Boris von Bodisco

Boris von Bodisco (* 8. August 1897 in Tallinn; † 26. September 1973 in Lindenberg i. Allgäu) war ein deutscher Architekt und Maler.

Leben und Werk

Boris von Bodisco erbaute unter anderem 1940 das „Heim der Hitlerjugend“ in Berlin-Frohnau. Ebenfalls für die Hitlerjugend erbaute er 1944 das Haus der Jugend in Berlin-Reinickendorf, das heute unter Denkmalschutz steht.[1] In der NS-Zeit war er Mitglied der Reichskunstkammer in Berlin.[2]

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs baute er in Stadt und Kreis Lindau zusammen mit Walther Schmidt Landschulen aus Fertigbauelementen.[3] Ebenfalls mit Walther Schmidt erbaute er die Internationale Spielbank Lindau als Provisorium in Holzbauweise, das jedoch für 40 Jahre vorhielt – 1997–2000 wurde ein Neubau errichtet. 1956 gründete Bodisco zusammen mit dem Bildhauer Berthold Müller-Oerlinghausen (1893–1979) die „Gesellschaft der Kunstfreunde Lindau“, wo er auch ausstellte.

Er war mit Gerda von Bodisco (* 24. April 1913) verheiratet, die ebenfalls Mitglied in der Berliner Reichskunstkammer war.[4]

Einzelnachweise

  1. Haus der Jugend in Berlin-Reinickendorf in der Landesdenkmalliste Berlin.
  2. Findbuch der Reichskammer der bildenden Künste, Abschnitt 06, Personenakten von Mitgliedern, S. 242. In: Landesarvhiv Berlin.
  3. "Bauen und Wohnen" Nr. 11/1950.
  4. Findbuch der Reichskammer der bildenden Künste, Abschnitt 06, Personenakten von Mitgliedern, S. 609. In: Landesarvhiv Berlin.

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