Borotitz
Borotice
Wappen von Borotice
Borotice nad Jevišovkou (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Znojmo
Fläche: 1206 ha
Geographische Lage: 48° 51′ N, 16° 15′ O48.85722222222216.2425197Koordinaten: 48° 51′ 26″ N, 16° 14′ 33″ O
Höhe: 197 m n.m.
Einwohner: 386 (3. Juli 2006)
Postleitzahl: 671 65
Verkehr
Straße: Božice - Lechovice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Zdeněk Bobok
Adresse: Borotice 71
671 78 Jiřice u Miroslavi
Website: www.borotice.cz

Borotice (deutsch Borotitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt zwölf Kilometer westlich von Hrušovany nad Jevišovkou und gehört zum Okres Znojmo.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Borotice befindet sich am rechten Ufer der Jevišovka in der Thaya-Schwarza-Talsenke und bildet mit Filipovice ein geschlossenes Siedlungsgebiet.

Nachbarorte sind Čejkovice und Břežany im Nordosten, Pravice im Osten, Mlýnské Domky und České Křídlovice im Südosten, Sídliště und Valtrovice im Süden, Krhovice und Hodonice im Südwesten sowie Práče und Lechovice im Nordwesten.

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Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1225 als “Boroticz“. Die heute bekannte Schreibweise des Ortes existiert bereits seit dem Jahre 1283. Anfangs schrieb man den Ort mit dem Zusatz “Mährisch-“, was aber bald verschwand, da die namensgleiche Ortschaft “Deutsch-Borotitz“ im Jahre 1525 verödete.

Das Dorf gehörte ab dem 14. Jahrhundert teilweise zum Kloster Bruck. Während des Dreißigjährigen Krieges verödete die Ortschaft durch Plünderungen und Verwüstungen vollständig. Erst im Jahre 1671 holte der Abt des Klosters Bruck neue Siedler in den Ort. Diese kamen meist aus der nahe gelegenen Ortschaft Lechwitz. Ab dem Jahre 1785, in welchem das Kloster Bruck aufgelöst worden ist, gehörte Philippsdorf als Ortsteil zu Borotitz. [1]

Um das Jahr 1900 wurde bei Borotitz ein archäologischer Fund aus der Bronzezeit in der Aunjetitzer Kultur gehoben. Hierbei handelte es sich um, aus glatten Bronzeblechstreifen bestehende, Manschetten. Dieser Fund ist heute unter dem Namen “Borotitzer Armmanschetten“ bekannt. [2]Nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Durch den Vertrag von Saint-Germain wurde Borotitz zum Bestandteil der neuen Tschechoslowakei. Nach dem Münchner Abkommen rückten am 8. Oktober 1938 deutsche Truppen im Ort ein. Am 16. April 1945 erreichte die Rote Armee die Ortschaft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der 47 Opfer forderte, kam die Gemeinde wieder zur Tschechoslowakei zurück. 1945/46 wurde die deutsche Bevölkerung auf Grund der Beneš-Dekrete enteignet und vertrieben. Bis zur Vertreibung 1945/46 war Borotitz überwiegend von Deutschsprachigen bewohnt. Die Ortschaft wurde später neu besiedelt.

Einwohnerentwicklung

Volkszählung Einwohner gesamt Volkszugehörigkeit der Einwohner
Jahr Deutsche Tschechen Andere
1880 755 755 0 0
1890 726 725 1 0
1900 790 778 12 0
1910 833 833 0 0
1921 759 739 14 6
1930 741 719 15 7

[3]

Gemeindegliederung

Für die Gemeinde Borotice sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Borotice gehört die Ansiedlung Filipovice (Philippsdorf).

Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkapelle des hl. Wenzel (1865)

Literatur

  • Bruno Kaukal: Wappen und Siegel, (1992),Borotitz S.38
  • Felix Bornemann: Kunst und Kunsthandwerk in Südmähren, (1990),Borotitz S. 3
  • Alfred Schickel, Gerald Frodl: Geschichte Südmähren III, (2001), Borotitz S. 279

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Codex diplomaticus et epistolaris Moraviae, Band II, S. 137, S.161
  2. Reclams Archäologieführer Österreich und Südtirol, Stuttgart, 1985 S. 155
  3. Historický místopis Moravy a Slezska v letech 1848–1960, sv.9. 1984

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