Borghorst
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Steinfurt
Steinfurt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Steinfurt hervorgehoben
52.14757.344166666666765Koordinaten: 52° 9′ N, 7° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt
Höhe: 65 m ü. NN
Fläche: 111,42 km²
Einwohner: 34.450 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 309 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48565
Vorwahlen: 02551 (Burgsteinfurt), 02552 (Borghorst)
Kfz-Kennzeichen: ST
Gemeindeschlüssel: 05 5 66 084
Adresse der Stadtverwaltung: Emsdettener Str. 40
48565 Steinfurt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Andreas Hoge (CDU)
Lage der Stadt Steinfurt im Kreis Steinfurt
Nordrhein-Westfalen Kreis Borken Kreis Coesfeld Münster Kreis Warendorf Niedersachsen Greven Saerbeck Lienen Lengerich Laer Altenberge Horstmar Nordwalde Ladbergen Metelen Hörstel Westerkappeln Ibbenbüren Steinfurt Wettringen Neuenkirchen Mettingen Lotte Hopsten Ochtrup Rheine Recke Tecklenburg EmsdettenKarte
Über dieses Bild

Steinfurt ist Kreisstadt des Kreises Steinfurt in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Regierungsbezirk Münster. Im Zuge der kommunalen Neugliederung sind die ehemals eigenständigen Städte Borghorst und Burgsteinfurt am 1. Januar 1975 zur Stadt Steinfurt zusammengelegt worden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt Steinfurt liegt am Münsterländer Kiessandzug nordwestlich von Münster, Westfalen.

Nachbargemeinden

Steinfurt grenzt an Ochtrup, Wettringen, Neuenkirchen, Emsdetten, Nordwalde, Altenberge, Laer, Rheine, Horstmar und Metelen.

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus den beiden Ortsteilen Borghorst und Burgsteinfurt mit jeweils drei Bauerschaften

  • Borghorst
    • Dumte
    • Wilmsberg
    • Ostendorf
  • Burgsteinfurt
    • Hollich
    • Sellen
    • Veltrup

Geschichte

Borghorst

Das Borghorster Gebiet war schon im 8. Jahrhundert besiedelt, das belegen Baumsargfunde in der Nähe der Pfarrkirche. Die Grafen, welche hier wohnten, führten urkundlich den Namen: „Grafen von Borchorst“ oder „Edle von Borchorst“.

Der Ort wird am 23. Oktober 968 erstmals in einer Urkunde erwähnt. In dieser Urkunde wird der Gräfin Bertha und ihrer Tochter Hathewig von Kaiser Otto I. gestattet, ihre befestigte Burg in eine klösterliche Lebensgemeinschaft (Kanonissen), das spätere, freiweltlich-adelige Damenstift Borghorst, umzuwandeln. Auch der Bau der ersten Kirche wird durch drei Kaiserurkunden bestätigt. Es sind dies die Urkunden der sächsischen Kaiser Otto I., Otto II. und Otto III. aus den Jahren 968, 974 und 989. Im Jahre 1811 wurde das Stift, nach 843 Jahren, aufgehoben.

Der kostbarste noch heute existierende Gegenstand aus der Stiftszeit ist das fast 1000 Jahre alte Stiftskreuz, ein Reliquienkreuz aus goldumkleidetem, mit echten Bergkristallen geschmücktem Eichenholz. Auf der Vorderseite des Kreuzes ist ein Kaiser Heinrich als Stifter bezeichnet, bei dem es sich vermutlich um Heinrich III. handelt. Das ikonographische Programm der Vorderseite, auf der die Essener Stadtheiligen Cosmas und Damian wie auch Petrus und Paulus in derselben Anordnung wie beim Essener Theophanu-Evangeliar abgebildet sind, verweist darauf, dass das Stift Borgholt als Tochtergründung des Stifts Essen entstand.

Die ehemalige Borghorster Stiftskirche, kurz vor dem Abbruch 1885

Im Jahr 1885 wird begonnen, die alte Stiftskirche abzubrechen. Sie weicht einer neuen, viel größeren Kirche. Die Bauzeit dieser neuen Kirche beträgt vier Jahre. Der in Köln geborene Hilger Hertel der Ältere (geb. 1831, gest. 1890) ist der Architekt dieses Neubaus. Er stammt aus der Kölner Dombauhütte. Der Kirchenraum hat eine Gesamtlänge von 66 m, ist 26 m breit und 21 m hoch. Die Turmhöhe der Kirche beträgt 99 m und sie ist eine der größten Hallenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Während der Bauzeit ereignen sich drei tragische Unfälle, bei dem ein Bauarbeiter schwer und zwei tödlich verletzt werden.

