Brandenburg-Görden
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Brandenburg an der Havel
Brandenburg an der Havel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Brandenburg an der Havel hervorgehoben
52.40888888888912.56305555555632Koordinaten: 52° 25′ N, 12° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 32 m ü. NN
Fläche: 228,8 km²
Einwohner: 72.954 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 319 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 14770–14778
Vorwahl: 03381
Kfz-Kennzeichen: BRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 51 000
Stadtgliederung: 6 Stadtteile, 8 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Altstädtischer Markt 10
14770 Brandenburg an der Havel
Webpräsenz:
Oberbürgermeisterin: Dietlind Tiemann (CDU)
Blick über die Neustadt mit St. Katharinen und Paulikloster

Brandenburg an der Havel ist eine kreisfreie Stadt und eines der vier Oberzentren im Land Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist gemessen nach der Einwohnerzahl die drittgrößte, und nach der Fläche die größte kreisfreie Stadt im Land Brandenburg. Zudem ist sie mit einer über 1000-jährigen Geschichte eine der ältesten Städte im gleichnamigen Bundesland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Brandenburg an der Havel liegt im Westen des Landes Brandenburg etwa 70 km westlich von Berlin am für die Binnenschifffahrt wichtigen Fluss Havel zwischen Potsdam und Magdeburg. Im Stadtgebiet zweigt sich die Havel in einige Seitenarme auf, sodass sich einige Inseln bilden, die das Stadtbild mitprägen. Daneben gibt es zehn natürliche Seen, die vornehmlich durch die Havel gespeist werden. Einzig der Görden- und der Bohnenländersee besitzen keinen natürlichen Zu- und Abfluss zur Havel. Größte Seen im Stadtgebiet sind der Plauer See mit einer Fläche von ca. 640 ha und der Beetzsee. Die Havel trennt zwischen Alt- und Neustadt das Havelland von der Zauche. Weitere natürliche Fließgewässer neben der Havel sind die im Fläming entspringenden Flüsse Plane und die Buckau, die jeweils in den Breitlingsee münden. Daneben gibt es einige Kanäle, die zu unterschiedlichen Zeiten angelegt wurden.

Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der eiszeitliche Marienberg mit einer Höhe von 67,7 m über NHN. Die Böden sind gemeinhin eher sandig und wenig fruchtbar. Etwa 75 Prozent der zu Brandenburg gehörenden Fläche sind landwirtschaftliche Nutzfläche, Sumpfgebiete oder Wasserfläche. Zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt sind auch die Forste Gördenwald, Neustädter Heide und Neu-Plauer Forst zu rechnen, die mit kleineren Waldgebieten etwa 20 Prozent der kommunalen Fläche ausmachen. Bestimmende Bepflanzung in diesen Gebieten ist monokulturell die Kiefer, wobei in letzter Zeit verstärkt davon abgerückt und zum pflanzen einer Mischvegatation übergegangen wird.

Nachbarkreise und -gemeinden

Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel ist fast vollständig vom Landkreis Potsdam-Mittelmark umgeben und grenzt außerdem noch an den Landkreis Havelland (HVL). Sie grenzt im Uhrzeigersinn an folgende Gemeinden: im Norden an die Gemeinde Milower Land (HVL), die Stadt Havelsee und die Gemeinden Beetzsee, Beetzseeheide und Roskow, im Osten an die Gemeinde Groß Kreutz (Havel), im Süden an die Gemeinden Kloster Lehnin, Wollin und Wenzlow und im Westen an die Gemeinden Rosenau, Wusterwitz und Bensdorf. Im Nordosten gehören auch der Beetzsee und der Riewendsee, die an die Gemeinde Päwesin und die Stadt Nauen (HVL) grenzen, zum Stadtgebiet.

Stadtgliederung

Die Stadt ist in folgende Stadt- und Ortsteile untergliedert: [1]

  • Stadtteil Dom, einschließlich Ortsteile Klein Kreutz (mit Saaringen), Gollwitz und Wust
  • Stadtteil Altstadt
  • Stadtteil Neustadt, einschließlich Ortsteile Göttin und Schmerzke
  • Stadtteil Görden
  • Stadtteil Hohenstücken
  • Stadtteil Nord
  • Stadt-/Ortsteil Kirchmöser, einschließlich Ortsteil Mahlenzien
  • Stadt-/Ortsteil Plaue
Jahr Eingemeindung
1715 die Städte Altstadt und Neustadt werden unter einer gemeinsamen Stadtverwaltung zusammengelegt
1929 der Stadtteil Dom und das heute zur Altstadt gehörende Neuendorf
1937 das heute zur Neustadt gehörende Wilhelmsdorf
1950 Mötzow (heute zu Beetzseeheide), Klein Kreutz, Schmerzke und Göttin (alle nur bis 1952)
1952 Plaue (bis dahin selbstständige Stadt) und Kirchmöser
1993 Göttin, Klein Kreutz, Saaringen, Schmerzke (bereits 1950-1952) und Mahlenzien
2003 Gollwitz und Wust

Im Detail gliedert sich Brandenburg

  • in den Stadtteil Altstadt mit den Wohnplätzen Bohnenland, Brielower Ausbau, Butterlake, Heidekrug, Klingenbergsiedlung, Neuendorf und Quenzsiedlung
  • in den Stadtteil Neustadt mit den Wohnplätzen Buhnenhaus, Görisgräben, Malge, Neue Mühle, Neuschmerzke, Siedlung Eigene Scholle, Wendgräben und Wilhelmsdorf, außerdem mit den Ortsteilen Göttin und Schmerzke (mit dem Wohnplatz Paterdamm)
  • in den Stadtteil Dom mit dem Ortsteilen Klein Kreutz (mit dem 1957 eingemeindeten Saaringen und dem Wohnplatz Fuchsbruch), Gollwitz und Wust
  • in den Stadtteil Görden (Anlage seit 1920er Jahre in der Gemarkung der Altstadt)
  • in den Stadtteil Nord (Neubaugebiet 1959–1970 in der Gemarkung der Altstadt)
  • in den Stadtteil Hohenstücken (Neubaugebiet 1972–1988 in der Gemarkung der Altstadt).
  • in den Ortsteil Kirchmöser mit den Wohngebieten Bergenhof, Gränert, Kirchmöser Dorf, Kirchmöser Ost und Kirchmöser West
  • die ehemals selbstständige Stadt Plaue lässt sich neben dem alten Stadtkerngebiet in Charlottenhof, Gartenstadt, Margaretenhof, Neu Plaue, Plauerhof, Plauer Schleuse und Roberdam einteilen.

Geschichte

siehe auch: Chronik auf der Website der Stadt [2]

Etymologie des Stadtnamens

Die hier dargestellte Namensgeschichte bezieht sich auf die Stadt Brandenburg an der Havel und davon abgeleitete Gebiets- und Dynastiebezeichnungen, nicht aber unbedingt auf alle Örtlichkeiten namens Brandenburg (vgl. Brandenburg (Begriffsklärung)).

Die älteste schriftlich Erwähnung des Namens Brandenburg befindet sich in der Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg. Hierbei ist von der Gründung des Bischofssitzes in der civitate Brendanburg die Rede. Datiert ist sie auf das Jahr 948 (Historikerstreit dazu siehe Mittelalter). Die chronikalische Ersterwähnung des Namens befindet sich in den Chroniken von Widukind von Corvey aus dem Jahre 967. Hier wird von der Eroberung der Brennaburg gesprochen.[3] Mögliche Deutungen des Namens könnten nun sein: Slawische Herkunft des Namens von bran – "Sumpf", "Morast" oder die germanische Herkunft von branda – "Brand". Gegen eine Ableitung des Namens vom Heiligen Brendan spricht der fehlende Kult um diesen Heiligen im Brandenburger Bereich. Jedoch könnte sich der Name dennoch von ihm ableiten, würde er aus dem westdeutschen Bereich im Zuge der Frankonisierung der deutschen Ortsnamen zur karolingischen Zeit übertragen worden sein. Jüngere Deutungsversuche beziehen sich auch auf ein Wort indogermanischen Ursprungs: brendh für "quellen" oder "schwellen". Die Deutung geht in diesem Fall von einer Gewässerbezeichnung aus, unter Hinzufügung der Endung -burg.[4]

Die Bezeichnung der Stadt selbst schwankte in ihrer Geschichte zwischen Brandenburg (Brendanburg), Brandenburg a./Havel, Brandenburg (Havel) und – so die heutige Bezeichnung – Brandenburg an der Havel.

