Borler
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Borler
Borler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Borler hervorgehoben
50.3155555555566.8283333333333440
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Kelberg
Höhe: 440 m ü. NN
Fläche: 4,54 km²
Einwohner:

77 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53539
Vorwahl: 02696
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 207
Adresse der Verbandsverwaltung: Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Webpräsenz: www.vgv-kelberg.de
Ortsbürgermeister: Peter Franke
Lage der Ortsgemeinde Borler im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild

Borler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ort liegt in der Vulkaneifel in etwa 14 Kilometer Entfernung zum Nürburgring.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Borler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Im geteilten Schild oben in Gold ein wachsender, doppelköpfiger, rot bewehrter, schwarzer Adler, unten in Rot fünf (2:1:2) silberne Ringe“.

Religion

Die Bürger von Borler sind zu ca. 90% römisch-katholisch.[2] Borler gehört heute zur kath. Pfarrei Bodenbach. In den 1990er Jahren wurde die 1752/53 errichtete Dorfkapelle, die dem Hl. Leonhard [3] geweiht ist, innen und außen mit Unterstützung des Bistums Trier und der Ortsgemeinde umfangreich renoviert.

Dorfentwicklung

Borler liegt an einem Kreuzungspunkt zweier Wege, an denen sich zurück bis in die Römerzeit Siedlungsspuren nachweisen lassen: von der Nürburg bis Kerpen bzw. vom Barsberg weiter über den Senscheider Rücken (Standort einer Burg). Beide Wege nutzen den Übergang über den Bach, der in dem Tal zwischen Bodenbach und Nohn verläuft. Eine erste urkundliche Erwähnung aus einem undatierten Schriftstück wird auf 1510-1520 geschätzt, in dem Trierer Feuerbuch von 1563 werden neun Häuser mit eigener Feuerstelle erwähnt [4]. Geprägt wurde der Ort sicherlich durch das kurkölnische Haus und den kurtrierischen Hof Heyer der Herren zu Heyer, südöstlich des Dorfkernes gelegen. Beide Gebäudegruppen sind nicht mehr existent.

Bis zur französischen Besetzung unter Napoleon gehörte Borler zum Kurfürstentum Trier, Amt Daun, Gericht Kelberg, Zenterei Bongard. Anschließend war es dem Rhein-Mosel-Département, Kanton Adenau, Mairie Barweiler zugeordnet. Zu preußischer Zeit gelangte Borler zunächst zum Kreis Adenau, später zum Kreis Mayen und gehört seit der letzten Kreisreform zum Kreis Daun.

Die ältesten Häuser des Ortes gruppieren sich um die Bachgasse, die zur Brücke über den Bach führt und um die oberhalb der Bachgasse gelegene Filialkirche St. Leonard. Das Haus "Antünnesse" (Bachgasse 3, 2006 abgebrochen) ist 1650 erbaut gewesen, das Haus "Mone" (Hauptstr. 10) 1766.

Dorfplatz (Hauptstraße 3): Katholische Filialkirche St. Leonhard

Das Straßenbild des Dorfes wurde im Jahr 2006 umfangreich saniert.[5] Die Kosten wurden zum größten Teil von den Bürgern aufgebracht. Alle Straßen und Wege sind neu ausgebaut worden. Doppelseitige Gehweganlagen sind durch einseitige ersetzt worden. Restflächen sind mit so genanntem Magerrasen ausgebaut worden. Der große Spielplatz in der Dorfmitte wurde zu Bauland umfunktioniert und durch einen kleineren Spielplatz hinter dem Feuerwehrhaus ersetzt. Heute besiedeln viele Wochenendpendler das Dorf, darunter Menschen aus Belgien oder aus deutschen Ballungsgebieten wie dem Rheinland und Ruhrgebiet.

Einst prägte die Landwirtschaft das Dorfgeschehen. Aus Mitteln des Marshallplans wurden seiner Zeit ein Grünland- und Forschungsinstitut eingerichtet. Im Laufe der Zeit wurde das Institut, welches von der Landwirtschaftskammer Rheinland betrieben wurde, aufgegeben. Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein war Milchvieh prägend in der Landwirtschaft. Das Futter wurde auf den angrenzenden Wiesen und Ackerflächen rund um das Dorf gewonnen. Heute besteht die Landwirtschaft nur noch im Nebenerwerb auf einigen Höfen, überwiegend Pferdezucht und -haltung, das Weideland ist an Landwirte aus Nachbarorten verpachtet.

Siehe auch

Literatur

Alois Mayer und Erich Mertens: Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. Verbandsgemeinde Kelberg, Kelberg 1993.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Gemeindestatistik Borler, Stand: 30. Juni 2008
  3. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Vulkaneifel (PDF; 1,0 MB). Koblenz 2010, S. 5
  4. Feuerbuch des Erzstiftes Trier 1563, Blatt 241, Staatsarchiv Koblenz
  5. Ortsportrait in Hierzuland, SWR Fernsehen

Weblinks

 Commons: Borler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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