Die Aufgeschlossenheit für alles Neue und Zweckmäßige verdankt Borghorst die fast stürmische Entwicklung, die nach dem Krieg 1870/71 mit der verkehrstechnischen Erschließung und fortschreitenden Industrialisierung des Landes einsetzt. Vorrangig steht hier die Entwicklung der Textilindustrie, die mit den Namen Arnold Kock, Lanvers & Brinkhaus, Brinkhaus & Wieschebrink, Anton Wattendorff u.a. verbunden ist.

Im Borghorster Bereich haben vorher, neben Ackerbau, Generationen die Hausweberei betrieben. Ein großer Teil der Erzeugnisse ist nach Holland, Spanien und England, sogar bis in deren fernste Kolonie verkauft worden.

Eine Vielzahl von Webereien, Spinnereien, Veredlungsbetrieben, Nähereien und Strickereien entstehen am Ort. Um 1950 laufen im Stadtgebiet rund 100.000 Spindeln und 2.600 Webstühle. Von der damals blühenden Textilindustrie ist nichts geblieben. Nur vereinzelte Betriebe sind noch im Textilbereich tätig. Viele ehemalige namhafte Betriebe sind dem Erdboden gleich gemacht worden, stehen leer oder werden anderweitig genutzt.

Im Ortskern, unmittelbar an die Fußgängerzone, schließt das neue BWS-Zentrum an. Der unter Industriedenkmalschutz stehende Schornstein (einer von zwei Schornsteinen mit stählender Löschwassertank) der ehemaligen Borghorster Warps Spinnerei (BWS) blieb bei Errichtung des Einkaufszentrum als Denkmal an die Epoche der Textilindustrie in Borghorst bestehen.

Holländische Befreiungskriege und Plünderungskriege der Spanier

In der Zeit von 1578-1603 hat das Borghorster Damenstift schwer unter den wilden Kriegshorden zu leiden. Ein Bruder oder naher Verwandter der zu dieser Zeit amtierenden Äbtissin Anna von Daun-Falkenstein durchzieht 1590 verwüstend das Hochstift Münster. Graf von Falkenstein-Oberstein quartiert sich mit Graf von Hollach in Metelen und Borghorst ein. Die damalige Pröbstin von Borghorst, Anna von Stricks, wird erbärmlich ermordet. In einer Urkunde aus dem Schlossarchiv in Burgsteinfurt wird berichtet, dass über 100 spanische Reiter in die Grafschaft Steinfurt, besonders in das Kirchspiel und Dorf Borghorst, feindlich, bewaffnet und unerwartet eingefallen sind. Unglaubliche Verwüstungen finden statt, alles Brauchbare und Wertvolle nehmen sie mit. 250 Pferde und Stück Vieh nimmt man der Bevölkerung.

Zweiter Weltkrieg

In den Jahren 1939 bis 1945 finden zahlreiche Bombardierungen im Stadtgebiet statt. Borghorst ergibt sich am 31. März 1945 kampflos den einrückenden britischen Truppen.

Burgsteinfurt

Der Erbauer des Schloss Burgsteinfurt (Wasserburg) ist der Edle Rudolf II. von Stenvorde. Er wird im Jahr 1155 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Seine Vorfahren und er selbst bewohnen den alten sächsischen Haupthof Stenvorde an der Aa. 1164 wird dieser Hof durch kriegerische Ereignisse zerstört. Die Edelherren von Steinfurt erweiterten ihren Besitz zur Herrschaft, später Grafschaft Steinfurt.

Nach Erlöschen des Geschlechts der Edlen von Steinfurt im Jahr 1421, verfällt die Burg, da die Erben, die Grafen von Bentheim, eigene Schlösser bewohnen. Der Sohn der Gräfin Walburg von Brederode, Arnold, setzt diese Burg 1558 wieder instand.

1558 gründet Graf Arnold III. zu Bentheim und Steinfurt das Gymnasium Arnoldinum. Diese Schule stand als Universität einst, auch in Holland, in hohem Ansehen.

1591 bis 1593 lässt Arnold IV. die Hohe Schule bauen.

