Brainin-Passek

Valeri Brainin (auch Willi Brainin-Passek; russisch Валерий Борисович Брайнин/Waleri Borissowitsch Brainin; * 27. Januar 1948 in Nischni Tagil) ist ein aus Moskau stammender Musikwissenschaftler, Komponist, Pädagoge und Literat, der Sohn des österreichischen Dichters und Übersetzers Boris Brainin (Sepp Österreicher).[1][2]

Inhaltsverzeichnis

Wissenschaftliche und öffentliche Tätigkeit

Brainin ist Präsident des Russischen Zweiges der Internationalen Gesellschaft für Musikausbildung bei der UNESCO (Russian Federation Society for Music Education – ISME National Affiliate)[3], Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie und Leiter des Forschungszentrums für Neue Technologien musikalischer und musikpädagogischer Ausbildung der Staatlichen Pädagogischen Universität Moskau. Er ist Vollmitglied der Wissenschaftsakademie für Pädagogische Ausbildung (Russland). Außerdem ist er Initiator und künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs Classica Nova[4], der vom Guinness-Buch der Rekorde[5] als der größte Musikwettbewerb anerkannt wurde. Brainin ist auch Autor der Kulturforschungskonzeption „Neue Klassik“[6][7]

Pädagogische Tätigkeit

Valeri Brainin ist Begründer der nach ihm benannten Brainin-Methode zur Entwicklung der musikalischen Intelligenz bei Kindern.[8] Im Prüfungsprogramm für das Lehramt an Gymnasien sowie Grund- und Hauptschulen ist der Name „Brainin“ in eine Liste von Persönlichkeiten aufgenommen, die Einfluss auf die Entwicklung der Musikpädagogik ausgeübt haben („Fragenkatalog zur Geschichte der Musikpädagogik“).[9] Außerdem ist die Brainin-Musikschule eine von fünfen neben den Schulen von Orff, Yamaha, Suzuki und der Deutschen Musikschule, deren Grundprinzipien zu erlernen seien („Fragenkatalog zur systematischen Musikpädagogik“).[10] Brainin ist auch ein bekannter Klavierpädagoge für Kinder. Aus seinen Schülern ist eine ansehnliche Zahl von Preisträgern sowohl bei nationalen als auch internationalen Musikwettbewerben hervorgegangen.[11][12][13][14][15][16]

Literarische Tätigkeit

Russischer Poet, auch bekannt als Willi Brainin und Brainin-Passek.[17][18][19][20] In den 1980er bis Anfang der 90er Jahren war Brainin Mitglied des literarischen Klubs „Poesia“ (ru:Клуб «Поэзия») in Moskau. Hier waren viele damalige Underground-Autoren, die inzwischen literarisch bekannt sind, versammelt, z.B.: Yuri Arabov, Jewgenij Bunimovitch, Mikhail Epstein, Alexandr Eremenko, Sergej Gandlevskij, Nina Iskrenko, Timur Kibirov, Alexej Parschikow, Dmitri Prigow, Lew Rubinstein u.a. Die Gedichte Brainins wurden in vielen russischsprachigen Literaturzeitschriften sowohl in als auch außerhalb Russlands veröffentlicht. Einige seiner Gedichte sind ins Englische übersetzt und im amerikanischen Journal Partisan Review veröffentlicht (1994).

Bekannte Verwandten

Valeri Brainin ist unter anderem verwandt mit:

  • Elisabeth Brainin (1949), österreichische Psychoanalytikerin und Autorin
  • Fritz Brainin (1913–1992), österreichisch-amerikanischer Dichter
  • Harald Brainin (1923–2006), österreichischer Lyriker und Schriftsteller
  • Max Brainin (1909–2002), österreichisch-amerikanischer Werbegrafiker
  • Norbert Brainin (1923–2005), österreichisch-britischer Violinist
  • Reuben Brainin (1862–1939), hebräischer und jiddischer Schriftsteller und Literaturkritiker

(Siehe auch Brainin).

Gutachten

  • Sofia Gubaidulina. Vorwort zum „Kursus der musikalischen Sprache“ von Valeri Brainin (Faksimile). Teilweise veröffentlicht auf Russisch in Musykalnaja Akademia, Moskau, 1993, Nr. 1 und auf Italienisch in Be Quadro, Florenz, 1993, Nr. 49–50

Quellen

  1. Literaturhaus Wien
  2. rhein-zeitung.de
  3. http://russ.isme.org/english
  4. Classica Nova™
  5. Guinness-Buch der Rekorde Urkunde
  6. Valeri Brainin: Über die Postmoderne und die neue Klassik. In: Neue Musikzeitung. Regensburg, November 2002 (Anfang)]
  7. Valeri Brainin: Über die Postmoderne und die neue Klassik. In: Neue Musikzeitung. Regensburg, November 2002 (Fortsetzung)]
  8. http://brainin.org/Method
  9. [1]
  10. [2]
  11. [3]
  12. [4]
  13. [5]
  14. [6]
  15. [7]
  16. [8]
  17. Russisch: Sergej Čuprinin. Schriftsteller des Deutschlands
  18. Чупринин С.: Русская литература сегодня. Зарубежье. Время, М. 2008, ISBN 978-5-9691-0292-7
  19. В. В. Огрызко: Русские писатели. Современная эпоха. Литературная Россия, М. 2004
  20. E. Tichomirova: Russische zeitgenössische Schriftsteller in Deutschland. Ein Nachschlagewerk. Verlag Otto Sagner, München 1998

Weblinks


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