Der Name Brennabor ist höchstwahrscheinlich frei erfunden. Der böhmische Jesuitenpater Bohuslaus Balbinus versuchte 1677 die Namen der Orte in den früheren slawischen Siedlungsgebieten zu rekonstruieren um ihre slawische Herkunft nachzuweisen: "Brandenburg wurde in jener Zeit von den Slawen: Branny Bor, d. h. silvae custodia, Wache des Waldes, genannt". [5][6][7]. Hintergrund: Aus ethnisch-politischen Gründen ersetzte der böhmische Slawe das missliebige deutsche „burg“ durch das slawische, ähnlich klingende, aber urkundlich nicht belegte „bor“. Wegen der „Burg“ im Ortsnamen ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die slawischen Bewohner Brandenburgs ihren Burgwall anders genannt haben, aber wie: Das ist unbekannt. Das frei erfundene „Brennabor“ konnte sich nur deswegen so hartnäckig festsetzen, weil seit 1892 das gleichnamige Unternehmen Brennabor in der Stadt Brandenburg an der Havel mit großem Erfolg u.a. seine Fahrräder unter diesem Namen produzierte.

Tschirch erwähnt noch eine zweite Annahme, die er ebenfalls als irrig und haltlos zurückweist: Brandenburg sei nur die deutsche Übersetzung für das slawische Sgorzelica. Die Herkunft dieses Namens leitet sich aus einer polnischen Chronik des Bischofs von Posen, Boguphals II. (gest. 1253), her, deren Überarbeiter sich von denselben Intentionen leiten ließen wie der oben erwähnte Balbinus. Auch sie wollten mit slawischen Ortsnamen eine "...weite Ausdehnung des polnischen Reiches nach Westen beweisen."[5]

Vorzeit

Die Altsteinzeitliche Befundlage ist als äußerst dünn anzusprechen, da die glaziale Überformung des Geländes während der Weichseleiszeit sämtliche vorhandenen Artefakte in unzugänglich tiefe Bodenschichten exportiert hat. Aus der germanischen Besiedlungsphase sind nur spärliche archäologische Befunde zu verzeichnen. So werden Schädelbestattungen, "...deren Fundumstände zum Teil Kult oder Opfer (?) vermuten lassen..."[8] in der Gemarkung Brandenburg-Neuendorf erwähnt. Im 4. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert bildet das Areal der heutigen Stadt Brandenburg an der Havel "...die Grenze des massenhaften Auftretens sowohl späthallstädtischer als auch keltischer Importgüter."[8] Daraus kann man die berechtigte Schlussfolgerung ziehen, dass der Havelübergang nördlich des Marienberges schon sehr lange Zeit Kreuzungspunkt bedeutender Handelsrouten war. Tacitus siedelt in seiner Schrift De origine et situ Germanorum (Germania) im Elbe-Havel-Raum den suebischen Stamm der Semnonen an, deren Bevölkerungsmehrheit jedoch bereits zum Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts während der frühen Völkerwanderungsperiode die alte Heimat verlassen haben dürfte. Vermutungen, die das Vorhandensein eines Frigga- oder Freyja-Heiligtums auf dem Marienberge suggerieren, sind rein spekulativer Natur und können sich seit der Anlage des Wasserkessels auf der Spitze des Marienberges in den 1960er Jahren archäologisch nicht mehr belegen oder ausschließen lassen. Für die Zeit zwischen der Abwanderung der germanischen Bevölkerung und dem massiven Zuzug der Slawen aus dem Süden und Osten wird für etwa 150 Jahre ein siedlungsfreier Raum angenommen. Zwischen dem 5. und dem 7. Jahrhundert ist durch Grabungsbefunde unter anderem im Brandenburger Raum allerdings noch germanische Besiedlung, wenn auch in bescheidenem Umfang, nachgewiesen, was der Theorie einer völligen Siedlungsleere widerspricht. [9]Ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. kommt es dann zur Landnahme durch slawische Stämme aus dem schlesischen und böhmischen Raum. Die verbliebenen Reste der germanischen Bevölkerung werden von den Slawen überschichtet, assimiliert und gehen letztendlich in den Zuzüglern auf. Es erhalten sich vor allem Gewässernamen wie der der Havel, Spree, Elbe u. a. aus der germanischen Sprachschicht, während Flur- und Siedlungsnamen von den Slawen neu vergeben werden.

Mittelalter

Rathenower Torturm.

Auf der Dominsel lag die zentrale Burg der slawischen Heveller, die 928/929 von König Heinrich I. erobert wurde. Otto I. errichtete hier 948 das Bistum Brandenburg. (Seit dem Ende der 1990er Jahre gibt es einzelne Historiker wie Dietrich Kurze oder Helmut Assing, die bezweifeln, dass das Bistum tatsächlich bereits 948 gegründet wurde, und vermuten, dass das Bistum erst im Jahr 949 oder sogar erst 965 gestiftet wurde.) Im Slawenaufstand 983 wurde die Burg wieder zurückerobert. Das Bistum bestand formal mit kontinuierlicher Bischofsbesetzung im Exil in Magdeburg weiter und kehrte nach der Wiedereroberung zurück.

Der letzte Hevellerfürst Pribislaw-Heinrich herrschte von der auf der Dominsel gelegenen Burg mit Petrikirche. Nach seinem Tode 1150 fiel das Land an Markgraf Albrecht den Bären, der 1157 die Burg erstürmte und die Markgrafschaft Brandenburg begründete. Die beiden Domkietze, der Altstädter und der Neustädter Kietz, dürften bald darauf entstanden sein. Bei der Siedlung Parduin mit der St.-Gotthardt-Kirche ließen sich vor 1147 Prämonstratenser nieder, die 1165 auf die Dominsel übersiedelten, wo nun das Domstift und ab 1165 der Dom errichtet wurde.

Die Siedlung um die Gotthardtkirche weitete sich nach 1160 zur Altstadt an der Straße von Magdeburg nach Berlin aus. 1170 wurde Brandenburg in einer von Markgraf Otto I. ausgestellten Urkunde als Stadt erwähnt.[10] Westlich vor der Altstadt deutet die vor 1173 entstandene Nikolaikirche im Dorf Luckenberg auf eine alte Kaufmannssiedlung hin. Südlich der Altstadt wurde am Ende des 12. Jahrhunderts die Neustadt mit der Katharinenkirche planmäßig angelegt (erstmalige urkundliche Erwähnung 1196)[5]. Beide Städte wurden getrennt mit Mauern versehen und bildeten zwei völlig eigenständige Kommunen.

Ruine der Franziskanerkirche St. Johannis am Salzhofufer.

In der Altstadt gründeten die Franziskaner nach 1234 ein Kloster, in der Neustadt wurde der markgräfliche Hof 1286 den Dominikanern zum Klosterbau überlassen. Ein wohl in der Mitte des 12. Jahrhunderts eingesetztes Burggrafengeschlecht verschwindet seit 1243 aus der Überlieferung. Als Hauptstadt der Markgrafschaft Brandenburg, als Bischofssitz, als Ort eines von weither angerufenen, seit 1326 bezeugten Schöppenstuhls und als Fernhandelsstadt bildeten die beiden Städte Brandenburg im Mittelalter zusammen das unbestrittene Zentrum zwischen Elbe und Oder.

Die auf Fernhandel hinweisende Judengemeinde wurde um 1350, 1446 und 1510 auf das schwerste verfolgt. Der 1402 erwähnte erste Roland auf dem Neustädtischen Markt drückte die städtischen Freiheiten aus, seit 1230 lagen die Obergerichte in der Hand bürgerlicher Schulzen und Schöppen. Gegen Beeinträchtigen durch die neuen hohenzollerschen Landesherren schlossen beide Brandenburg-Städte 1431 einen Städtebund mit Berlin, Cölln und Frankfurt (Oder), bis 1518 gehörten sie der Hanse an.

Im Anschluss an das Domkapitel und die bürgerliche Führungsschicht von Brandenburg Neustadt entfaltete sich im späten Mittelalter ein reges geistiges Leben.

1521 bestätigt Kurfürst Joachim I. offiziell den Titel Chur- und Hauptstadt für Brandenburg an der Havel. Außerdem legte er die Reihenfolge der märkischen Städte bei Huldigungen und im Felde fest. Die Reihenfolge hierbei war: Brandenburg Alt- und Neustadt, Berlin, Cölln, Stendal, Prenzlau, Perleberg, Ruppin, Frankfurt (Oder) und Cüstrin. In der Folge kam es später bei Erbhuldigungen deshalb noch bis ins 19. Jahrhundert zu Rangstreitigkeiten mit Berlin.

Zwischen 1536 und 1555 setzte sich die Reformation in Stadt und Domkapitel durch, das Bistum wurde 1598 säkularisiert und dem Kurfürstentum Brandenburg eingegliedert. Gleichzeitig verloren die Städte infolge des Aufstiegs Berlins als kurfürstlicher Residenzstadt ihre führende Stellung.

