 1993 im Landkreis Elbe-Elster aufging.

Weblinks

 Commons: Boragk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Emilia Crome: „Die Ortsnamen des Kreises Bad Liebenwerda“, Akademie-Verlag Berlin, 1968
  2. Heimatkunde für den Kreis Liebenwerda“ O. Bornschein, O.F. Gandert, Verlag C. Ziehlke, 1929
  3. Heinrich Nebelsieck: „Geschichten der Territorien und Kreise der Provinz Sachsen“, Band 1: „Geschichte des Kreises Liebenwerda
  4. Der Landkreis Liebenwerda auf www.verwaltungsgeschichte.de. Abgerufen am 17. April 2009.
51.4225213.263502

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