Botanischer Garten Batumi
Arboretum des Botanischen Gartens in Batumi
Blick vom Botanischen Garten auf das Schwarze Meer

Der Botanische Garten Batumi der Georgischen Akademie der Wissenschaften (georgisch ბათუმის ბოტანიკური ბაღი, საქართველოს მეცნიერებათა აკადემიისა) ist mit 114 Hektar der zweitgrößte in Georgien. Er wurde am 3. November 1912 gegründet und gehört seit 1950 zur Akademie.

Der Garten liegt neun Kilometer nördlich von Batumi am Grünen Kap, unmittelbar am Schwarzen Meer. Er erstreckt sich von der Höhe des Meeresspiegels bis auf mehr als 100 Meter entlang einer steilen Hügelkette. Wege und Terrassen bieten spektakuläre Ausblicke über die Bucht von Batumi. Das subtropische Klima der Region ist den Pflanzen besonders zuträglich.

Der Garten wurde in den 1880er Jahren von dem russische Botaniker Andrei Nikolajewitsch Krasnow (1862-1914) eingerichtet. Ihm zur Seite standen der georgische Gärtner Iason Gordesiani und sein französischer Kollege D'Alphonse. Als Krasnow 1914 starb wurde er im Garten begraben und zu seinen Ehren eine Statue errichtet.

Während der Sowjet-Zeit wurde der Garten weiter vergrößert und entwickelt, seit 1925 in eine Haupt-Institution für das Studium der kaukasischen maritimen subtropischen Kulturen.

Der Garten beherbergt über 5.000 Arten in neun Abteilungen. Das Arboretum zählt 3.270 Baumarten. Es ist in acht verschiedene Bereiche gegliedert: Transkaukasien, Mittelmeer, Ostasien, Himalaja, Nordamerika, Mexiko, Südamerika und Australien. Besonders groß ist die Eukalyptus-Sammlung. Der Garten besitzt 60 verschiedene Arten dieser Myrtengewächse, viele davon sehr alt und hoch gewachsen. Die in Georgien weitverbreitete Palme ist mit 17 Arten vertreten. Bambus ist in dichten Hainen gepflanzt. Der Bambus Phyllostachys pubescens, der in Mitteleuropa normalerweise nur etwa sieben Meter hoch wächst, erreicht dort bis zu 20 Meter.

Im Winter blühen im subtropischen Klima Pflanzen, deren Blühzeit normalerweise erst im Frühjahr oder Sommer ist. Dazu zählen das Woronow-Schneeglöckchen (Galanthus woronowii), das Rizasee-Schneeglöckchen (Galanthus rizehensis), das Breitblättriges Schneeglöckchen (Galanthus platyphyllus) und das nach dem ersten Direktor des Gartens, Professor Krasnow, benannte Krasnov-Schneeglöckchen (Galanthus krasnovii).

Der Botanische Garten Batumi besitzt ein Forschungsinstitut mit drei Abteilungen, die sich um Natur- und Pflanzenschutz, Florendiversität und Selektion kümmern. Die Forschungsergebnisse werden im Bulletin of Batumi Botanical Gardens in georgischer Sprache veröffentlicht. Direktor des Gartens ist Wano Papunidse.

Er beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter. Um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Auskommen der Mitarbeiter zu sichern, wurden im Garten Tee-, Orangenplantagen und Gemüsegärten angepflanzt. Außerdem werden dort Kühe, Schweine und Hühner gehalten. Für die Öffentlichkeit stehen im Garten Fußballfelder und Picknick-Zonen zur Verfügung.

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