Botev Plovdiv
Botew Plowdiw
Voller Name PFK Botew Plowdiw 1912 AG
Gegründet 12. März 1912
Stadion College-Stadion
Plätze 22.000 Plätze
Präsident Dimitar Christolow
Trainer Stefano Cusin
Homepage [1]
Liga A Grupa
2006/07 10. Platz
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

Der PFK (Profesionalen futbolen klub) Botew Plowdiw (ПФК Ботев Пловдив) ist ein professioneller Fußballverein aus Plowdiw, Bulgarien.

Inhaltsverzeichnis

Gründungsphase

Der älteste Verein Bulgariens wurde am 12. März 1912 von Eliteschülern als SK Botew Plowdiw gegründet und nach Christo Botiow, einem bulgarischen Freiheitskämpfer des 19. Jahrhunderts, benannt. In den Anfangsjahren trainierte der Verein auf einer Wiese hinter dem Hügel der Befreier und spielte auf einem Übungsfeld des 21. Infanterieregiments.

Im Jahr 1917 gab sich der Verein seine erste offizielle Satzung. Für die Herkunft der im gleichen Jahr eingeführten gelb-schwarzen Vereinsfarben gibt es zwei Theorien. Die erste besagt, dass die Farben die Zusammenkunft der gelb gekleideten katholischen Collegestudenten und der schwarz gekleideten orthodoxen Schüler darstellt. In der anderen Version wird erklärt, dass die Vereinsstruktur komplett von den damals populären österreichischen Vereinen übernommen wurde und die Farben für die Flagge Österreich-Ungarns (ebenfalls gelb-schwarz) stehen. Das erste Vereinslogo war eine Kopie des Wappens des österreichischen Klubs SK Rapid Wien.

Nachdem der Verein 1923 die Plowdiwer Liga mitbegründete, trat er ein Jahr später dem Trakia-Sportverband bei. Nachdem kurz darauf eine landesweite Liga installiert wurde, nahm auch Botew teil und gewann im Jahr 1929 mit 1:0 im Finale gegen Lewski Sofia die erste Meisterschaft. Teile dieser legendären Mannschaft waren der Kapitän und spätere Trainer Nikola Schterew-Starika sowie Stantscho Prodanow-Sigoto und Wangel Kaundjiew-Tschengela. Der Erfolg konnte jedoch in den darauffolgenden Jahren nicht wiederholt werden und Botew kam über das Halbfinale der Meisterschaftsrunde bis zum Ende des 2. Weltkriegs nicht hinaus.

Entwicklungen nach dem 2. Weltkrieg

Nach der Verein 1946 mit Schipka Plowdiw zu OSK Botew Plowdiw und 1947 weiter mit Stefan Kiradgije zu dem Armeeklub ASK Botew Plowdiw fusionierte, wurde im Vorfeld der zur Saison 1948/49 neu gegründeten republikanischen Liga ein weiterer Zusammenschluss von Verbandsseite angeordnet. Da ZSKA Sofia die Qualifikation zu der neuen Meisterschaft sportlich verfehlte und Botew diese gelang, wurde eine Fusion der beiden Armeevereine durchgeführt, mit dem Ziel, ZSKA in die erste Liga zu befördern. Botew hingegen sollte unter dem neuen Namen DNA Plowdiw einen eigenständigen Weg in die Eliteliga suchen, was dann zur Saison 1951 auch gelang.

Nach Beendigung der Saison 1953 musste der Verein aus der ersten Liga absteigen. Ihm gelang jedoch der unmittelbare Aufstieg und vor Beginn der Saison im Jahr 1955 benannte sich der Verein in SKNA Plowdiw um. Diese Umbenennung wurde nur ein Jahr später wieder rückgängig gemacht und der Verein konnte mit einem sehr guten dritten Platz die Spielzeit beenden.

Hochphase in den 60er-Jahren

In der 60er-Jahre erlebte die Mannschaft eine Blütezeit, die mit dem dritten Platz zum Abschluss der Saison 1960/61 eingeleitet wurde. In der darauffolgenden Spielzeit gewann der Verein neben einem vierten Platz in der Meisterschaft durch einen 3:0-Sieg gegen Dunaw Ruse erstmals einen Pokalwettbewerb, den Sowjetarmee-Pokal,. Dies berechtigte zum ersten Auftritt in einem europäischen Wettbewerb. Im Europapokal der Pokalsieger schieden sie nach Siegen gegen Steaua Bukarest und den Shamrock Rovers im Viertelfinale gegen Atletico Madrid aus. In der gleichen Saison 1962/63 wurde der Verein Vizemeister hinter dem Lokalrivalen Spartak Plowdiw.

Nach weiteren eher mittelmäßigen Leistungen gewann der Verein überraschend 1967 seine zweite Meisterschaft in der Geschichte und zog erstmals in den Europapokal der Landesmeister ein. In diesem trat man dann nach der Fusion mit DFS Spartak Plowdiw und Akademik Plowdiw als AFD Trakia Plovdiv auf und war bereits in der ersten Runde gegen Rapid Bukarest unterlegen, als man knapp in der Verlängerung verlor.

