Bottmühle
Die Bottmühle

Die Bottmühle steht in Köln an der mittelalterlichen Stadtmauer in der Mitte zwischen dem Bayenturm und der Severinstorburg. Der viergeschossige, teils mit Efeu bewachsene runde Turm befindet sich auf einer erhöhten Fläche und ist umgeben von einer zum Strassenniveau steil abfallenden Grünfläche, die von einer altersschwachen Steinmauer umgeben ist.

Geschichte

Auf einer im 16. Jahrhundert auf der stadteinwärts gelegenen Seite der Stadtmauer als Wehrplateau ("Bott") angelegten Wallplattform wird 1587 zunächst eine hölzerne Windmühle (Bockwindmühle) errichtet und 1677 bis 1678 durch ein steinernes Mühlengebäude ersetzt. Mühlenmeister Peter von Gleuel ist der Architekt der hölzernen Windmühle, der Italiener Alessandro Pasqualini plante später das aus Basalt und Tuffsteinschichten bestehende Bauwerk. Pasqualini arbeitete mindestens seit 1552 an der Kölner Befestigungsanlage, bevor er 1559 starb. Die Bottmühle ist eine von vier Mühlen, die auf der Stadtmauer erbaut wurden. Die anfängliche kegelförmige Dachkonstruktion wird später um ein weiteres Geschoss erhöht und mit einer Plattform abgeschlossen. Im Zuge diverser Umbauten entfällt offensichtlich auch die wirtschaftliche Nutzung als Windmühle.

Ab 1911 beherbergte die Bottmühle die Traditions-Korporationen der "ATV Markomannia-Westmark" bzw. verschiedene durch Auflösungen und Eingliederungen sich ergebende studentische Verbindungen bis 1945. Seit 1921 ist die Bottmühle, die sich seit 1835 in Privatbesitz befand, im Eigentum der Stadt Köln.

Nach Kriegsende übergab die Britische Verwaltung der "Deutschen Jungenschaft" die Bottmühle zur Jugendarbeit, seit 1970 residiert dort die Sozialistische Jugend Deutschlands-Die Falken.

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