Brandschiff
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Die Niederlage der spanischen Armada im Hafen von Calais am 8. August 1588 - Gemälde von Philippe-Jacques de Loutherbourg aus dem Jahr 1796

Als Brander werden Schiffe aller Größenordnung bezeichnet, die in der Ära der Segelschiffe dazu benutzt wurden, andere Segelschiffe in Brand zu setzen.

Meist wurden kleinere, veraltete und deshalb entbehrliche Schiffe von wenigen todesmutigen Seeleuten auf feindliche Schiffe zugesteuert. Die Besatzung setzte die hölzernen Schiffe in Brand und versuchten die Brander rechtzeitig zu verlassen, kurz bevor diese in die feindlichen Schiffs-Ansammlungen trieben. Dadurch waren Brander für eine Zeit lang steuerungslos und trieben gelegentlich auch am Ziel vorbei, oder konnten von dessen Besatzung abgewehrt werden. Eine Variante des Branders war das Sprengschiff, das in der Nähe feindlicher Schiffe gezündet wurde.

Besonders gern wurden Brander gegen vor Anker liegende Flotten eingesetzt, da diese sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen konnten. Segelnde Flotten mussten manchmal halsbrecherische Ausweichmanöver fahren. Oft genug löste sich so die Ordnung einer angegriffenen Flotte auf, was nicht selten zur Niederlage führte. Ein bekanntes Beispiel ist das Schicksal der Spanischen Armada.

Ihre Wirkung konnte verheerender als alles Geschützfeuer sein, da die Takelage und die Rümpfe der hölzernen Segler oft knochentrocken waren und zudem mit Teer gegen Feuchtigkeit abgedichtet waren. Völlig unversehrte Schiffe konnten so in wenigen Minuten ein Raub der Flammen werden.

Die älteste dokumentierte Verwendung von Brandern war im Jahr 208 bei der Schlacht von Chibi während der Zeit der Drei Reiche im alten China.


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