Neuzeit

Brandenburg an der Havel um 1700

1619 wurde die freie Ratswahl abgeschafft, die Münzverschlechterung führte 1622 Tumulte der städtischen Bevölkerung herbei. Die Zerstörungen und der Niedergang im Dreißigjährigen Krieg konnten erst nach 1800 aufgeholt werden. Von den 10.000 Einwohnern vor dem Krieg lebten 1648 nur noch 3.000. Die Ansiedlung von Hugenotten 1685 brachte die Bildung einer reformierten Gemeinde und mit der Gerberei und Lederverarbeitung eine wirtschaftliche Belebung. Der Aufbau des brandenburgischen Heeres seit dem späten 17. Jahrhunderts machte beide Brandenburgs zu Garnisonstädten. 1717 wurde die Ritterakademie als Ausbildungsstätte des Adels für den Staats- und Militärdienst gegründet. Auf Befehl des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. wurde die Stadtverwaltung beider Städte zusammengelegt, wobei jede Stadt ihre Ratsmannen behielt. Das Zusammenwachsen beider vorher eigenständiger Städte war ein langwieriger Prozess.

Von 1806 bis 1808 war die Stadt von französischen Truppen besetzt. Dies und weitere Kriegskosten führten zu einer schweren Verschuldung der Stadt und nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress zur Eingliederung ab 1816 in den Landkreis Westhavelland, Regierungsbezirk Potsdam, preußische Provinz Brandenburg, (seit 1939 Mark Brandenburg). Erst mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnten die Schulden getilgt werden und am 1. April 1881 schied die Stadt Brandenburg aus dem Kreis Westhavelland aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis.

Während der Revolution 1848 tagte vom 8. November bis zu ihrer Auflösung am 5. Dezember 1848 die vom König aus Berlin vertriebene Preußische Nationalversammlung im Dom zu Brandenburg.

1830 hatte Brandenburg 13.538 Einwohner, 1846 erhielt es Bahnverbindung nach Berlin und Magdeburg, 1904 nach Rathenow und Belzig, drei weitere Kleinbahnen entstanden 1901/1912. Die erste Pferdestraßenbahn fuhr 1897. Die Industrialisierung setzte nach 1870 ein, die Brennabor-Werke (Gründung 1871 durch die Gebrüder Reichstein) erzeugten Fahrräder, Kinderwagen und Autos, um 1900 folgten zwei weitere Fahrradwerke, eine Schiffswerft, eine Eisengießerei, Fabriken für Blechspielwaren, Textilien und Möbel. 1913 entstand ein Stahl- und Walzwerk, während die alte Tuch- und Seidenweberei einging.

Mit dem industriellen Aufstieg verdoppelte sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die Bevölkerungszahl durch Zuzug aus der Umgebung der Stadt, aber auch aus dem Ruhrgebiet, aus Ost- und Westpreußen, aus Danzig, Pommern und Schlesien. 1905 hatte die Stadt 51.000 Einwohner. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Brandenburg durch Stahl-, Metall-, Textil- und Spielwarenindustrie geprägt, die jedoch während der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre einen schnellen Niedergang fand. Nach 1933 wurde Brandenburg durch die verkehrsgünstige Lage und die Stahlproduktion zu einem wichtigen Standort der Flugzeug- und Lkw-Produktion: Das Arado-Zweigwerk wurde ab 1934 errichtet - 1935 folgte das Lkw-Werk von Opel.

Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ bestand 1933 und 1934 in Brandenburg eines der ersten Konzentrationslager. Das Zuchthaus Brandenburg-Görden war bis zur Befreiung durch sowjetische Truppen am 27. April 1945 ein Gefängnis und Hinrichtungsort für zahlreiche Widerstandskämpfer. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden im Zuchthaus zwischen 1940 und 1945 1.772 Menschen hingerichtet. Es beherbergt heute eine Dokumentationsstelle für die Opfer der NS-Justiz. Das alte Zuchthaus wurde im Rahmen des Euthanasie-Programms als Tötungsanstalt genutzt. Hier wurden 9.772 Patienten ermordet. In Brandenburg befindet sich an der Anton-Saefkow-Allee eine Landesklinik für Psychiatrie (ehemals „Landesirrenanstalt“ dann „Brandenburgische Psychiatrische Landesanstalt Görden", später nur noch kurz Landesanstalt Görden). Ihr damaliger Direktor, Professor Hans Heinze, war einer der zentralen Handelnden der verschiedenen Formen des nationalsozialistischen Krankenmordes. Die Klinik war Herkunfts- und Zwischenanstalt der so genannten „Euthanasie-Aktion T4". Die Morde wurden zum größten Teil in der nahe gelegenen NS-Tötungsanstalt Brandenburg, dem ehemaligen Gefängnis und vorübergehendem KZ, ausgeführt, zum Teil in der Nachfolgeeinrichtung in Bernburg. Aber auch in der in der Landesanstalt Görden eingerichteten Kinderfachabteilung wurde systematisch gemordet.[11] Gegen Ende des 2. Weltkriegs richteten Luftangriffe 1944/45 und die Bodenkämpfe im April 1945 erhebliche Zerstörungen im Stadtgebiet Brandenburgs an. Rund 70 Prozent der Industriebetriebe wurden zerstört. Allerdings kam Brandenburg mit einem Verlust von rund 15 Prozent der Wohnfläche im Vergleich zu vielen anderen deutschen mittelgroßen Städten relativ glimpflich davon. Das liegt daran, dass Brandenburg keine flächendeckenden Bombardements ertragen musste, die auf die Innen- und die Altstadt zielten.

Die 1950er Jahre waren Jahre des Neuanfangs. Der Bau des Walzwerkes in Kirchmöser ab 1949 und des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg ab 1950 gab der Stadt ihre Schwerindustrie wieder. Stahl-, Maschinenbau- und Bauindustrie sowie Betriebe der Deutschen Reichsbahn in Kirchmöser wurden Symbole der Stadt. Die Einwohnerzahl stieg mit dem Aufbau der Industrie bis zum Jahr 1989 kontinuierlich. Nach der Wiedervereinigung wurde die Industrie privatisiert, zahlreiche Betriebe stillgelegt oder deutlich verkleinert. Die Strukturveränderungen führten bis heute zu einer hohen Arbeitslosigkeit und einem Sinken der Einwohnerzahl.

Religionen

Christentum

Es gibt insgesamt acht evangelische Kirchengemeinden in der Stadt, die zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und ihrem Kirchenkreis Brandenburg gehören, von der jedoch eine ihr Pfarramt außerhalb der Stadtgrenzen besitzt. Diese Gemeinden sind die Domgemeinde (Brandenburger Dom), die St. Gotthardtgemeinde in der Altstadt, die St. Katharinengemeinde in der Neustadt, sowie die Gemeinden in den Ortsteilen Gollwitz, Plaue, Kirchmöser und für Göttin die Gemeinde Krahne. Weiterhin besitzt die evangelische Kirche ein Kreisjugendpfarramt. Auf Initiative des Domstifts Brandenburg wurde eine evangelischen Grundschule, die in Gebäuden des Domstifts untergebracht ist, und ein evangelisches Gymnasium eingerichtet. Träger dieser Einrichtungen ist die Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Das Domstift besitzt einen Forst mit zugehörigem Forstamt in Seelensdorf und ein Domstiftsgut in Mötzow. Ebenfalls in einem Gebäude des Domstifts befindet sich auch ein evangelisches Jugendhaus.

Zur römisch-katholischen Kirche gehören zwei Gemeinden in Brandenburg an der Havel. Hier ist die Besonderheit zu beachten, dass durch die Stadt die Bistumsgrenze zwischen Magdeburg und Berlin verläuft. Der Ortsteil Kirchmöser gehört zum Bistum Magdeburg. Hier befindet sich die Familienferienstätte St. Ursula und die Kirche der Gemeinde Hl. Geist, welche zum Dekanat Magdeburg gehört. Die weiteren Gebiete der Stadt gehören zum Erzbistum Berlin und dem Dekanat Brandenburg. Dort befindet sich die Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit, welche neben der Pfarrkirche weitere Kirchen im Stadtgebiet und außerhalb besitzt. In katholischer Trägerschaft sind außerdem ein Seniorenzentrum, ein Jugendhaus und ein Krankenhaus.

Zur deutschen Eparchie der Russisch-orthodoxen Kirche gehört in Brandenburg an der Havel die Gemeinde Gottesmutter-Freude aller Betrübten. Mangels eigenem Gotteshaus wird die St.-Bernhard-Kirche in der Thüringer Straße genutzt.

In der Stadt gibt es außerdem zwei Gemeinden des Bundes der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden, eine Adventgemeinde, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage; die Zeugen Jehovas und weitere.

