Bottomfield

Der Begriff Halbbild wird in der Video- und Fernsehtechnik ebenso wie in der Stereoskopie verwandt. Er soll die Unvollkommenheit eines einzelnen Halbbildes versinnbildlichen. Nur in paarweiser Gemeinsamkeit von Halbbildern ergeben sich die gewünschten sichtbaren Bilder.

Inhaltsverzeichnis

Halbbild in der Fernseh- und Videotechnik

Prinzip des Zeilensprungverfahrens

Um bei Fernsehsignalen den Eindruck flüssiger Bewegungsabläufe zu vermitteln, wird das Signal in 25 Bilder/Sekunde aufgeteilt, die wiederum noch in zwei Halbbilder (Odd/Even) unterteilt werden. Diese Halbbilder werden auch Fields genannt.

Abhängig von der Videoquelle (unkomprimiert oder MPG-kodiert) wird entweder

1. das erste Halbbild aus den geraden (Even- oder Bottom-Field), das zweite Field aus den ungeraden Zeilen (Odd oder Top-Field.) gebildet (Unkomprimiert)

oder
2. das erste Halbbild aus den ungeraden (Odd oder Top-Field), das zweite Field aus den geraden Zeilen (Even- oder Bottom-Field) gebildet (MPG)

In dieser Grafik wird ein Vollbild aus zwei Halbbildern aufgebaut, wobei das erste Halbbild blau und das zweite gelb dargestellt ist.

Diese Technik wird derzeit noch bei vielen Video- und Fernsehformaten angewandt.

Bei der Wiedergabe von Filmen mit Halbbildtechnik entstehen auf einem Schirm ohne zusätzlichen Filter sichtbare Linien. Auf einem Fernsehgerät entstehen diese nicht, da die Linien ineinander übergehen.

Dieses Verfahren heißt Zeilensprungverfahren (engl. interlace).

Stereoskopisches Halbbild

Stereoskopisches (räumliches) Sehen ist nur mit zwei Augen möglich. Um mit einer stereoskopischen Aufnahme (3D-Bild) einen räumlichen Eindruck erzeugen zu können, muss für jedes Auge ein im Augenabstand aufgenommenes Bild (Halbbild) vorhanden sein. Diese beiden Bilder müssen getrennt im Gehirn ankommen, damit der räumliche Eindruck errechnet werden kann. Zur Trennung werden verschiedene Verfahren angewendet, wie 3D-Brillen oder Linsenraster.

Siehe auch

Weblinks


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