ASV Nendingen
ASV Nendingen
Vereinsdaten
Gründung 1920
Mitglieder 410
Adresse Athleten-Sportverein Nendingen e.V.
Bräunisbergstr. 4
78532 Tuttlingen-Nendingen
Vereinsfarben Blau-Gelb
1. Vorsitzender Reiner Schilling

Vorsitzender Sport: Andreas Schilling Vorstand Finanzen: Edwin Hamma

Spielklasse 1. Bundesliga
2. Mannschaft Regionalliga
3. Mannschaft Bezirksklasse
Sportstätte Sporthalle Nendingen/Mühlauhalle Tuttlingen
Trainer 1. Mannschaft Volker Hirt
Vereinserfolge Erstklassig 1966-1969 und seit 2008
Saison 2010/11 Klassenerhalt 1. Bundesliga
Internet
Homepage www.asv-nendingen.de

Der Athleten-Sportverein Nendingen e.V. ist ein Ringerverein der 1. Bundesliga, der 1920 gegründet wurde, aus der südschwäbischen Ortschaft Nendingen.

Inhaltsverzeichnis

Verein

Der Verein hat knapp über 400 Mitglieder, wobei die Mitgliederzahl in den letzten Jahren durch die Euphorie durch den Durchmarsch von der Oberliga direkt in die 1. Liga um die Hälfte zugenommen hat.

Bekannteste Nendinger Ringer sind Reiner Schilling, Adolf Rutschmann, Fritz Hagen, Andreas Kosing sowie die frühgestorbenen Hubert Baur und Wolfgang Wiser, nach denen das größte Nendinger Turnier benannt wurde.

Geschichte

Bis 2000

1959 wurden die deutschen Jugendmeisterschaften vom ASV in der damals neuen Nendinger Festhalle ausgetragen. 1964 gelang dem Nendinger Reiner Schilling die fantastische Qualifikation zu den olympischen Sommerspielen. Unter anderem durch ihn schaffte es die Nendinger Mannschaft 1966 in die erste Bundesliga aufzusteigen. Nach drei Jahren stieg die Mannschaft jedoch wieder ab, da viele der „goldenen Generation“ mit dem Ringsport aufhörten.

2004/05

2004 konnte die erste Mannschaft des ASVs knapp dem Abstieg in der Oberliga entkommen und erreichte mit zwei Punkten vor der TSG Nattheim den achten von neun Plätzen. Die zweite Mannschaft rang im Mittelfeld der Bezirksklasse unter anderem gegen die Zweite des ASV Tuttlingens.

2005/06

2005 wurde der Verein Vizemeister der Oberliga hinter dem TSV Ehningen, aber vor dem punktgleichen KSV Unterelchingen und dem um einen Punkt knapp dahinter liegenden TSV Musberg. In den damit erreichten Relegationskämpfen konnten sich die Nendinger gegen die RG Lahr und den KSV Kirrlach durchsetzen. Bester Ringer der Saison 2005/06 war Florian Schwarz, der als einziger „echter Nendinger“ in der heutigen Bundesligamannschaft sicher gesetzt ist.

2006/07

Der Aufstieg in die Regionalliga ließ im gesamten Ort eine Ringen-Euphorie beginnen, die eine nicht zu erwartende Entwicklung in die Nendinger Mannschaft brachte. So nutzte das Team den Elan und wurde in der Saison 2006/07 überraschend Meister der Regionalliga mit Abstand zum KSV Hofstetten und dem KSV Taisersdorf. Auch die zweite Mannschaft konnte von diesem Schwung profitieren und so gelang der Aufstieg durch die Vizemeisterschaft der Bezirksklasse hinter der KG Konstanz-Volkertshausen.

2007/08

2007 gab es durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga nach fünf Jahren wieder ein Derby zwischen den Athleten-Sportvereinen aus Nendingen und Tuttlingen, was den Zuschauerzuspruch weiter ansteigen ließ und zu Besucherrekorden auf beiden Seiten führte. So wurde mit dem Heimkampf gegen Tuttlingen erstmals in der Vereinsgeschichte ein Heimkampf nicht in Nendingen ausgetragen. Diese war die letzte Saison, in der Kämpfe in der Nendinger Sporthalle ausgetragen wurde, die dabei als „Hexenkessel“ bezeichnet wurde.[1] Mit einer souveränen Meisterschaft vor dem KSV Schriesheim und der RG Hausen-Zell konnte der weitere Durchmarsch perfekt gemacht werden.

Durch den Zukauf neuer Ringer für die Bundesliga und der damit verbundenen Aussortierung bisheriger hochklassiger Ringer in die 2. Mannschaft hat auch sie parallel dazu Erfolge gefeiert und direkt den Durchmarsch mit der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga hinter dem StTV Singen und knapp vor dem KSV Gottmadingen I feiern können. Mit dem Aufstieg überflügelte die Mannschaft erstmals in der Geschichte die erste Mannschaft der lokalen Mithochburg SV Dürbheim.