Judentum

Gedenktafel auf dem jüdischen Friedhof

Seit einigen Jahren gibt es in Brandenburg an der Havel wieder eine jüdische Gemeinde. Ihre Mitglieder stammen überwiegend aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Die Stadt besitzt zwei jüdische Friedhöfe. Der 1747 angelegte Friedhof befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofes in der Geschwister-Scholl-Straße. Die Nationalsozialisten verwüsteten diesen jedoch im Jahre 1938. Die Brennabor-Werke planten auf dem Gelände des Friedhofes eine Betriebssportstätte zu errichten. Zu dieser Entweihung kam es des Kriegsendes wegen dann nicht mehr. Auf diesem Friedhof befinden sich heute Gedenktafeln umgekommener Juden aus Brandenburg an der Havel, sowie die Namen der auf dem Friedhof bestatteten Personen.
Der zweite, kleinere jüdische Friedhof befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Landesirrenanstalt Brandenburg Görden, dem heutigen Askleipios-Klinikum. Durch die Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde die Synagoge total zerstört. Den Juden blieb nur das der Synagoge vorgelagerte Gemeindehaus in der Großen Münzenstraße. Die Zahl der Gemeindemitglieder vor dem Zweiten Weltkrieg betrug etwa 200. In annähernd gleicher Stärke ist das Judentum wieder in der Stadt vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die beiden Städte Brandenburg (Altstadt und Neustadt) hatten im Mittelalter nur einige tausend Einwohner. Die Bevölkerungszahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Bis 1600 stieg sie auf rund 10.000, sank durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges bis 1648 auf nur noch 3.000. Erst 1715 wurde der Vorkriegsstand wieder erreicht. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1818 erst 12.800 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 50.000. Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt verlor 18 Prozent ihrer Bewohner (15.000 Personen). Die Einwohnerzahl sank von 84.000 im Jahre 1939 auf 69.000 im Dezember 1945. Im Jahre 1952 lebten in der Stadt wieder so viele Menschen, wie vor dem Krieg.

Bis 1988 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt Brandenburg auf ihren historischen Höchststand von rund 95.000. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der Wende in der DDR im Jahre 1989 hat die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang bis 2005 etwa 20 Prozent ihrer Bewohner (20.000 Personen) verloren. Am 31. Dezember 2006 betrug die Einwohnerzahl von Brandenburg an der Havel 73.475 Einwohner (Quelle ist das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Mit einem weiteren Absinken der Bevölkerungszahl wird gerechnet. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die Stadt im Jahre 2025 unter 60.000 Einwohner haben wird.[12]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1830 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR (bis 1990), des Landesamtes (1991-2000) bzw. Landesbetriebes für Statistik und Datenverarbeitung Brandenburg (2001-2006) und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg (ab 2006). Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr/Datum Einwohner
1600 10.000
1648 3.000
1715 11.000
1818 12.800
1830 13.538
1. Dezember 1840 ¹ 14.395
3. Dezember 1855 ¹ 21.058
3. Dezember 1858 ¹ 21.619
3. Dezember 1864 ¹ 26.100
3. Dezember 1867 ¹ 25.500
1. Dezember 1871 ¹ 25.828
1. Dezember 1875 ¹ 27.776
1. Dezember 1880 ¹ 29.066
1. Dezember 1885 ¹ 33.129
Datum Einwohner
1. Dezember 1890 ¹ 38.212
2. Dezember 1895 ¹ 42.690
1. Dezember 1900 ¹ 49.250
1. Dezember 1905 ¹ 51.239
1. Dezember 1910 ¹ 54.002
1. Dezember 1916 ¹ 48.039
5. Dezember 1917 ¹ 49.565
8. Oktober 1919 ¹ 52.972
16. Juni 1925 ¹ 59.748
16. Juni 1933 ¹ 64.190
17. Mai 1939 ¹ 79.052
1. Dezember 1945 ¹ 68.927
29. Oktober 1946 ¹ 70.632
31. August 1950 ¹ 71.618
Datum Einwohner
31. Dezember 1955 87.143
31. Dezember 1960 86.722
31. Dezember 1964 ¹ 89.697
1. Januar 1971 ¹ 93.983
31. Dezember 1975 93.765
31. Dezember 1981 ¹ 94.680
31. Dezember 1985 94.862
31. Dezember 1988 94.872
31. Dezember 1990 89.889
31. Dezember 1995 85.994
31. Dezember 2000 77.516
31. Dezember 2005 74.129
31. Dezember 2006 73.475
31. Dezember 2007 72.954

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Flagge der Stadt Brandenburg an der Havel

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung hat neben der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) derzeit 46 Mitglieder. Diese teilen sich nach der Kommunalwahl am 28. September 2008 wie folgt auf die Parteien und Wahlbündnisse auf:

CDU SPD Die Linke FDP Kreisverband Brandenburg a. d. Havel
der Gartenfreunde e.V.
Bürgerverein "Pro Kirchmöser" e. V. Bündnis 90/Die Grünen Gesamt
15 12 11 3 2 2 2 47

Bedeutende Bürgermeister vor 1809

Von 1561 bis 1578 stand Simon Roter als Bürgermeister der Altstadt vor. Er gilt als Gründer und Initiator der Saldria.

Im Jahr 1563 war Simon Carpzov Bürgermeister der Neustadt.

Oberbürgermeister seit 1809 in Chronologie

  • 1809–1815: Heinrich August Duden
  • 1815–1818: Karl Friedrich Pfitzer
  • 1819–1821: Otto Friedrich Nickel
  • 1821–1839: Georg Friedrich Zander
  • 1840–1849: Franz Ziegler
  • 1851–1864: Carl Friedrich Brandt
  • 1864–1871: Friedrich Carl Johannes Gobbin
  • 1871–1897: Carl Reuscher
  • 1897–1905: Rudolf Hammer (Oberbürgermeister seit 1900, vorher Erster Bürgermeister)
  • 1905–1914: Hugo Dreifert (Oberbürgermeister seit 1907, vorher Erster Bürgermeister)

Städtepartnerschaften

Brandenburg unterhält derzeit drei Städtepartnerschaften. Erste Partnerstadt wurde 1963 das französische Ivry-sur-Seine. Es folgten die Städte Kaiserslautern 1988 und das damals noch sowjetische jetzt russische Magnitogorsk 1989.

Wappen

Stadtwappen

Das Wappen der Stadt weist eine Besonderheit auf: Es handelt sich um ein Allianzwappen mit zwei gespaltenen Schilden und soll damit die Vereinigung von Alt- und Neustadt im Jahr 1715 verdeutlichen. 1950 erhielt Brandenburg ein anderes Wappen, das über der vereinfacht dargestellten roten Stadtsilhouette bis zum Schildhaupt zwei Paare roter Schornsteine zeigt, aus denen nach links schwarzer Rauch zieht. Der Schildfuß war blau-weiß-grün gewellt. 1990 wählte die Stadt wieder das frühere Doppelwappen.[13]

Tourismus, Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster wurde am 24. September 2008 im St. Pauli-Kloster eröffnet und präsentiert rund 40.000 Jahre Geschichte der brandenburgischen Region.
  • Das Museum im Frey-Haus beherbergt das Stadthistorische Museum. Das Museum befindet sich im ehemaligen Stadtpalais (Frey-Haus) des Obersten Ewald Weding von Massow in der Ritterstraße 96 der Brandenburger Altstadt. Das Stadtmuseum entstand, nachdem der Industrielle Ernst Paul Lehmann das Gebäude des Frey-Hauses 1922 zur Verfügung stellte, aus den Beständen des Historischen Vereins der Stadt. Es beherbergt, unter anderem, das sogenannte Katte-Schwert.
  • Dommuseum im Domstift unter anderem mit den Urkunden der Ersterwähnung der Städte Cölln und Berlin und sakraler Kunst, wie Kelche und liturgische Gewänder
  • Industriemuseum Brandenburg (ehemaliges Stahl- und Walzwerk Brandenburg SWB); das letzte Stahlwerk in Westeuropa, in dem bis 1993 Stahl im Siemens-Martin-Verfahren hergestellt wurde. Weiterhin beherbergt das Industriemuseum die Ausstellung „Brennabor in Brandenburg“, welche einen Einblick in die Firmengeschichte dieses traditionsreichen Unternehmens bietet. Mit diesem Museum ist die Stadt auch Teil der Europäischen Route der Industriekultur.
  • Museum im Steintorturm bietet eine ständige Ausstellung zur Brandenburger Havelschifffahrt und einen Ausblick über die Stadt von der Turmspitze.
  • Nostalgie-Museum, zumeist lose Sammlung von Exponaten aus der Zeit der DDR; Februar 2009: Umzug der Sammlung auf das Gelände des Domstiftsgutes Mötzow, Amt Beetzseeheide
  • Paul Kaiser-Reka Museum in der Kurstraße – Hommage an den großen Musikartisten mit skurrilen Instrumenten, Ausschnitten aus Varieté-Nummern und biografische Informationen
  • Straßenbahnmuseum in der Bauhofstraße über die 100-jährige Geschichte der Straßenbahn in Brandenburg an der Havel
  • Olle und Dolle Räder, Kurstraße (Neustadt): Ausstellung historischer Fahrräder mit besonderem Bezug auf die Brandenburger Geschichte der Fahrradproduktion mit Weltgeltung (Brennabor, Excelsior, u.a.)