Im Dreißigjährigen Krieg erleiden die Gebäude erhebliche Beschädigungen. Erst ab 1706 wird das Schloss wieder hergerichtet.

Burgsteinfurt war bis 1974 Kreisstadt des Kreises Steinfurt (Kfz-Kennzeichen BF).

Dreißigjähriger Krieg

Das Gebiet der Stadt wird wiederholt von den kriegsführenden Parteien heimgesucht. Um 1623 findet in der Nähe von Burgsteinfurt ein Gefecht zwischen Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Vorhut von Tillys Heerscharen statt.

1634 wird die Stadt und das Schloss von Truppen des Fürstbischofs von Münster besetzt, später folgen die Hessen. Um 1647 wird die Stadt von den Kaiserlichen eingenommen.

Burgsteinfurts Bürger leiden in dieser Zeit schwer durch Pest und Hungersnot. Viele von ihnen fliehen nach Holland. Am Ende des Krieges sind rund 320 Häuser verwüstet. Nach Angaben sollen nur 50 zum Teil verarmte Menschen in der Stadt übrig geblieben sein.

Nach Frieden 1648 gibt es nur ein kurzes Durchatmen, denn 1660 ließ der damalige Bischof Christoph Bernhard von Galen die Stadt widerrechtlich besetzen. Rund 60 Jahre unterhält die Stadt nun eine Garnison, unter deren Abgaben sie leiden muss. 1720 zieht die Garnison ab.

Zweiter Weltkrieg

Das Burgsteinfurter Gebiet wird von 1939 bis 1945 zahlreich von Bomben getroffen. Die evangelische Kirche wurde von Bomben zerstört und nachher wieder aufgebaut.

Einwohnerentwicklung

Borghorst

  • Um 1810 hat Borghorst 347 Wohnhäuser und rund 2.181 Einwohner.
  • Im Jahre 1820 sind es schon 2.530 Einwohner, darunter 2.498 Katholiken, 6 Protestanten und 26 Juden.
  • 1910 sind 8.572 Einwohner in Borghorst registriert
  • 1951 leben hier 14.650 Menschen, einschließlich der Bauerschaften.
  • Am 31. Dezember 2008 sind es 19.619 Borghorster.

Burgsteinfurt

  • 1793 zählt die Stadt 2200 Einwohner.
  • 1871 zählt die Stadt 3261 Einwohner.
  • 1925 sind für die Stadt Burgsteinfurt 1.593 Adressen im Adressbuch registriert, im Amt Steinfurt 345. Das Adressbuch der Stadt Burgsteinfurt und des Amtes Burgsteinfurt von 1925-1926 ist online abrufbar.
  • 1910 leben 5.708 Einwohner in Burgsteinfurt.
  • Im Jahre 1951 leben in Burgsteinfurt (einschließlich der Bauerschaften) 11.798 Einwohner.
  • Am 31. Dezember 2004 sind es 14.883 Einwohner.

Alte Schreibweisen / Namenkunde

  • Borghorst

Burhurst, Bornhorst, Burchorst, Burchurst, Borchorsth, Borchorst, Borghorst

Das Wort Burchurst ist ein zusammengesetztes und besteht aus Burc und hurst. "Burc" = Burg, bezeichnet ein befestigtes Schloß (castrum) "hurst" oder "horst" = Wald

→ "Die Burg im Wald"

  • Dumte

Dume, Dumethe (1283), Dummete (1439), Dumete (1090)

Dumme, zu westfälisch dummerig, feucht, dumpfig (von Land); hochdeutsch dumm, von feuchtem Salze, bei Luther, norwegisch-dialektisch dumma, Unklarheit der Luft, Nebeldecke.

  • Ostendorf

Der Name wird von einem Hof gleichen Namens (14. Jahrhundert) abgeleitet. "dat hues ton ostendorpe" Bauernschaft- und Hofname liegen im Osten von Borghorst.

  • Wilmsberg

Wilmesberghe, seit 1203 Wilmsberg

Der Name Wilmsberg stammt von einem alten Rittergeschlecht.

  • Burgsteinfurt

Stenvorde, Burgsteinfurt

→ "Burg an der steinernen Furt"

Religionen

Der Ortsteil Borghorst ist überwiegend römisch-katholisch.

Burgsteinfurt hingegen ist Sitz einer evangelischen Enklave im katholischen Münsterland. In den Grafschaften Bentheim-Steinfurt führt Graf Arnold II. 1544 die lutherische Lehre ein. Ab 1588 setzt sich ein allmählicher Wechsel von der lutherischen hin zur calvinistischen Richtung durch. Dieser ist etwa 1598 abgeschlossen.

