Borken (Westfalen)


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Borken
Borken
Deutschlandkarte, Position der Stadt Borken hervorgehoben
51.8438888888896.858333333333350Koordinaten: 51° 51′ N, 6° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Borken
Höhe: 50 m ü. NN
Fläche: 152,6 km²
Einwohner: 41.207 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 46325
Vorwahl: 02861
Kfz-Kennzeichen: BOR
Gemeindeschlüssel: 05 5 54 012
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Im Piepershagen 17
46325 Borken
Webpräsenz:
Bürgermeister: Rolf Lührmann
Lage der Stadt Borken im Kreis Borken
Kreis Borken Nordrhein-Westfalen Kreis Kleve Kreis Wesel Kreis Coesfeld Kreis Coesfeld Niedersachsen Kreis Steinfurt Niederlande Raesfeld Heiden Rhede Bocholt Borken Reken Velen Stadtlohn Heek Ahaus Gescher Legden Schöppingen Gronau Vreden Südlohn IsselburgKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Borken liegt im westlichen Münsterland im Nordwesten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Borken im Regierungsbezirk Münster. Die Stadt ist Sitz des Kreises Borken.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt, die direkt am Nordwestrand des Naturparks Hohe Mark und westlich der "Berge" liegt, wird von der Borkener und Bocholter Aa durchflossen.

Nachbargemeinden

Stadtgliederung

Borken besteht aus den Stadtteilen Borken, Borkenwirthe/Burlo, Gemen, Grütlohn, Gemenwirthe, Gemenkrückling, Hoxfeld, Hovesath, Marbeck, Rhedebrügge, Weseke und Westenborken.

Geschichte

Das Wasserschloss Gemen im gleichnamigen Stadtteil von Borken

Bereits um 800 n.Chr. wurde die damalige Hofansammlung "Burg" oder "Burk" von Karl dem Großen als Lager auf seinen Reisen genutzt. Der Name stammt auch aus dieser Zeit und ist eine Entwicklung über Burke, Burken zu Borken. Im Jahre 1226 erfolgte die urkundliche Verleihung der Stadtrechte durch Bischof Dietrich II. von Isenburg (auch Fürstbischof Dietrich III. von Münster). Die Stadtbefestigung aus Stadtmauern und Türmen wird erstmalig 1391 erwähnt. Von 1803 bis 1810 gehörte Borken zum Fürstentum Salm, ab 1810 zum französischen Kaiserreich. 1815 wird Borken dann preußisch und kommt zur Provinz Westfalen. Gleichzeitig wird Borken Verwaltungssitz des neugebildeten Kreises Borken. Zwischen 1880-1905 erfolgt der Anschluss an das Eisenbahnnetz (1880 Linie Wanne-Borken-Winterswijk, 1901 Empel-Bocholt-Borken und Borken-Burgsteinfurt, 1905 Borken-Coesfeld-Münster). Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wird der historische Stadtkern Borkens weitgehend zerstört. Im Zuge der kommunalen Neugliederung erfolgt 1969 die Eingemeindung der Stadt Gemen und weiterer Gemeinden der Umgebung. Zwischen 1975 und 1978 kommt es zur Sanierung und Neugestaltung der südlichen Altstadt. Hierbei werden die letzten Reste der historischen Bebauung, die den Zweiten Weltkrieg überdauerten, abgebrochen. Im Jahre 2001 feierte Borken sein 775jähriges Bestehen.

Die folgenden Abschnitte bestehen hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.

