Boris Papandoopulo
Boris Papandopulo

Boris Papandopulo (* 25. Februar 1906 in Bad Honnef; † 16. Oktober 1991 in Zagreb) war ein jugoslawischer Komponist und Dirigent.

Leben

Boris Papandopulo begann seine musikalische Karriere als Chorleiter und Dirigent in Split, Rijeka, Sarajevo und Zagreb. Seine über 200 Kompositionen umfassen Bühnen- und Orchesterwerke, Kammermusik und Werke für Soloinstrumente. Papandopulo verbindet Elemente der Volksmusik mit Zwölftonmusik und hoher Anforderung an Virtuosität.

Boris Papandopulo nimmt in der Musikgeschichte des ehemaligen Jugoslawiens einen ganz besonderen Platz ein. Als Sohn Konstantin Papandopulos, eines Barons griechischer Herkunft (dessen Vater der russische Zar Alexander als Belohnung für das Ersticken von Aufständen im Kaukasus als Erbgut eine ganze Stadt geschenkt hat: Stawropol) und der großen Sängerin Maja Strozzi wuchs er in Zagreb auf, absolvierte dort seine Schulausbildung und verbrachte beinahe sein ganzes Leben ausschließlich in Jugoslawien. Nach Musikstudien bei Franjo Dugan und dem berühmten Musikpädagogen und Komponisten Blagoje Bersa, bei welchem er Unterricht in Komposition genoss, ließ sich Papandopulo in Wien am Neuen Wiener Konservatorium in der Meisterklasse von Dirk Fock zum Dirigenten ausbilden. Nach seinem Tod wurde er auf dem Mirogoj-Friedhof in Zagreb beigesetzt.

Werk

In seinen Kompositionen verschmolz er nicht selten Einflüsse von Jazz und Folklore-Idiomen mit Neo-Stilistischem aus dem 20. Jahrhundert wie der Dodekaphonie und scheute auch nicht vor Ausflügen in das Reich der Trivialmusik und des Schlagers zurück.


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