Boyomafälle
Der unterste Katarakt der Boyoma-Stromschnellen

Als Boyomafälle wird eine Folge von sieben Katarakten am Oberlauf des afrikanischen Flusses Kongo bezeichnet. Sie befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo zwischen den Städten Ubundu und Kisangani (auch Boyoma genannt). Bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts waren sie bekannter als Stanleyfälle, benannt nach ihrem Entdecker Henry Morton Stanley.

Im ersten und im siebten Katarakt überwindet der Fluss jeweils knapp 5 Höhenmeter, die übrigen Stromschnellen sind niedriger. Insgesamt hat die Kataraktstrecke eine Länge von gut 100 Kilometern und eine Höhendifferenz von rund 60 Metern. Seit dem Überstau der Sete Quedas-Fälle des Paraná durch das Kraftwerk Itaipú werden die Boyoma-Schnellen oft als wasserreichster Fall der Welt bezeichnet. Wie diese haben sie einen mittleren Durchfluss von rund 17.000 m³/s. Dennoch trifft die Bezeichnung Wasserfall nicht auf die Boyoma-Katarakte zu.

Diese dennoch oft als Wasserfälle bezeichneten, nicht schiffbaren Stromschnellen bilden die Grenze zwischen dem Kongo-Oberlauf, der bis dorthin den Namen Lualaba trägt, und dem mittleren Flussabschnitt durch das Kongobecken, der oberhalb der so genannten Livingstonefälle endet. Zwischen den Häfen von Ubundu und Kisangani schließt eine Bahnlinie die durch die Stromschnellen erzwungene Lücke im Schiffahrtsweg. Wirtschaftliche Bedeutung haben die Stromschnellen besonders für den umwohnenden Volksstamm der Wagenia, die dort Fischfang betreiben, indem sie meist hölzerne reusenartige Konstruktionen mitten in den reißend überströmten Riffen befestigen.

Siehe auch

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