Sehenswürdigkeiten

Diebesturm, Rest der Stadtbefestigung
  • Propsteikirche St. Remigius (um 1160)
  • Die 5 Borkener Stadttürme (Reste der alten Stadtbefestigung)
  • Johanneskirche (um 1700, barocke Ausstattung)
  • ehem. Heiliggeist-Kirche (Backsteingotik, heute Stadtmuseum)
  • "Isernes Krüs" (Sühnekreuz, um 1900)
  • Wasserschloss Gemen
  • Gemener Freiheit
  • Marienkirche (Barockkirche in Gemen, 1719)
  • Johanneskirche (Gemen, 1703)
  • Provinzialhaus der Schönstätter Marienschwestern ( Schönstatt-Au) in Gemen
  • Heimathaus und Apothekergarten in Weseke
  • Haus Döring, barockes zweigeschossiges Herrenhaus von 1727
  • Haus Pröbsting, Herrenhaus mit dreiflügeliger Vorburg, als Wasserburg angelegt. Heute beherbergt die Anlage eine Privatklinik
  • Kloster Mariengarden in Burlo
  • Burloer-Vardingholter Venn
  • Kirche Hl. Kreuz Borkenwirthe (1949, Backsteinbau, unter Denkmalschutz seit 2006)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Empfangsgebäude des Bahnhofs

Eisenbahnverkehr

Der Bahnhof Borken (Westf) ist derzeitiger Endpunkt der Bahnstrecke Winterswijk–Gelsenkirchen-Bismarck. Er wird im Stundentakt vom Regional-Express RE 14 „Der Borkener“ bedient.

Straßenverkehr

Borken ist über die A 31 und die Bundesstraßen B 70 und die B 67 an das überregionale Straßennetz angebunden.

Luftverkehr

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Münster-Osnabrück und Düsseldorf. Borken selbst besitzt einen kleinen Flugplatz.

Zentren

Die Borkener Innenstadt beherbergt zwei große Einkaufszentren, zum einen das Kuhm-Center, zum anderen den Vennehof. Daneben finden sich aber auch viele kleine Läden.

Bildung

Berufsbildende Schulen

  • Berufskolleg Borken

Allgemeinbildende Schulen

Wirtschaftsgymnasien:

  • Berufskolleg Borken - Wirtschafts- und Technikgymnasium, Borken

Gymnasien:

Realschulen:

  • Nünning-Realschule (Gemen)
  • Schönstätter Marienschule
  • Maria-Sibylla-Merian-Realschule (Weseke)
  • Abendrealschule

Hauptschulen:

  • Duesbergschule
  • Remigiusschule

Grundschulen:

  • Astrid-Lindgren-Schule (Burlo)
  • Cordulaschule (Gemen)
  • Engelradingschule (Marbeck)
  • Johann-Walling-Schule
  • Josefschule
  • Montessori-Grundschule
  • Pröbstingschule (Hoxfeld)
  • Remigius-Grundschule
  • Roncalli-Schule (Weseke)

Förderschulen:

  • Johannesschule Borken (SfL), Borken-Gemen
  • Neumühlenschule Gemen
  • Erich-Kästner-Schule

Reformpädagogische Schulen:

Erwachsenenbildung:

Hochschule

Kindergärten

  • Robert-Koch-Kindergarten
  • Johann-Walling Kindergarten
  • DRK-Kindergarten "Die Spielwiese"
  • Josefkindergarten
  • Montessori Kinderhaus
  • Friederike Fliedner
  • Kindergarten Nünningsweg
  • Kindergarten St.Marien Garden (Burlo)

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

in Borken geboren

mit Borken verbunden

Ehrenbürger

  • 1902: Wilhelm Buchholz (* 1822, † 1912), Landrat des Kreises Borken von 1870 bis 1902
  • 1904: Johannes Erpenbeck (* 1831, † 1912), Pfarrdechant in Borken von 1869 bis 1912
  • 1912: Gustav Mettin (* 1845, † 1922), Bürgermeister der Stadt Borken von 1876 bis 1912
  • 1926: Joseph Bierbaum (* 1868, † 1942)
  • 1929: Stephan von Spee (* 1866, † 1956), Landrat des Kreises Borken von 1904 bis 1931
  • 1958: Dr. Ludwig Walters (* 1875, † 1968)
  • 1961: Dr. Emil Kubisch (* 1891, † 1971)
  • 1964: Wilhelm Grothues (* 1889, † 1980), Pfarrer der Christus-König-Gemeinde im Ortsteil Gemen von 1944 bis 1968
  • 1976: August Pricking (* 1906, † 1990), Propst, Pfarrdechant der St. Remigius-Kirchengemeinde von 1952 bis 1977

Einzelnachweise

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen

Weblinks


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