Bauwerke

Sakralbauwerke

St. Gotthardtkirche in der Altstadt.

Auf der Dominsel befinden sich das Domstift Brandenburg mit der Domkirche St. Peter und Paul, die Domklausur, deren Westflügel die ehemalige Ritterakademie beherbergt. Weiterhin befinden sich auf dem Gelände die Domkurien oder Domherrenhäuser, die St. Petri-Kapelle und die ehemalige, fußläufig nicht mehr erkennbare Burg Brandenburg.

Die St. Katharinenkirche ist die evangelische Pfarrkirche der Neustadt und ein herausragendes Beispiel der Backsteingotik aus dem 15. Jahrhundert. Das Dominikanerkloster und Kirche St. Pauli befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen markgräflichen Hofes im Südwesten der Neustadt (nach abgeschlossener Rekonstruktion der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Klosteranlage beherbergt der Komplex ab November 2007 das Archäologische Landesmuseum). Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Gotthardt zählt zu den ältesten Kirchenbauten der Stadt und beherrscht den altstädtischen Siedlungskern Parduin. Sie beinhaltet drei Baustile. Das Portal wurde im romanischen Stil errichtet, das Kirchenschiff ist gotisch, der Turm barock. Die Franziskanerkirche St. Johannis befindet sich am südwestlichen Rand der Altstadt, am Nordufer der Havel, dem sogenannten Salzhof und wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Sie war die Kirche des dazugehörigen Franziskanerklosters und ist heute nur noch als wenn auch erstaunlich gut erhaltende und durchaus restaurierbare Ruine zu bewundern.

Der Plauer Torturm.

Die Nikolaikirche befindet sich etwa 300 m westlich des Plauer Tores der Altstadt. Sie ist die einzige voll romanische Kirche in der Stadt und wurde als Kirche des Dorfs Luckenberg vor den Toren der mittelalterlichen Stadt errichtet. Die noch heute katholische Pfarrkirche „Heilige Dreifaltigkeit“ in der Neustadt wurde mit moderner Glaskunst, dem Zyklus des Londoner Künstlers Graham Jones creation. from dark to light (2005/06) ausgestattet. Die Jakobskapelle, etwa 400 m westlich vor dem Steintor der Neustadt gelegen, wird im Volksmund auch „Verrückte Kapelle“ genannt, weil das ganze Bauwerk im Zuge einer Straßenerweiterung im Jahre 1892 um 11 m nach Westen verschoben wurde. Auf dem Harlunger- oder Marienberg befand sich von 1220 bis zum 20. April 1722 die viertürmige Marienkirche, eine europaweit berühmte Wallfahrtskirche mit angeschlossenem Prämonstratenser-Chorherrenstift.

Profanbauwerke

Die Jugendstilfassade der Villa Lehmann im Frühjahr 2007.

Die in weiten Teilen noch erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigungen der Altstadt und der Neustadt beinhalten noch vier Stadttortürme. Der erste und größte ist der Steintorturm in der Neustadt nebst erhaltender Stadttordurchfahrt. Weiterhin blieb der Neustädtischer Mühlentorturm, der den Stadtort des Tores Richtung Dom markierte die Jahrhunderte über erhalten. Von den altstädtischen Türmen existieren noch Rathenower Torturm und Plauer Torturm.

Das Altstädtische Rathaus ist ein herausragendes Beispiel der Backsteingotik des 15. Jahrhunderts. Es blieb im Weltkrieg im Gegensatz zum neustädtischen Gegenstück unbeschädigt und beheimatet heute die Stadtverordnetenversammlung und das Büro der Oberbürgermeisterin. Das sogenannte Ordonnanzhaus am Altstädtischen Rathaus in der Schusterstraße 6 ist ein gotischer Bau, dessen älteste Teile aus dem 14. Jahrhundert stammen. Er gilt als ältester bürgerlicher Profanbau der Mittel- und Neumark Brandenburg. Die Friedenswarte ist ein auf dem Fundament der in der DDR gesprengten Bismarckwarte 1974 errichteter und 32 m hoher Aussichtsturm auf dem Marienberg.

Aussichtsturm Marienberg

Das Carpzovhaus in der Steinstraße 57 in der Neustadt ist der Stammsitz der Gelehrtenfamilie Carpzov. Das Haus ist ein schöner giebelständiger Renaissancebau aus dem Jahr 1563. Das Portal wurde umgesetzt und befindet sich im Gebäude des ehemaligen altstädtischen Gymnasiums am Kreisgarten. Die von Bruno Möhring für den Fabrikanten Ernst Paul Lehmann entworfene Villa in der Plauer Straße ist ein besonderes Denkmal für den Jugendstil. Denkmale für im Zusammenhang mit Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg Umgekommene sind der Gedenkstein für Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus (Hermann Friedrich und Karl Miethe) befinden sich im Ortsteil Plaue, der sowjetische Ehrenfriedhof auf der Halbinsel Wusterau, die Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie auf dem Gelände des Alten Zuchthauses, das VVN-Mahnmal von Bildhauer Hans Klakow am Gertrud-Piter-Platz, die Gedenkstätte an die jüdischen Opfer des NS-Regimes am Standort des ehemaligen Jüdischen Friedhofs in der Geschwister-Scholl-Straße, die Gedenkstätte für ermordete evangelische Christen in der Krypta des Doms St. Peter und Paul auf der Dominsel. Weiterhin existiert ein Gedenkstätte für die Opfer der sowjetisch-stalinistischen Geheimpolizei nach dem Entwurf und der Ausführung von T. Fischer in der Neuendorfer Straße.

Die Stadt ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“, sowie Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.

Roland

Roland in Brandenburg an der Havel

Der Roland von Brandenburg wurde 1474 auf dem Marktplatz der Neustadt aufgestellt und hat eine Höhe von 5,35 Meter. 1716 wurde die Sandsteinfigur zum Rathaus umgesetzt, da sie die preußischen Garnisonstruppen beim Exerzieren störte. Da der Roland während des Zweiten Weltkrieges in ein außen gelegenes Gut der Stadt ausgelagert und vergraben war, wurde er nicht von der Zerstörung des Neustädtischen Rathauses bei der Bombardierung 1945 betroffen und fand 1946 seinen jetzigen Platz neben dem Portal des Altstädtischen Rathauses. Neben der Betonung der städtischen Eigenständigkeit galt die Errichtung des Brandenburger Rolands auch als Ausdruck der wirtschaftlichen Prosperität der Stadt. Dieser Roland von 1474 hatte einen vermutlich hölzernen Vorgänger aus dem Jahre 1402. Eine Kopie des Brandenburger Rolands wurde 1905 für das Märkische Museum Berlin hergestellt und vor dem Eingangsportal errichtet.

Parks

Denkmal für Johann Gottfried Bröse im Krugpark

Der Humboldthain ist ein anlässlich des 100. Geburtstags Alexander von Humboldts von Johannispromenade umbenannter Park, der entlang der mittelalterlichen Stadtmauer vom Plauer Torturm zum Salzhofufer führt. Es handelt sich hierbei um den ehemaligen doppelläufigen Stadtgraben im Südwesten der Altstadt Brandenburg, der auf dem Verlauf des heutigen Humboldthaines beinahe eingeebnet und im Volksmund bis ins 19. Jahrhundert hinein Ratzenwall genannt wurde. Er bietet viele dendrologische Besonderheiten, welche mit Schrifttafeln versehen sind, u.a. den Ginkgo biloba. Der gegenüberliegende Teil des trocken gelegten Doppelbefestigungsgrabens ist zwischen Plauer und Rathenower Torturm als Wallpromenade erhalten geblieben. Der folgende und letzte Abschnitt der die Stadtmauer begleitenden Wehranlage ist bis zum Ausfluss des ehemaligen Doppelgrabens in die Brandenburger Niederhavel etwa einhundert Meter nördlich der Homeyen-Brücke zur Parkanlage Kreisgarten (jetzt Walther-Rathenau-Platz) umgestaltet worden. Der Leue-Park auf dem Marienberg ist ein in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts umgestalteter Volkspark auf der höchsten Erhebung der Stadt. Auf ihm befindet sich der Aussichtsturm Friedenswarte und eine Ausflugsgaststätte aus der Kaiserzeit in ihrer unmittelbaren Nähe. Von der Straße Am Rosenhag führt ein terrassenförmiger Aufgang hinauf, auf dessen Etagen sich Wasserspiele befinden, wie z. B. die Muschelgrotte. Auf dem Berg selbst ist der Park weitläufig. Es befindet sich die 1956 erbaute und 2007 rekonstruierte Freilichtbühne auf ihm. Auf der westlichen Seite befindet sich weiterhin das Marienbad und am Fuße des Berges auf der nördlichen Seite auch das Ehrenmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im Zuchthaus Brandenburg mit einer Bronzeplastik eines gefesselten Kämpfers von Albert Treyne. Der Krugpark ist ein 1825 auf Initiative des Stadtrates Johann Gottfried Bröse angelegter Park im Stadtteil Wilhelmsdorf, benannt nach der nahegelegenen Gaststätte Zum Neuen Krug. Der Park zeichnet sich besonders durch seine Naturnähe aus. Er ähnelt einem Laub-Mischwald. Es befindet sich außerdem ein Naturschutzzentrum auf seinem Gelände.

