Bradeni
Brădeni
Henndorf
Hégen
Wappen fehlt
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Brădeni (Rumänien)
DEC
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 46° 5′ N, 24° 50′ O46.07972222222224.829166666667482Koordinaten: 46° 4′ 47″ N, 24° 49′ 45″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 482 m
Fläche: 80,6 km²
Einwohner: 1.419 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 557060
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Brădeni, Retiş, Ţeline
Bürgermeister: Aurel Dobre (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 31
loc. Brădeni, jud. Sibiu, RO-557060

Brădeni (rum. früher Hendorf, dt. Henndorf, ung. Hégen) ist eine Gemeinde im rumänischen Siebenbürgen am oberen Lauf des Flusses Hârtibaciu (dt. Harbach). Im Jahr 1992 zählte man im eigentlichen Ort 751 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das langgestreckte Straßendorf an der Nationalstraße 106 liegt 480 Meter über NN. Die benachbarten Städte Agnita (dt. Agnetheln), Sighişoara (dt. Schäßburg) und Făgăraş (dt. Fogarasch) liegen jeweils etwa 20 Kilometer entfernt. Durch die Lage am Heerweg von Schäßburg nach Fogarasch war der Ort in Kriegszeiten immer wieder Brand- und Plünderungsgefahren ausgesetzt.

Geschichte

Henndorf wurde erstmalig 1297 als terra Heen erwähnt. Entstanden ist der Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Gründung deutscher Siedler, der sogenannten Siebenbürger Sachsen. Im Jahr 1300 begann man mit dem Bau einer steinernen Kirchenburg, deren Fertigstellung noch im 14. Jahrhundert erfolgte. 1350 erhielt die Andreaskirche von Henndorff einen Ablass für ihre Ausstattung. Das zugrundeliegende Schriftstück ist die älteste erhaltene Urkunde mit der deutschen Form des Ortsnamens.

1426 wurde urkundlich erwähnt, dass Henndorf eine freie Gemeinde des siebenbürgisch-sächsischen Königsbodens ist, ein Jahr später (1427) wurde die Gemeinde zum Markt erhoben. Drei Brände in den Jahren 1503, 1539 und 1566 verursachten schwere Zerstörungen. Eine Erhebung aus dem Jahr 1920 zählte 1.020 Einwohner, von denen mit 539 etwa die Hälfte evangelisch war, was gleichzeitig etwa der Anzahl deutscher Bewohner entsprach. In der Gegenwart leben nur noch sehr wenige Bürger sächsischer Abstammung im Ort.

Durch die Wusch, eine Schmalspurbahn, war der Ort von 1898 bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts an das Schienennetz angebunden.

Wirtschaft

Die Henndorfer Handwerkerzunft war auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt, vor allem das Tischlerhandwerk. Das bezeugen auch die schönen Kircheneinbauten und die gotischen Truhen auf dem Dachboden der Henndorfer Kirchenburg.

Literatur

  • Michael Glatz: Henndorf im Wandel der Zeit - Ein siebenbürgisches Heimatbuch. Herausgegeben und verlegt von Pfarrer Michael Seiverth, 1996, 208 Seiten.
Kirchenburg in Brădeni

Weblinks


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