Bornhofen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kamp-Bornhofen
Kamp-Bornhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kamp-Bornhofen hervorgehoben
50.2257.622222222222269Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Braubach
Höhe: 69 m ü. NN
Fläche: 11,37 km²
Einwohner: 1655 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56341
Vorwahl: 06773
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 066
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedrichstraße 12
56338 Braubach
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Frank Kalkofen (SPD)
Kamp-Bornhofen aus der Vogelperspektive
Ölgemälde „Die feindlichen Brüder bei Bornhofen am Rhein mit Kloster und Dorfansicht“ von dem 21-jährigen Karl Bodmer. Um 1830, Privatbesitz. Das Bild zeigt das ehemalige Kapuzinerkloster mit der Wallfahrtskirche von Bornhofen, eine Prozession, den Rhein und die Burgen Sterrenberg und Liebenstein. Da die Burg Sterrenberg seit dem Jahr 1320 zum kurtrierischen Bezirk gehörte, wurde sie gegen die nahe gelegene Burg Liebenstein stark befestigt; das führte später zu der Legende von den feindlichen Brüdern.

Kamp-Bornhofen ist eine Ortsgemeinde im Oberen Mittelrheintal im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Bekannte Bauwerke sind die Feindlichen Brüder und das Wallfahrts-Kloster Bornhofen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Kamp-Bornhofen liegt am Rhein im UNESCO-WelterbeOberes Mittelrheintal“.

Geschichte

Bornhofen wurde erstmals 949, der Ortsteil Kamp im Jahr 1138 erstmals urkundlich erwähnt. Das Marien-Wallfahrtskloster Bornhofen] besteht seit dem Jahr 1224. In den Wirren nach der Französischen Revolution von französischen Truppen besetzt, wurde der Ort nach dem Wiener Kongress von Preußen annektiert. Erst 1936 wurde der Namenswechsel zu Kamp vollzogen. Seit 1947 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. 1948 stellte der Gemeinderat den Antrag zur Umbenennung in Kamp-Bornhofen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 16 Ratsmitgliedern.

SPD CDU FBL Gesamt
20041 10 4 2 16

1 Ergebnis der Gemeinderatswahlen vom 13. Juni 2004. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,5 %.

Bürgermeister

Bürgermeister von Kamp-Bornhofen ist Frank Kalkofen. Er folgte Roger Lewentz, der von 1994 bis 2006 das Amt ausübte.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: Unter silbernem Schildhaupt mit blauem Schräglinksstrom, rechts in Gold ein gesenkter blauer Anker, links in Blau eine silberne Lilie. Es wurde 1949 genehmigt.

Gemeindepartnerschaften

Seit 1996 wird mit dem französischen Urzy eine Partnerschaft gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Katzenelnbogen

1194 werden Weinberge als Lehen der Grafen von Katzenelnbogen im Besitz des Konrad Wolf in Kamp bezeugt. Das Stifterbild des 1435 geschaffenen Kamp-Bornhofener Flügelaltars, der heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn steht, zeigt das einzige natürliche Abbild eines katzenelnbogener Grafen, Graf Philipps des Ältern von Katzenelnbogen.

Museen

Seit 1968 besteht das Flösser- und Schiffermuseums, das Exponate der Flößerei und Dampfschifffahrt zeigt. Das Museum befindet sich in Trägerschaft des 1888 gegründeten Flösser- und Schifferverein Kamp-Bornhofen e.V.[1].

Sehenswürdigkeiten

Burg Liebenstein und Burg Sterrenberg, genannt feindliche Brüder, liegen rechtsrheinisch unmittelbar beieinander oberhalb von Bornhofen. Sterrenberg, die nördlichere der beiden Anlagen, entstand bereits im 11. Jahrhundert. Die jüngere Burg Liebenstein wurde erst zwischen 1284 und 1290, möglicherweise zunächst als Vorwerk zu Sterrenberg, erbaut.

Es geht die Sage, dass hier zwei Brüder mit ihren Schwertern um die Liebe einer Frau gekämpft haben. Heinrich Heine hat den beiden Brüdern in seinem Gedicht 'Zwei Brüder' ein literarisches Denkmal gesetzt. Das Franziskanerkloster Bornhofen mit Marien-Wallfahrtskirche wird jährlich von etwa 200.000 Pilgern besucht, darunter auch die Teilnehmer einer Schiffsprozession. Die Marienkirche wurde erstmals im Jahr 1224 urkundlich erwähnt. Die heutige, zweischiffige Wallfahrtskirche entstand von ca. 1400 bis 1435. Besondere Ausstattungsstücke sind das Marienbildnis aus dem 15. Jahrhundert und der 1765 errichtete Marmor-Hochaltar. Seit 1890 leiten die Franziskaner das Kloster.

Wanderwege

Literatur

  • Winfried Monschauer: Kamp-Bornhofen: Die Chronik. Kamp-Bornhofen 2000

Dokumente:

Einzelnachweise

  1. Flösser- und Schiffermuseum in Kamp-Bornhofen

Weblinks


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