2008/09

In der Saison 2008/09 stand als wichtiger Leistungsträger unter anderem Marc Buschle aus Mühlheim im Kader der Nendinger. Außerdem war der Moldauer Ghenadie Tulbea bester Ringer aller Mannschaften der Bundesliga-Saison 2008.[2] Der Klassenerhalt gelang unter anderem durch ein Missgeschick des SV St. Johannis 07, der die Frist zur Anmeldung ausländischer Sportler verstreichen ließ.

Nach dem Durchmarsch in der Vorsaison gelang der zweiten Mannschaft mit einigen ehemaligen Bundesligaringern in den Reihen mit einem souveränen Titelgewinn vor der SG Weilimdorf der Aufstieg in die Verbandsliga.

Mit dem Rückzug des Lokalkonkurrenten ASV Tuttlingens aus der zweiten Bundesliga[3] stellt Nendingen seither die beiden höchsten Mannschaften des Landkreises.

2009/10

Für die Saison 2009/10 wurde als Saisonziel Platz 6 ausgegeben. Dazu wurde der drittbeste Ringer der Vorsaison, Eduard Kratz, von der RKG Freiburg 2000 verpflichtet. Er gewann schließlich alle seine Kämpfe und wurde bester Ringer der gesamten Liga. Auch Ghenadie Tulbea als vierter konnte seine Klasse wiederum beweisen. Auf dem siebten Platz und damit im gesicherten Mittelfeld konnte Nendingen die zweite Bundesligasaison erfolgreich abschließen.

Die zweite Mannschaft hat souverän den Titel der Verbandsliga errungen und konnte mit dem Aufstieg in die Oberliga die Kampfklasse der ersten Mannschaft von 2006 erreichen. Für die Saison 2009/10 wurde erstmals eine dritte Mannschaft gemeldet, die vor allem aus Nachwuchskräften besteht. Sie stand am Ende ihrer ersten Saison auf dem dritten Platz der A-Klasse Bodensee, der untersten Ringerklasse.

2010/11

Für die Saison 2010/11 wurden die Play-Offs als Saisonziel angegeben. Diese wurden mit dem 5. Platz in der Runde mit 4 Punkten hiter dem KSV Köllerbach nicht erreicht. Trotzdem wurde von der fünftbesten Mannschaft Deutschlands gesprochen, da die Vereine in der Staffel Ost allesamt gegen ihre Gegner der Staffel West verloren.[4] Genaldie Tulbea wurde wiederum als bester Ringer der Saison ausgezeichnet.[5]

Die zweite Mannschaft hat ihren famosen Durchmarsch fortsetzen können und mit 27:7 Punkten den AV Germania Sulgen und den TSV Ehningen hinter sich gelassen und damit die Meisterschaft der Oberliga Württemberg gewonnen.[5] Die anschließende Aufstiegsrunde konnte hinter der RG Waldkirch-Kollnau erfolgreich abgeschlossen werden.[6] Die ehemaligen Bundesligaringer Adrian Ozsda und Markus Eichin waren dabei die größten Leistungsträger.[5]

Die dritte Mannschaft dominierte die A-Klasse, sodass nur eine Niederlage gegen die letztlich drittplatzierte KSV Winzeln hingenommen werden musste. Mit 30:2 Punkten konnte mit dem zweitplatzierten SV Dürbheim der härteste Konkurrent und Lokalrivale um 4 Punkte hinter sich gelassen werden. Beste Ringer waren hierbei Stefan Rutschmann, Robin Baur und Timo Schmid[5]

2011/12

Für die Saison 2011/12 wurden die Play-Offs als erstrebenswert, die Wiederholung des letztjährigen fünften Platz aber als eigentliches Saisonziel ausgegeben.[7] Ein Verlust ist das Ausscheiden des Nachbarn KSV Aalen aus der 1. Bundesliga West. Die zweite Mannschaft kämpft diese Saison in der Regionalliga Baden-Württemberg, die dritte in der Bezirksklasse Schwarzwald-Alb-Bodensee.

Einzelnachweise

  1. Gränzbote vom 15. September 2008, siehe Bundesliga in Nendingen: "Ringen ist ein Virus, der um sich greift"
  2. Bestenliste Saison 2008
  3. Gränzbote vom 15. Januar 2009, siehe ASV 97 zieht Team aus 2. Liga zurück
  4. West-Vereine dominieren – Schultersieg bringt Mömbris weiter
  5. a b c d Erfolgreich: ASV Nendingen feiert zwei Meistertitel
  6. Baden-Württemberg (ARGE) Aufstiegskämpfe R.-BW 2010 Tabelle
  7. Volker Hirt, Trainer des ASV Nendingen, äußert sich vor dem Auftakt der Ringer-Bundesliga-Saison. In: Schwäbische Zeitung, 19. August 2011. Abgerufen am 23. Oktober 2011. 
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