Naturdenkmäler

Die Stadt besitzt mit einer Sumpfzypressenallee am Grillendamm ein botanisches Wahrzeichen, das europaweit eine Besonderheit darstellt. Bereits 1841 wurden die ersten Zypressen gepflanzt. Diese Pflanzenart kommt heutzutage in der Natur nur noch in Nordamerika vor. Durch Stürme erheblich beschädigt, mussten einige der Sumpfzypressen Anfang des Jahrtausends gefällt werden. Durch erheblichen Kostenaufwand konnten aber wieder Bäume nachgepflanzt werden.

Sport

Nationale und internationale Wettkampfstätten im Stadtgebiet sind als Leichtathletik- und Fußballstadion das Stadion am Quenz, das Fußballstadion Werner-Seelenbinder-Stadion, die Mehrzweckhalle an der Anton-Saefkowallee, die Regattastrecke Beetzsee, die Schwimmhalle Marienbad und der Segelflugplatz Brandenburg-Mühlenfeld. In der geographischen Lage in direkter Nachbarschaft zu vielen Seen und Flüssen ist es begründet, dass in der Stadt eine Reihe von Wassersportvereinen angesiedelt ist. Neben den Wassersportarten Rudern und Kanu sind in Brandenburg vor allem Fußball, Handball, Wasserball und Judo populär. Größter Verein der Stadt ist die SG Stahl Brandenburg.

Regelmäßige Veranstaltungen und Volksfeste

Das Havelfest ist ein seit über 40 Jahren stattfindendes großes Volksfest mit mehreren Bühnen an beiden Seiten der Havel in der Neustadt inklusive der Wahl zur Havelkönigin. In den letzten Jahren erreichte das Havelfest einen der Höhepunkte mit ca. 200.000 Besuchern in drei Tagen im Jahr 2005. Weitere bedeutende Volksfeste in Brandenburg sind das Rolandfest als mittelalterliches Spektakel zu Pfingsten auf dem Altstädtischen Markt, die Fischerjakobi in Plaue inn der letzten Woche des Juli um den Gedenktag Jakobus des Älteren, das historische Hafenfest im August mit vielen historischen Schiffen zur Erinnerung an die Geschichte des Schiffbaus in Brandenburg an der Havel und der Mitgliedschaft in der Hanse. Weiterhin findet jährlich der Brandenburger Klostersommer in den Monaten Juni und Juli statt. Dabei handelt es sich um ein Theaterfestival im St. Pauli-Kloster und an anderen historischen Spielstätten der Stadt. Die Weihnachtsmannparade im Advent als eine Parade mit einer Vielzahl von weihnachtlich geschmückten Themenwagen rund um den Weihnachtsmann. Dabei ziehen etwa 100 Schaubilder mit 2000 Mitwirkenden durch die Innenstadt. Die jeweils am zweiten Sonnabend im Dezember stattfindende Parade wird jährlich von Zehntausenden Gästen besucht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Brandenburg an der Havel wird von der Bundesautobahn A 2 südlich tangiert. Die Entfernung zur Autobahn beträgt etwa zehn Kilometer. In der Stadt ist der Schnittpunkt der Bundesstraßen B 1 und B 102. Außerdem führt die Deutsche Alleenstraße durch die Stadt.

Eisenbahn

In der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte der Anschluss Brandenburgs an die Potsdam-Magdeburger Eisenbahn, auf der der Verkehr am 7. August bzw. 15. September 1846 aufgenommen worden ist. Die Einweihung der Elbbrücke bei Magdeburg erfolgte allerdings erst zwei Jahre später, am 19. August 1848. Da der Bahnhof südlich der Neustadt seinen Standort erhielt, führte dies zu einer städtebaulichen Ausweitung Brandenburgs in Richtung Süden. Über die Große Gartenstraße wurde vom Steintor aus der Bahnhof erreicht. Fast parallel dazu führte die Bauhofstraße, die bis 1891 als Sackgasse an der Havel endete. Da sich die Stadt auch nach Westen ausgedehnt hatte, war der Bau einer zweiten Havelbrücke notwendig geworden, die den Schleusenkanal und die Havel überspannte und auf der Altstädtischen Seite in die Luckenberger Straße mündet. Dadurch war seit dem Ende des 19. Jahrhunderts der Verkehr über die Lange Brücke, die zunehmend zum Nadelöhr wurde, entlastet worden. Ende der 80er Jahre wurde dann zur weiteren Umgehung des Brandenburger Stadtzentrums der Bau einer neuen Havelbrücke in der Fortsetzung der Zanderstraße beschlossen. Sie führte zur Otto-Sidow-Straße und über diese zum Hauptbahnhof.

Ein Jahr nach der Wende zum 20. Jahrhundert erhielt Brandenburg Anschluss an das Westhavelländische Kleinbahnsystem. Vom Bahnhof Brandenburg Krakauer Tor führte eine Strecke nach Nauen-Röthehof, eine andere von Brandenburg-Altstadt nach Roskow. Letztere Strecke erforderte eine Eisenbahnbrücke über die Unterhavel außerhalb des damaligen Stadtgebietes. Diese Brücke wurde auch von der Brandenburgischen Städtebahn benutzt, die 1904 eröffnet wurde und deren Bahnhof Neustadt sich unmittelbar neben dem Hauptbahnhof befand und heute mit ihm verschmolzen ist. Die Städtebahn führte von Treuenbrietzen über Belzig, Brandenburg, Rathenow nach Neustadt (Dosse). Während die Kleinbahnen nach 1945 abgebaut worden sind, ist letztgenannte Strecke heute noch in Betrieb. Brandenburg wird heute vom Regional-Express der Berlin-Brandenburger Linie 1 auf der Strecke (Eisenhüttenstadt)–Frankfurt (Oder)–Berlin–Potsdam–Brandenburg bedient, der ca. alle 30 Minuten verkehrt, von dem jedoch nur jeder zweite an allen Unterwegsbahnhöfen hält. Jeder zweite Zug fährt über Brandenburg hinaus weiter in Richtung GenthinBurg–Magdeburg. Einmal täglich hält ein Intercity auf der Strecke Cottbus–Berlin–Potsdam–Magdeburg–HannoverEmden Außenhafen in Brandenburg. Die Verbindung nach Rathenow wird heute von der Märkischen Regiobahn, einer Marke des Veolia-Tochterunternehmens Ostseelandverkehr GmbH, bedient.

Bahnhöfe

  • Hauptbahnhof (ehemaliger Staatsbahnhof, später Reichsbahnhof und ehemaliger Neustadt-Bahnhof, der heute mit dem Hauptbahnhof verschmolzen ist) als einziger Fernbahnhof im Stadtgebiet
  • Altstadt-Bahnhof als Haltepunkt der Regionalbahnlinie nach Rathenow
  • Bahnhof Görden als Haltepunkt der Bahnlinie nach Rathenow
  • Bahnhof Kirchmöser an der Strecke von Berlin nach Magdeburg

Ehemalige Bahnhöfe im Stadtgebiet waren der Krakauer Bahnhof als Kopfbahnhof der heute stillgelegten Westhavelländischen Eisenbahn, der Bahnhof Bohnenland auf der Strecke nach Rathenow und der Haltepunkt Göttin auf der heute stilgelegten Strecke nach Belzig.

Wasserstraßen

Über die Havel, den Silokanal und den Elbe-Havel-Kanal ist die Stadt für die Berufsschifffahrt an das Europäische Wasserstraßennetz angebunden. Sie verfügt über einige Hafen im Stadtgebiet am Silokanal, sowie über einen weiteren Industriehafen im Ortsteil Kirchmöser (Plauer See (Brandenburg)). Daneben gibt es noch einige Wasserstraßen wie den Stadtkanal, der bis zur Fertigstellung des Silokanals von der Berufsschifffahrt genutzt wurde, die nur dem Freizeit- und Sportverkehr zur Verfügung stehen. Im Stadtgebiet gibt es zwei Schleusen.

Luftverkehr

Im Nordosten der Stadt, auf der Gemarkung der Wüstung Stenow, östlich der Krakower Vorstadt befindet sich der Sonderlandeplatz Brandenburg-Mühlenfeld EDBE. Er dient vorrangig der Segelfliegerei.

Im Westen zwischen dem Stadtteil Görden und dem Ortsteil Plaue nördlich der Bundesstraße 1 liegt der Sonderlandeplatz Brandenburg-Briest EDUB, der das Potential zum Regionalflughafen hat. Es handelt sich hierbei um einen seit 1914 genutzten Militärflughafen, dessen militärische und damit flugtechnische Nutzung jedoch Anfang der 1990-er Jahre aufgegeben wurde. Eine Revitalisierung ist vorgesehen.