Entwicklung zwischen 1970 und 1990

In den 70er-Jahren bis hielt sich Trakia zumeist im Mittelfeld der Tabelle auf und konnte sich 1970, 1971 und 1978 für den Messepokal bzw. den UEFA-Pokal qualifizieren, in deren ersten Runde der Verein aber jeweils ausschied.

In der ersten Saison der 80er-Jahre konnte Trakia sowohl den dritten Platz erreichen als auch den zweiten Sowjetarmee-Pokal gewinnen, durch den man erneut im Europapokal der Pokalsieger antreten durfte, dort direkt dem FC Barcelona gegenüberstand und verlor.

Die Saison 1984/85 gestaltete sich turbulent. Zunächst durfte Trakia erneut im Pokalsiegerwettbewerb antreten, da Lewski Sofia als ursprünglicher Pokalsieger zusätzlich die Meisterschaft gewann, in den europäischen Landesmeisterwettbewerb einzog und den Platz für Trakia freimachte. Trakia schied dabei nach einer Serie von Erstrundenniederlagen zuvor hier im Achtelfinale, der zweiten Runde, gegen den FC Bayern München aus. Aufgrund des Skandalspiels zwischen Lewski und ZSKA Sofia wurde Trakia dann als Drittplatzierter am Ende der Saison zum Meister gekürt. Obwohl die Meisterschaft 1990 wieder aberkannt wurde, zog Trakia zweitmalig in den Europapokal der Landesmeister ein. Dort verlor der Verein in der ersten Runde gegen den IFK Göteborg.

Der Verein, mittlerweile in FK Trakia Plowdiw umbenannt, etablierte sich direkt hinter den beiden unumstritten besten Mannschaften Bulgariens Lewski und ZSKA Sofia in den Jahren 1986 bis 1988 auf dem dritten Platz.

Im Jahr 1989 gab der Verein dann wieder die Trakia-Bezeichnung auf und nannte sich fortan FK Botew Plowdiw (und später: PFK Botew Plowdiw).

Moderne Entwicklungen seit den 90er-Jahren

Nach Jahren im oberen Mittelfeld konnte sich Botew 1992 und 1993 wieder für den UEFA-Pokal qualifizieren, schied jedoch erneut jeweils in der ersten Runde aus.

Seit 1995 mit dem zehnten Platz in der Abschlusstabelle und spätestens ab 1997 mit stetig wachsendenen finanziellen Schwierigkeiten setzte ein Niedergang ein und in einer turbulenten Saison 2000/01 mit zwölf aufeinanderfolgenden Niederlagen und vierzehn entlassenen Spielern stieg der Verein erstmals nach 1953 wieder in die zweite Liga ab, wobei zahlreiche Fan-Ausschreitungen diesen Weg begleiteten.

Auch während der Saison des Wiederaufstiegs 2002 kehrte keine Ruhe in den Verein ein und mehrere Geldstrafen aufgrund von Vandalismus wurden gegen Botew ausgesprochen. Die Entwicklung fand einen negativen Höhepunkt im Februar des Jahres, als ein Reporter aufgrund seiner kritischen Berichterstattungen von einem Anhänger zusammengeschlagen wurde, was zur Folge hatte, dass die Popularität des Vereins an einem Tiefpunkt anlangte. Nur etwa ein Monat später wurde sogar Präsident Christolow Opfer von Handgreiflichkeiten. Am letzten Spieltag musste die Partie aufgrund von erneuten Ausschreitungen zwölf Minuten lang unterbrochen werden. Dazu wurden 56 Botew-Anhänger verhaftet, neun Personen verletzt und 16 Autos beschädigt.

In der Saison 2002/03 setzte sich das Chaos fort. Im Spiel gegen PFC Naftex Burgas stürmte ein Anhänger das Spielfeld und griff den Schiedsrichter an und in der Partie gegen Lewski Sofia wurde der gegnerische Spieler Stanislaw Angelow von einem Stein getroffen. In der Partie gegen den Lokalrivalen Lokomotive Plowdiw kam es in mehreren Straßen zu halbstündigen Kämpfen zwischen beiden Seiten. Der Verein wurde mit Strafen in Form von Platzsperren bedacht. Am Ende konnte sich der Verein knapp in der ersten Liga sportlich retten.

Nur eine Spielzeit später musste der Verein jedoch zweitmalig in seiner neueren Geschichte in die zweite Liga absteigen. Es gelang jedoch auch in der zweiten Zweitligasaison der Wiederaufstieg, so dass der Verein in der Saison 2005/06 wieder in der A Grupa spielt.

Sonstiges

  • Die Spieler von Botew Plowdiw werden aufgrund der gelb-schwarzen Trikotfarben auch Kanarienvögel genannt.
  • Eine Statue von Namenspatron Botew ist, drei Meter hoch, seit der offiziellen Einweihung am 2. Juni 1927 Teil des Stadions, in dem der Verein spielt (ist heute vor der Spielstätte platziert).

Sportliche Erfolge

  • Bulgarischer Meister: 1929, 1967
  • Sowjetarmee-Pokalsieger: 1962, 1981

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