Kirchengemeinden:

  • katholisch (Bistum Münster, Kreisdekanat Steinfurt, Dekanat Steinfurt)
    • Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes Nepomuk
    • Kath. Pfarrgemeinde St. Nikomedes (bestehend aus den Pfarrkirchen St. Nikomedes und St. Mariä Himmelfahrt, die im Sommer 2005 zu einer Gemeinde zusammengelegt wurden)

Politik

Bürgermeister

  • Andreas Hoge (CDU)
  • Heinz Hille (1. stellvertretender Bürgermeister / CDU)
  • Alfred Voges (2. stellvertretender Bürgermeister / SPD)

Städtepartnerschaften

Rechte

Borghorst erhält 1930 das Recht, ein Gemeindewappen zu führen. Das Stadtrecht erhält Borghorst am 21. Mai 1950. Burgsteinfurt erhält bereits 1347 das Stadtrecht.

Wappen

Das ehemalige Stadtwappen von Borghorst
Das ehemalige Stadtwappen von Burgsteinfurt

Im silbernen Schild zeigt das Borghorster Wappen neun blaue Rauten. Es ist das abgewandelte Wappen der Burgmänner von Borghorst zu Horstmar. Diese Burgmänner gehörten zu den Ministerialen oder Dienstmannen des Bischofs von Münster.

Das Wappen von Burgsteinfurt wurde dem Stadtsiegel aus dem Jahre 1635 entnommen. Ein roter Torbau, auf goldenem Grund. Die Darstellungen der Türme symbolisieren die beiden Türme der Hohen Schule und den Turm des Rathauses, aus dem Jahr 1561.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Heimatpflege

Nicht nur die plattdeutsche Sprache wird im gesamten Steinfurter Bereich gepflegt, auch das Schützenwesen ist eine alte Tradition der Steinfurter. In beeindruckender Weise arbeiten die Heimatvereine der beiden Ortsteile die Heimatgeschichte auf. So werden auch denkmalgeschützte Häuser gepflegt.

Das Domizil des Borghorster Heimatvereins ist das ehemalige Borghorster Rathaus, in dem auch das örtliche Heimatmuseum untergebracht ist. Der Burgsteinfurter Heimatverein hat seinen Sitz in der Niedermühle, an der Aa.

Bauwerke

Borghorst

  • St.-Nikomedes-Pfarrkirche
  • Stiftskammer St. Nikomedes
  • Heimatmuseum im alten Rathaus
  • Aloysiuskapelle
  • Ackerbürgerhaus Buckshook (ältestes erhaltenes Wohnhaus aus dem Jahre 1657)

Burgsteinfurt

Schloss Burgsteinfurt.

Reizvoller Stadtkern mit Schloss, das von der Familie des Fürsten zu Bentheim-Steinfurt bewohnt wird. Besonders sehenswert ist die weitläufige Parkanlage Bagno. Im Rahmen der Regionale 2004 sind das Bagno und die dort befindliche, freistehende Konzertgalerie saniert worden.

  • Schloss Burgsteinfurt (Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert)
  • Die Bagno Konzertgalerie (der älteste freistehende Konzertsaal in Europa)
  • Hohe Schule (erste reformierte Hochschule in Westfalen, heute u. a. Sitz der Volkshochschule)
  • Altes Rathaus
  • Marktplatz
  • Schlossmühle

Parks

Die im Jahr 2003 wieder hergestellte „Große Allee“ im Steinfurter Bagno, mit Blick auf das Schloss.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Steinfurt-Marathon (im März)
  • Schweinemarkt
  • Brunnenfest
  • Marktschreierwochenende
  • Kirmes in den Ortsteilen
  • Schützenfeste
  • Karnevalsumzug in Borghorst
  • Kinder-Karnevalsumzug in Burgsteinfurt
  • Emmausgang der "Schütten tho Borchorst" (am Ostersonntag)
  • Oldie-Night
  • Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Die Autobahnen A 1 und A 31 sind von Steinfurt über die B 54 erreichbar. Im Stadtgebiet befindet sich des Weiteren die B 499 sowie folgende sechs Landesstraßen: Landesstraße 510 (Gronau–Burgsteinfurt–Borghorst–Münster), Landesstraße 559 (Burgsteinfurt–Nordwalde), Landesstraße 567 (Burgsteinfurt–Wettringen), Landesstraße 578 (Burgsteinfurt–Rheine-Elte), Landesstraße 580 (Burgsteinfurt–Dülmen) und Landesstraße 590 (Borghorst–Hörstel-Riesenbeck).