Straßenbahn in der Hauptstraße

Innerstädtischer Nahverkehr

Eine Besonderheit gegenüber anderen märkischen Städten ist die Tatsache, dass es in Brandenburg seit 1897 eine Pferdebahn gab, die 1910 in den elektrischen Betrieb wechselte. Der heutige innerstädtische Straßenbahnverkehr wird mit 10 KTNF6, 6 KT4D und 4 MGT6D auf drei Linien mit einer Gesamtlänge von 18,9 Kilometer in Meterspur betrieben. Für Sonderfahrten stehen noch zahlreiche Museumsbahnen zu Verfügung. Derzeit wird um die Zukunft der Straßenbahn in der Stadt diskutiert. Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH betreiben neben drei Straßenbahnlinien auch acht Buslinien (zusätzlich eine bei Veranstaltungen). Hierfür kommen Busse des Typs Citaro von Mercedes Benz zum Einsatz.

Wirtschaft und Unternehmen

Die Stadt war bis zum Ende der DDR 1990 ein Standort der Schwerindustrie. Das Stahl- und Walzwerk war wichtigster und größter Arbeitgeber. Weitere große Betriebe waren das Getriebewerk und die Werke der Reichsbahn in Kirchmöser.

Infolge der weitgehenden Deindustriealisierung ab 1990 sind nur ein Elektrostahlwerk und das Getriebewerk (s.u.) erhalten geblieben. Die ehemaligen Werke der Reichsbahn in Kirchmöser sind heute Unternehmen der Bahntechnik. Aus dem Stahlwerk wurde der SWB Gewerbe- und Industriepark. Im dortigen Industriemuseum Brandenburg wird die Stahlerzeugung nach dem Siemens-Martin-Verfahren dokumentiert.

Heute noch wichtige Wirtschaftszweige und Arbeitgeber in der Stadt sind:

Rapid Eye

Medien

Einzige lokale Tageszeitung ist die in Potsdam erscheinende Märkische Allgemeine Zeitung mit einem Lokalteil für Brandenburg, deren Redaktion ihren Sitz in der Stadt hat. Seit 1991 existiert Der PreußenSpiegel, ein Anzeigenblatt, das mittwochs und sonntags erscheint. Weiterhin existiert seit 1995 das Brandenburger Wochenblatt, ein Anzeigenblatt, das ebenfalls auflagengeprüft ist und mittwochs und sonntags erscheint. Vom Stadtmarketing wird vierteljährlich das Stadtmagazin mit Programmheft ZACHARIAS herausgegeben.

Daneben gibt es mit dem SKB Stadtfernsehen einen lokalen Fernsehsender, der über Kabel und Internet verbreitet wird. Dabei handelt es sich um einen unabhängigen, werbefinanzierten Privatsender mit tagesaktueller Berichterstattung.

Bildung

Hochschulen

Die Fachhochschule Brandenburg als erste und einzige Hochschule in der Stadt Brandenburg wurde im Jahr 1992 gegründet. Sie liegt mit ihrem Campus im Westen der Altstadt, auf einem über 100 Jahre alten ehemaligen Kasernenkomplex.

Bibliotheken

Bibliotheken in der Stadt Brandenburg sind die Domstiftsbibliothek, die Fouqué-Bibliothek als Stadtbibliothek, die Hochschulbibliothek der Fachhochschule Brandenburg, die Bibliothek des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes (gegründet 1994), die Bibliothek im Von Saldern-Gymnasium und die Bibliothek des Stadtmuseums im Frey-Haus in der Ritterstraße. Ehemals bedeutende und durch den Zweiten Weltkrieg ausgelagerte Bibliotheken sind die Franziskaner-Bibliothek, die sich jetzt im polnischen Krakau befindet und die Schöppenstuhl-Bibliothek, die nach Berlin verbracht wurde.

Medizinische Einrichtungen

Die vier in Brandenburg befindlichen Krankenhäuser sind die Asklepios Klinik (ehemals „Landesirrenanstalt“ dann „Brandenburgische Psychiatrische Landesanstalt Görden", später Landesklinik Brandenburg), das Städisches Klinikum Brandenburg als Krankenhaus der Regelversorgung, das katholisch-konfessionelle Sankt Marienkrankenhaus mit einer geriatrischen Ausrichtung und die Helios Klinik Hohenstücken als neurologische Rahabilitationseinrichtung.

Persönlichkeiten

Liste der Ehrenbürger der Stadt Brandenburg

  • 1827 – Friedrich Wilhelm Barth, Rektor des Gymnasiums (zum 30. Dienstjubiläum)
  • 1833 – Herr Martus, Superintendent in Golzow und Compatronatskommisarius des Gymnasiums (zum 50. Dienstjubiläum)
  • 1834 – Wilhelm Ludwig Ritter, Postdirektor (zum 50. Dienstjubiläum)
  • 1848 – Herr Schrobdorff, Amtmann in Krahne, versorgte die Brandenburger Bevölkerung während der Hungersnöte 1847/1848 mit Lebensmitteln
  • 1853 – Otto Theodor von Manteuffel (1805–1882), preußischer Innenminister und Ministerpräsident
  • 1868 – Herr Maurer, Generalkonsul aus Stettin, Stifter von bemalten Fenstern für die St.-Katharinenkirche
  • 1872 – August Wredow (1804–1891), Bildhauer, Stifter und Gründer der ’’Wredow’schen Zeichenschule’’
  • 1880 – Julius von Groß (1812–1881), preußischer General, ab 1873 Kommandeur des III. Armee-Korps, von dem mehrere Regimenter ihren Standort in der Stadt hatten (zum 50. Dienstjubiläum)
  • 1881 – Otto Winterfeldt, Stadtverordneter (1862–1881, davon Stadtverordneten-Vorsteher 1866–1868 und 1870–1881)
  • 1893 – Hermann Domke, Stadtverordneter (1862–1893)
  • 1894 – Wilhelm Gericke (* 1814), Stadtverordneter (1850–1853 und 1855–1899)
  • 1896 – Wolrad Kreusler (* 1816), Stadtphysikus
  • 1902 – Gustav Schmidt (* 1822), unbesoldeter Stadtrat (1867–1906)
  • 1903 – Louis Gumpert (* 1823), Bankier, Stadtverordneter (1859–1919, insgesamt 60 Jahre)
  • 1905 – Rudolf Hammer (1830–1915), Reichstagsabgeordneter (1881–1884), Abgeordneter des Preußischen Landtags (1889–1905), Oberbürgermeister (1897–1905)
  • 1905 – Hermann Schlee, Fabrikbesitzer, Stadtverordneter (1864 und 1873–1905, davon Stadtverordneten-Vorsteher 1889–1905)
  • 1908 – Ernst Blell, Kaufmann, unbesoldeter Stadtrat (1885–1908)
  • 1921 – Hermann Eger, unbesoldeter Stadtrat (1884–1918), Bürgermeister (1918–1919), Stadtältester (bis 1921)
  • 1921 – Carl Reichstein (1847–1931), Fabrikbesitzer der „Brennabor-Werke“, Stifter des Krüppelheims für Kinder
  • 1922 – Otto Sidow (1857–1927), Verleger der „Brandenburger Zeitung“ und Stadtverordneter (1898–1927, davon Stadtverordneten-Vorsteher 1919–24 und 1926–27), sowie Mitglied der Weimarer Nationalversammlung (1919) und des Reichstages (1919–1924) und Buchautor
  • 1927 – Gustav Henkel, Stadtverordneter (1892–1924), unbesoldeter Stadtrat (1924–1927)
  • 1933 – Paul von Hindenburg (1847–1934), Reichspräsident 1925–34, in Brandenburg Domherr (ab 1915), Domdechant (ab 1920)
  • 1933 – Otto Tschirch (1858–1941), Gymnasialprofessor, Stadtarchivar, Stadthistoriker
  • 1965 – Max Herm (1899–1982), Reichstagsabgeordneter (1932/33) und Oberbürgermeister (1945 und 1957–1965)
  • 1970 – Grigori Andrejewitsch Below (1901-1994), Generalleutnant der Sowjetarmee, Held der Sowjetunion, war 1945 als Kommandeur (Generalmajor) der „Tschernigower“ 16. Garde-Kavallerie-Division (1. Weißrussische Front) an der Einnahme von Brandenburg beteiligt
  • 1992 – Friedrich-Karl Grasow (1912-2009), Lehrer, Heimatforscher
  • 1993 – Bernhard Victor von Bülow (Loriot) (* 1923), Künstler, Zeichner, Satiriker und Schauspieler
  • 1995 – Horst Flakowski (1918–1999), Kaufmann (Kaufhausbesitzer), Stifter des SOS-Kinderdorfes Brandenburg und der Alfred-Flakowski-Stiftung
  • 2004 – Birgit Fischer (* 1962), achtfache Olympiasiegerin im Kanurennsport

ehemalige Ehrenbürger:

