Bornefeld-Ettmann

Franz Bornefeld-Ettmann (* 16. Januar 1880 in Bornefeld bei Wadersloh, Kreis Beckum; † 21. Januar 1961 in Wadersloh) war ein deutscher Landwirt und Politiker (Zentrum).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Bornefeld-Ettmann besuchte bis 1890 die Volksschule. Danach ging er bis 1895 zur Rektoratsschule, um schließlich bis 1898 privat zu lernen. Ab 1899 ging er zu einer landwirtschaftlichen Schule. Von 1900 bis 1901 war er dann auf verschiedenen Gütern der Rheinprovinz als Volontär tätig.

1907 übernahm er den Hof seines Vaters. Nach dem Ersten Weltkrieg zog Bornefeld-Ettmann als Abgeordneter für die Zentrumspartei in den deutschen Reichstag ein, in dem er den Wahlkreis 19 bzw. ab 1924 den Wahlkreis 17 (jeweils Westfalen-Nord) vertrat. Er wurde bis 1933 insgesamt sieben Mal wiedergewählt und gehörte damit zu den wenigen Abgeordneten, die ununterbrochen während der ganzen Dauer der Weimarer Republik von 1920 bis 1933 im Deutschen Reichstag saßen. 1933 stimmte er, obwohl ein Gegner des Nationalsozialismus, zusammen mit den übrigen Abgeordneten der Zentrumsfraktion für das Ermächtigungsgesetz.

Einem Buch der Historiker Walter Hammer und Walter Hösterey zufolge war Bornefeld-Ettmann während der weiteren Dauer des nationalsozialistischen Regimes „mannigfache[n] Drangsale[n]“ ausgesetzt, habe sich aber „ausgezeichnet gehalten.“[1]

1946 erhielt Bornefeld-Ettmann zusammen mit Johannes Hasenkamp und Friedrich Leopold Hüffer durch die britische Besatzungsregierung in Deutschland die Lizenz zur Herausgabe einer neuen Zeitung. Das Ergebnis waren die Westfälischen Nachrichten, die erstmals am 3. August 1946 erschienen.

Daneben war Bornefeld-Ettmann Verbandsdirektor und später Ehrenpräsident des Verbandes ländlicher Genossenschaften der Provinz Westfalen und Vorstandsmitglied der WPVG.[2] Hinzu kamen Tätigkeiten als Direktor des Mietvereins für Westfalen, Lippe und Waldeck sowie als Ausschussmitglied und Vorstandsmitglied des Westfälischen Bauernvereins. Im Alter wurde er zum Ehrenbürger der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster ernannt. Außerdem bekam er das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Schriften

  • 100 Jahre Kreissparkasse Büren I.w. Im Dienste der Heimat: 1856- 1956, 1956. (Zusammen mit Otto Schnettler, Gottfried Wand)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Walter Hammer/ Walter Hösterey: Hohes Haus in Henkers Hand, 1956, S. 31.
  2. Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft: Fette, Seifen, Anstrichmittel, 1961, S. 316.

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