Borsbüll
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Breklum führt kein Wappen
Breklum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breklum hervorgehoben
54.6047222222228.98444444444447Koordinaten: 54° 36′ N, 8° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Mittleres Nordfriesland
Höhe: 7 m ü. NN
Fläche: 10,06 km²
Einwohner: 2322 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25821
Vorwahl: 04671
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 020
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Str. 2
25821 Bredstedt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Eberhard Steinke
Lage der Gemeinde Breklum im Kreis Nordfriesland
Karte

Breklum (friesisch: Brääklem) ist ein ländlicher Zentralort auf der Grenze zwischen Marsch und Geest im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Seit dem 1. April 2008 gehört die Gemeinde Breklum zum Amt Mittleres Nordfriesland. Die Ortsteile Borsbüll und Riddorf gehören zur Gemeinde Breklum. An der Nordseeküste westlich von Breklum befindet sich das Naturschutzgebiet Beltringharder Koog.

Breklum liegt an der B 5, der Grünen Küstenstraße zwischen Husum und Niebüll und der Marschbahn von Hamburg nach Westerland.

Geschichte

Breklumer Kirche heute (2006)

Die ersten Spuren einer Besiedlung stammen aus der jüngeren Steinzeit (ca. 4300–2300 v. Chr.). Es wurden Siedlungsreste und Megalithgräber (Großsteingräber) gefunden, die auf eine größere Ansiedlung im Bereich des heutigen Breklum schließen lassen. Ebenso wurden Kulturgegenstände wie Tonscherben und Flintdolche gefunden. Die Besiedlung lässt sich seitdem durch die Zeit verfolgen: Grabhügel und andere Funde aus der Bronzezeit (ca. 2300–550 v. Chr.), Urnenfelder aus der Eisenzeit (ca. 550 v. Chr.–400 n. Chr.) sowie Spuren einer Besiedlung aus der Wikingerzeit (800–1100 n. Chr.).

Die Kirche von Breklum wurde um 1200 errichtet und trägt den Namen Sunte Oluf (Heiliger Olaf). Sie gilt als stattlichste spätromanische Backsteinkirche in Schleswig. Die dicke Mauer, die zum Teil aus großen Feldsteinen besteht, weist die Kirche als so genannte Wehrkirche aus, die den Bewohnern des Umlandes bei Überfällen Schutz bieten sollte. Als „Hardenkirche“ für den Bereich der Nordergoesharde war sie ein wichtiger Mittelpunkt der Gesellschaft.

1876 gründete der Breklumer Pastor Christian Jensen (1839–1900) die Nordelbische Missionsgesellschaft (heute: Nordelbisches Missionszentrum (NMZ)), die bis heute Missionare ausbildet und in zahlreiche Länder und Regionen wie Indien, Ostafrika, Indonesien und China entsendet. Die Partnergemeinde Kochiakonadi befindet sich in Indien.

Zur Kirchengemeinde gehören auch die umliegenden Orte Almdorf, Högel, Lütjenholm, Sönnebüll, Struckum und Vollstedt.

Politik

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft WGB seit der Kommunalwahl 2008 acht Sitze, die CDU hat sieben und die SPD zwei.

Wirtschaft

Als ländlicher Zentralort verfügt Breklum über ein breites Angebot von Dienstleistungen und Einzelhandelsbetrieben. Außerdem befindet sich ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und psychosomatische Erkrankungen in der Gemeinde. Die Wohnnutzung ist für den Ort inzwischen wichtiger als die Landwirtschaft.

Sport

Der SV Germania Breklum, als einer der größten nichtstädtischen Sportvereine Nordfrieslands, verfügt über ein großes Spartenangebot.

Persönlichkeiten

In Breklum geboren

  • Uwe Pörksen (* 1935), Professor für Sprache und Ältere Literatur
  • Fiede Kay (1941–2005), Sänger und Liedermacher plattdeutscher Lieder


In Breklum gestorben

  • Heinrich Hansen (1861–1940), evangelischer Pfarrer und Initiator der Hochkirchlichen Vereinigung

Weblinks


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