  • 1933 – Adolf Hitler (1889–1945), aberkannt 1991
  • 1934 – Wilhelm Kube (1887–1943), Oberpräsident der Provinz Brandenburg (1933–1936), aberkannt 1991
  • 1976 – Ernst Albert Altenkirch (1903–1980), Kommunist, Häftling im Zuchthaus Brandenburg, nach 1945 Mitarbeiter der SED-Kreisleitung Brandenburg, Stadtverordneter, SED-Funktionär (ZK der SED), aberkannt 1991

Söhne und Töchter der Stadt

(nach dem Jahr ihrer Geburt in Brandenburg an der Havel)

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Albrecht der Bär – eroberte die Stadt 1157, Gründer der Mark Brandenburg, erster Markgraf
  • Erich Baron (1881–1933) – Zeitungsredakteur (1907–1919) und Stadtverordneter (1910–1919) der SPD bzw. der USPD
  • Otto von Bismarck – 1849 Abgeordneter von Brandenburg und Rathenow in den Preußischen Landtag (dabei in Brandenburg nur 48,5 % der Stimmen für ihn)
  • Stephan Bodecker 1421–1459, Bischof von Brandenburg, Gelehrter, Förderer des allgemeinen Unterrichts für Kinder aller sozialer Schichten
  • Friedrich (Fritz) Bollmann – Barbier, volkstümliches Original († 1901 Brandenburg)
  • Friedrich Ebert (jun.) – Zeitungsredakteur der SPD
  • Wilhelm Fraenger – Stadtrat und Leiter des Amtes für Volksbildung 1946, Gründungsmitglied und Direktor der Volkshochschule 1946–47, Zweiter Vorsitzender des Kulturbundes 1947–1949
  • Zacharias Garcaeus, auch Gartz, (* 11. Januar 1544 in Pritzwalk; † 9. März 1583 in Altstadt Brandenburg an der Havel, Stadtsyndicus und Stadtschreiber der Altstadt Brandenburg, Schreiber am Schöffenstuhl, Pädagoge, Humanist, Rektor der Lateinschule an St. Gotthardt, Rektor der Alten Lateinschule an St. Gotthardt, des Vorgängerinstitutes der Saldria, bedeutendster Ortschronist Brandenburgs während der Renaissance, erschuf die erste bekannte Stadtansicht von Brandenburg an der Havel (Blick vom Turm St. Gotthardts zum Marienberg)
  • Johann Friedrich von Kekulé von Stradonitz (1930-2009), Zögling der Ritterakademie, Politiker
  • Lothar Kreyssig – Richter am Amtsgericht Brandenburg/Havel, der in der Zeit des Nationalsozialismus gegen die sogenannte Aktion T4 auftrat, später Kirchenpolitiker
  • Manfred Krug – Lehrausbildung im Stahl- und Walzwerk
  • Otto Graf Lambsdorff – zeitweise Schulausbildung in der Ritterakademie, 1995–2003 Kurator des Fördervereins Dom zu Brandenburg
  • Hans-Joachim Lauck (* 1937) - 1970–1979 Direktor des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg, 1979–1986 Generaldirektor des Qualitäts- und Edelstahlkombinates Brandenburg, 1986–1989 Minister für Schwermaschinen- und Anlagenbau der DDR.
  • Ernst Paul Lehmann – Spielzeugfabrikant (* 1856 in Berlin; † in 1931 Brandenburg)
  • Werner Mölders – Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg, Kindheit und Schulzeit
  • Roy Präger – deutschlandweit bekannter Fußballer, der in Brandenburg bei Stahl spielte
  • Urban Pierius, (* um 1546 in Schwedt; † 12. Mai 1616 in Bremen) evangelischer Theologe, Superintendent in Brandenburg
  • Moritz Ludwig Seyffert, Philologe und Pädagoge (* 1809 in Wittenberg; † 1872 in Potsdam)
  • Otto Bernhard Wendler – (1895–1958), Pädagoge und Schriftsteller, Kindheit in Brandenburg, Leiter der weltlichen Schule 1927–1933
  • Engelbert Wusterwitz – (* ca. 1385 in Wusterwitz; † in 1433 Brandenburg), Jurist, bedeutender Chronist

Personen, die durch das Zuchthaus Brandenburg in Verbindung mit der Stadt stehen, weil sie dort inhaftiert waren oder hingerichtet worden, sind im gleichnamigen Artikel zu finden.

Quellenangaben

  1. Stadt- und Ortsteile auf der Website der Stadt Brandenburg
  2. Chronik auf der Website der Stadt
  3. Chronik der Stadt Brandenburg., Hrsg. Arbeitskreis Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e.V., Berlin: B. Neddermeyer, 2003 ISBN 3-933254-40-X
  4. 1050 Jahre Brandenburg., Hrsg. Domstift und Historischer Verein Brandenburg (Havel), Seite 21
  5. a b c Otto Tschirch, Geschichte der Chur- und Hauptstadt Brandenburg an der Havel. 2 Bde., Brandenburg (Havel): Buch- und Kunstdruckerei J. Wiesike, 1928,
  6. Bohuslaus Balbinus, epitomae historica rerum Bohemicarum", Prag 1677, Lib. I, pag 23
  7. Otto Tschirch, Im Schutze des Rolands - Kulturgeschichtliche Streifzüge durch Alt-Brandenburg, Verlag J. Wiesike, 2. Aufl., Brandenburg an der Havel 1938
  8. a b Die Germanen - Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa, Ein Handbuch in zwei Bänden, Teil 1, aus der Reihe: Veröffentlichungen des Zentralinstitutes für Alte Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften der DDR, Autorenkollektiv, Akademie-Verlag Berlin, 3. unveränd. Aufl. 1979
  9. Brandenburgische Geschichte, hrsg. von Ingo Materna und Wolfgang Ribbe, Akademie Verlag Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5
  10. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 271.
  11. Beatrice Falk: Brandenburg-Görden. Geschichte eines psychiatrischen Krankenhauses. 2007. ISBN 3-937233-33-4
  12. http://www.tagesspiegel.de/medien/hermes/cme1,260347.html
  13. Konrad Gappa: Wappen - Technik - Wirtschaft. Bergbau und Hüttenwesen, Mineral- und Energiegewinnung sowie deren Produktverwertung in Emblemen öffentlicher Wappen. Band 1: Deutschland. Hrsg. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 1999

Literatur

  • Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada (Hrsg.): Brandenburg an der Havel und Umgebung. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Brandenburg an der Havel, Pritzerbe, Reckahn und Wusterwitz. (Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat, 69). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2006. ISBN 3-412-09103-0
  • Udo Geiseler/Klaus Heß (Hrsg.): Brandenburg an der Havel. Lexikon zur Stadtgeschichte. (Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommission, XIII). Lukas Verlag, Berlin 2008. ISBN 978-3-86732-001-6
  • Chronik der Stadt Brandenburg. Hrsg. Arbeitskreis Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e.V. B. Neddermeyer, Berlin 2003. ISBN 3-933254-40-X
  • Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. 1. und 2. Auflage Köln/Weimar/Wien 2007. ISBN 3-412-17106-9 (bezieht sich hauptsächlich auf Vorgänge in und um die Stadt Brandenburg)
    • als Sonderausgabe: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2007
  • Otto Tschirch: Geschichte der Chur- und Hauptstadt Brandenburg an der Havel. 2 Bde. Buch- und Kunstdruckerei J. Wiesike, Brandenburg (Havel) 1928.
  • Marcus Cante: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg, Stadt Brandenburg an der Havel. Bd 1.1. Dominsel- Altstadt-Neustadt. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 1994. ISBN 3-88462-105-X
  • Friedrich Grasow: Brandenburg die tausendjährige Stadt, Ein Gang durch Kultur und Baukunst vergangener Jahrhunderte. Stadt Brandenburg, Brandenburg 1928; Schmidt-Römhild, Brandenburg 1992 (Reprint). ISBN 3-7950-1503-0
  • Wolfgang Kusior: Die Stadt Brandenburg im Jahrhundertrückblick. Streiflichter durch eine bewegte Zeit. B. Neddermeyer, Berlin 2000. ISBN 3-933254-28-0
  • Friedrich Grasow: Brandenburg die tausendjährige Stadt, Ein Gang durch Kultur und Baukunst vergangener Jahrhunderte. Stadt Brandenburg, Brandenburg 1928; Schmidt-Römhild, Brandenburg 1992 (Reprint). ISBN 3-7950-1503-0
  • Hermann Breckow: Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde – Eine Chronik von Kirchmöser. Erster Teil. Von den Anfängen bis 1. Weltkrieg. Hrsg. Helmut Borstel. Brandenburg (Havel) 2007.

Weblinks



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