Borssum (Emden)
Blick auf die Borssumer Schleuse, im Hintergrund Teile des Hafens (rechts im Bild die Nordseewerke)
Hochhäuser an der Wilhelm-Leuschner-Straße vom Hafen aus gesehen, im Vordergrund einer der Kais für den Autoumschlag
Das Borssumer Siel, das der Entwässerung der tief liegenden Flächen dient
St. Nikolaus-Kirche (evangelisch-reformiert)

Borssum ist ein östlich des Hafen gelegener Stadtteil der Seehafenstadt Emden. Er hat heute (2005) 6144 Einwohner (inklusive Hilmarsum). Der Stadtteil Borssum (alternative, aber veraltete Schreibweise: Borßum) liegt im Osten der Seehafenstadt. Er wurde 1928 nach Emden eingemeindet. Borssum grenzt im Westen an die Stadtteile Port Arthur/Transvaal, Friesland und Herrentor, im Norden an die Stadtteile Wolthusen und Uphusen sowie im Osten an die Stadtteile Hilmarsum und Jarßum.

Der historische Name Borssums ist „Borshem“ (alternativ auch „Borzhem“), was wiederum „Heim des Borsu“ bedeutet. Die ursprüngliche Siedlung wurde schon im 7. Jahrhundert n. Chr. an der Emsmündung nahe der Stadt Amuthon (das heutige Emden) gegründet. Borssum war untergliedert in „Großborssum“ und „Kleinborssum“, die mit der Zeit zusammenwuchsen. Beide Teile waren jeweils im Besitz zweier Häuptlinge. Noch heute kann man die damaligen Burgen (Westerburg und Osterburg) der Häuptlinge erahnen; an jenen Stellen stehen nun die Westerburgschule (Grundschule) als auch die Osterburgschule (Haupt- und Realschule).

Borssum ist insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg stark gewachsen und (inklusive der Siedlung Hilmarsum) mit rund 6100 Einwohnern der drittgrößte Emder Stadtteil. In dem Stadtteil wechseln sich ausgedehnte Einfamilienhaus-Siedlungen mit Hochhäusern bis zu zehn Stockwerken ab. Ein Hochhaus-Komplex mit drei Gebäuden zu je zehn Stockwerken sowie umliegenden Wohngebäuden wurde in den 1970ern vom ehemals gewerkschaftseigenen Wohnungsbaukonzern Neue Heimat errichtet.

Borssum liegt nahe dem Emsufer und verfügt über ein Siel zur Entwässerung des tief liegenden Umlandes. Die Borssumer Schleuse ist für die Sportschifffahrt in Ostfriesland von erheblicher Bedeutung, da sie den Emder Hafen (und damit den Zugang zur See) mit dem Ems-Seitenkanal (und damit dem innerostfriesischen Wasserstraßennetz) verbindet, ohne die Strecke durch den Falderndelft und die Kesselschleuse benutzen zu müssen - was für die Skipper einen Zeitgewinn bedeutet und zudem weniger Brückenöffnungen notwendig macht.

Borssum ist Heimatstadtteil des mit 2017 Mitgliedern zweitgrößten Emder (und nach dem MTV Aurich drittgrößten ostfriesischen) Sportvereins Blau-Weiss Borssum. Neben Fußball, Handball, Leichtathletik und weiteren Sportarten ist insbesondere die Tischtennis-Abteilung hervorzuheben. Borssums erste Tischtennis-Herrenmannschaft spielt in der Dritten Liga. Neben dem Sportgelände des Vereins (Emsstadion mit Nebenplätzen) befindet sich an weiterer Sport-Infrastruktur noch ein Freibad in dem Stadtteil.

Die Stadtverwaltung rechnet auch die geografisch klar von Borssum zu trennende Siedlung Hilmarsum zu Borssum. Der Stadtteil hat (inklusive Hilmarsum) 6144 Einwohner (30. Juni 2005).

53.353017.22427Koordinaten: 53° 21′ N, 7° 13′ O


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