Eisenbahnverkehr

Die Bahnhöfe Steinfurt-Burgsteinfurt, Steinfurt-Borghorst und Steinfurt-Grottenkamp werden im Stundentakt von der Regionalbahn 64Euregio-BahnMünster HbfGronauEnschede (NL) bedient.

Busverkehr

Regionalbusse fahren im regelmäßigen Taktverkehr in die umliegenden Städte.

Flugverkehr

In etwa 25 km Entfernung befindet sich der Flughafen Münster/Osnabrück. In Borghorst-Füchten gibt es einen Segelflugplatz.

Wasserstraßen

Der Dortmund-Ems-Kanal befindet sich rund 25 km von Steinfurt entfernt.

Öffentliche Einrichtungen

  • Amtsgericht Steinfurt
  • Agentur für Arbeit Rheine, Geschäftsstelle Steinfurt
  • Stadtwerke Steinfurt
  • Bäderbetrieb der Stadt Steinfurt
  • Finanzamt Steinfurt
  • Kreisverwaltung
  • Kreispolizeibehörde
  • Feuerwehr mit Rettungswachen und Feuerwehrhäusern in beiden Ortsteilen
  • Forstamt Steinfurt

Bildung & Pädagogik

  • 18 Kindergärten
  • 8 Grundschulen
  • 2 Hauptschulen: Nikomedeshauptschule und Schule am Bagno
  • 2 Realschulen: Realschule am Buchenberg und Städtische Realschule Burgsteinfurt
  • 2 Gymnasien: Gymnasium Arnoldinum und Gymnasium Borghorst
  • 2 Förderschulen: St. Elisabeth-Schule und Erich-Kästner-Schule
  • 2 Berufskollegs: Technische Schulen des Kreises Steinfurt und Wirtschaftsschulen Steinfurt
  • 1 Abteilung der Fachhochschule Münster
  • 1 Musikschule
  • 1 Familienbildungsstätte
  • 1 Volkshochschule

Medien

In Steinfurt erscheinen Lokalausgaben der Tageszeitungen Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung (jeweils für Burgsteinfurt und Borghorst). Für die Stadt und den gesamten Kreis zuständig ist das Lokalradio Radio RST mit seiner Zentralredaktion in Rheine. Der WDR berichtet regional in seinen Fenstern auf WDR 2 und im WDR-Fernsehen. Radio Q ist der neueste Radiosender für Steinfurt und richtet sich vor allem an die Studierenden der FH. Die Hauptredaktion sitzt in Münster.

Sport

  • 14 Sporthallen
  • 1 Tennishalle
  • 1 Soccerhalle
  • 1 Golfplatz
  • 2 Reithallen und -anlagen
  • 1 Freibad
  • 1 Kombibad (Hallen- mit Freibad)
  • 2 Sportplätze

Industrie / Gewerbe

Die Kreisstadt Steinfurt wurde am 25. September 2008 als zehnte Stadt deutschlandweit zur 1a-Einkaufsstadt ernannt. Bürgermeister Hoge erhielt die Urkunde von Vertretern des Düsseldorfer Wirtschaftsdienstes markt intern überreicht.

  • Alte Münsterländer Kornbrennerei & Liqueurdestillerie Johann Heinrich Sallandt - 1739 in Burgsteinfurt gegründet (eine der ältesten Kornbrennereien im Münsterland)
  • Brauerei Rolinck - 1820 von Alexander Rolinck gegründet, wurde Anfang 2007 von der Krombacher Brauerei übernommen
  • Destillerie Dwersteg - 1882 von Ludwig Dwersteg gegründet
  • Frottierweberei Reygers
  • Textile Bänder Krass + Wissing
  • FAS Filter Anlagen
  • BHOGAL systems GmbH - Unternehmensgruppe mit Schwerpunkt Metallverarbeitung

Krankenhaus

Marienhospital - seit 1863
Abteilungen:

