Bornzin

Borzęcino (deutsch Bornzin) ist eine Ortschaft in der Woiwodschaft Pommern in Polen. Das Dorf gehört zur Landgemeinde Dębnica Kaszubska (Rathsdamnitz) im Powiat Słupski (Stolp).

Geschichte

Bornzin, damals auch als Borrentzin bezeichnet, war um 1527 ein Lehen der Familie von Puttkamer. 1739 gelangte das hinterpommersche Gutsdorf durch Heirat in den Lehensbesitz der Familie von Baer. Um 1784 hatte das Gutdorf zusammen mit einem Vorwerk und der Kolonie Neu Borntin zwanzig Feuerstellen. Ursin von Baer ließ 1832 das Gutshaus bauen und verkaufte 1832 das Gut. Nachdem es zeitweise in Besitz der Familien von Schramm und von Lewinski war, erwarb 1841 der Kreisdeputierte Wilhelm von Zitzewitz Bornzin. Seine Familie war bis 1945 im Besitz des Gutes.

Ab 1945 stand das Dorf unter sowjetischer Verwaltung. Der größte Teil der deutschen Dorfbevölkerung blieb in Bornzin, damit das Gut weiter bewirtschaftet werden konnte. 1946 wurde das Dorf unter polnische Verwaltung gestellt. Da Anfang 1950 der größte Teil der deutschen Dorfbevölkerung immer noch im Dorf wohnte, wurde 1951/52 eine deutschsprachige Schule eröffnet. Der größte Teil der deutsche Dorfbevölkerung verließ im Rahmen der durch die Bundesregierung unter Konrad Adenauer mit Polen vereinbarten Familienzusammenführung von 1956 bis 1958 das Dorf und siedelte in die Bundesrepublik Deutschland und in die DDR über.

Vor 1945 war Bornzin dem Landkreis Stolp im Regierungsbezirk Köslin zugeordnet. In Folge des Zweiten Weltkriegs kam der Ort zu Polen. Von 1975 bis 1998 gehörte Borzęcino zur Woiwodschaft Słupsk (Stolp).

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