ASK 14

Die ASK 14 war ein einsitziger Motorsegler mit fest eingebautem Motor der Firma Alexander Schleicher. Weil die verkaufbare Stückzahl nur sehr vorsichtig eingeschätzt werden durfte, mussten die Flügel eng verwandt mit denen der Ka 6 sein, also eine Profilierung aus der NACA-63-Serie aufweisen. Weil das durch den Motoreinbau bedingte höhere Rumpfgewicht bei unveränderter Spannweite zu höherer Biegebelastung des Flügelholmes geführt hätte, wurde die Spannweite von den bei der Ka 6 damals gebotenen 15 Metern (frühere Versionen hatten nur 14,4 m und die allererste gar nur 14,0 m) auf 14,30 Meter zurückgenommen. Trotz der dadurch zwangsläufig reduzierten Streckung sank die bestmögliche Gleitzahl von der bei der Ka 6 CR bekannten guten 30 nur auf knapp 28, wobei wohl die erhöhte Flächenbelastung half.

Die Motorverkleidung mit je einer halbtropfenförmigen Ausbeulung aus dem sonstigen Rumpfstrak aus der rechten und linken Seite war offenbar aerodynamisch gut gelungen, was zusammen mit dem auf Segelstellung zu bringenden Propeller den grundsätzlichen Nachteil nicht einziehbarer Motoren für den Segelbetrieb ins Erträgliche eingrenzte.

Im Vergleich zu modernen Konstruktionen saß der Pilot dieses als Tiefdecker ausgeführten Flugzeuges weiter hinten, nämlich etwa auf der Flügelnase. Die halbtropfenförmig aufgesetzte Haube ergab eine gute Sicht auch nach hinten und scheint in den späteren Libelle-Typen des anderen Herstellers Glasflügel wieder aufgegriffen worden zu sein.

Aufgrund der Eckdaten der Konstruktion ist davon auszugehen, dass die ASK 14 mit ihren Polaren trotz der praktisch übereinstimmenden Gleitzahl nicht mit der Ka 8 zusammen harmonisch im Verband geflogen werden konnte, vielmehr schneller sein konnte und musste. Neben ihrer Einsitzigkeit und der dadurch nur begrenzten Tauglichkeit im Schulungsbetrieb könnte dies der Grund dafür sein, dass diese Konstruktion keine weite Verbreitung fand.

Die ASK 14 war vermutlich die vorletzte einsitzige Motorseglerkonstruktion der Holzbauära; danach kam noch die motorisierte Version der Sf 27, welche bereits einen der heute üblichen Platzierung entsprechenden einziehbaren Motor hinter dem Flügelholm besaß.


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