Allgemeine innere Medizin Angiologie Gastroenterologie
Diabetologie Gefäßchirurgie Handchirurgie
Visceralchirurgie Unfallchirurgie Wiederherstellungschirurgie
Anästhesiologie Frauenheilkunde Geburtshilfe
Psychotherapeutische Medizin Radiologie HNO
Brustzentrum Gefäßzentrum Magen-Darm-Zentrum

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Markus Bak (* 26. Juni 1970 in Borghorst), deutscher Musiker.
  • Alfred Bekker (* 27. September 1964 in Borghorst), deutscher Romanautor.
  • Heinz Baumkötter (* 7. Februar 1912 in Burgsteinfurt, † 2001), SS-Hauptsturmführer und KZ-Arzt in den Konzentrationslagern Mauthausen, Natzweiler-Struthof und Sachsenhausen.
  • Christoph Deichmann (* 1576 in Burgsteinfurt, † 1648 in Hamburg), deutscher Jurist und Diplomat.
  • Bertram Engel (eigentlich Bertram Passmann, * 27. November 1957 in Burgsteinfurt), deutscher Schlagzeuger.
  • Mikael Forssell (* 15. März 1981 in Burgsteinfurt), finnischer Fußballspieler.
  • Paul Gauselmann (* 26. August 1934 in Borghorst), Gründer und Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Unternehmensgruppe.
  • Reinhold Hemker (* 8. Oktober 1944 in Burgsteinfurt), deutscher Politiker (SPD).
  • Friedrich Hofmann, Erfinder des Ohrenspiegels (1841).
  • Stefan Jürgens (* 1968 in Borghorst), Pfarrer in Stadtlohn, St. Otger, Sprecher des "Wortes zum Sonntag" in der ARD.
  • Thomas Kemper (* 1957 in Borghorst), deutscher Maler.
  • Fritz Kiehn (* 15. Oktober 1885 in Burgsteinfurt; † 1. September 1980 in Schwenningen), Unternehmer und Lokalpolitiker.
  • Manfred Kock (* 14. September 1936 in Burgsteinfurt), deutscher evangelischer Theologe, von Ende 1997 bis 2003 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Tyra Misoux (* 3. Januar 1983 in Steinfurt), deutsche Pornodarstellerin.
  • Jutta Richter (* 30. September 1955 in Burgsteinfurt), deutsche Autorin von Kinder- und Jugendliteratur.
  • Franz Riehemann (* 26. Juli 1921 in Burgsteinfurt), deutscher Politiker (CDU)
  • Hans Riehemann (* 20. März 1888 in Burgsteinfurt), Landrat (CDU)
  • Mechthild Ross-Luttmann (* 13. April 1958 in Burgsteinfurt), deutsche Politikerin (CDU), Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit des Landes Niedersachsen.
  • Levin Ludwig Schücking (* 29. Mai 1878 in Steinfurt, † 12. Oktober 1964 in Farchant) war Anglist und Shakespeareforscher.
  • Klaus Uhlenbrock (* 1964 in Borghorst), deutscher Krimi-Autor.
  • Joseph Conrad Wattendorff (* 29. Januar 1818 in Borghorst), deutscher Textilunternehmer

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Einzelnachweise

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen

Literatur

  • Thomas Hoeren: Historischer Stadtführer Steinfurt
  • Alex Wobbe u. a.: Borghorst - meine Heimat , Heimatverein Borghorst
  • Willi Riegert: Heimat unter Bomben, Der Luftkrieg im Raum Steinfurt, Münster und Osnabrück 1939-1945, ISBN 3-89960-235-8
  • Borghorster Heimatbuch, Neuauflage, Heimatverein Borghorst
  • Stiftsrundgang Borghorst, ISBN 3-930779-24-2
  • Das freiweltlich-adelige Fräuleinsstift Borchorst, (nicht mehr erhältlich)
  • Eine Reise durch die Geschichte - 650 Jahre Stadtrechte 1347-1997, Heimatverein Burgsteinfurt, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, ISBN 3-89570-278-1, 584 Seiten, 18 cm x 28 cm
  • Hans-Jürgen Warnecke: Westfälischer Städteatlas, Band: VII, 2. Teilband, Stadtmappe Burgsteinfurt; Hrsg.: Heinz Stoob und Wilfried Ehbrecht, Dortmund-Altenbeken, 2002, ISBN 3-89115-151-9
  • Hildegard Strickling: Das Bagno in Steinfurt – Ein Gang durch den historischen Park zu seiner Blütezeit, Tecklenborg Verlag, ISBN 3-934427-44-8

Weblinks


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