Borromäischer Bund

Der Goldene Bund vom 5. Oktober 1586 war ein konfessionelles Bündnis der sieben katholischen Orte der Alten Eidgenossenschaft. Seinen Namen hat er von den goldenen Anfangsbuchstaben des Vertrags. Die Kontrahenten versprachen sich, beim alten Glauben zu bleiben, und gelobten sich gegenseitige Hilfe bei Gefahren. Auch verpflichteten sie sich, den etwaigen Abfall eines Vertragspartners vom katholischen Glauben zu verhindern. Kurz darauf schlossen die katholischen Orte am 12. Mai 1587 auch noch eine Allianz mit Spanien.

Nach der Aufnahme von Appenzell Innerrhoden und dem katholischen Teil von Glarus in den Goldenen Bund wurde Karl Borromäus zum Patron des Bundes erklärt und der Bund auch der Borromäische Bund genannt.

Literatur

  • Peter Stadler, Handbuch der Schweizer Geschichte, Zürich 1972. Bd. 1, S.604

Weblinks


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