Braunschweigs Stiftung

Die Braunschweigs Stiftung zum Andenken an den 6. Februar 1794 wie die Stiftung mit vollständigem Namen heißt, wurde am 29. Juli 1794 von Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig nach dessen Rückkehr aus dem Feldzug gegen Frankreich gegründet .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Siebenjährige Krieg hatte im braunschweigischen Land zur Verelendung und Verschuldung geführt, daher entschlossen sich Braunschweiger Bürger das für die Rückkehr-Feierlichkeiten vorgesehene Geld in eine neue Stiftung zu geben, die zukünftig Not lindern sollte. Carl Wilhelm Ferdinand wurde nun zwar mit Jubel, aber ohne die sonst üblichen Festivitäten wie Feuerwerk oder Freibier empfangen. Eine Bürgerabordnung - "Herzoglicher Durchlaucht unterthängist treue Knechte", wie es damals hieß - schlug dem Landesherren die Gründung der Stiftung vor, die der Herzog nicht nur genehmigte, sondern auch selbst noch unterstützte.

Finanzmittel und Aktivitäten bis heute

Das Startkapital betrug 10.200 Taler. Der Zinsertrag dieser Summe (gemehrt durch Spenden und Erbschaften) wird alljährlich am 6. Februar an Bedürftige überall im braunschweigischen Land verteilt.

"Braunschweigs Stiftung zum Andenken an den 6. Februar 1794" hat seither alle Katastrophen deutscher Geschichte von Napoleons Eroberung Deutschlands bis zur Nazizeit überstanden. Diese Einrichtung, die als unauflöslich gilt, wurde und wird von 11 Konservatoren, welche Braunschweiger Bürger sein müssen, betreut. Die Stiftung wirkte die meiste Zeit bewusst im Stillen und tritt erst seit einigen Jahren vermehrt an die Öffentlichkeit, um z.B. durch Benefizessen (welches alle zwei Jahre am 6. Februar stattfindet) zusätzliche Spendenmittel einzutreiben.

Dem heutigen Kuratorium der Stiftung gehören Henning Borek, Dr. Wigand Bohlmann, Thomas Buchler, Hennig Brandes, Prof. Dr. Christian Hauswaldt, Ernst Heimbs, Hanns-Heinrich Kehr, Ulrich Nehring, Dr. Christof Sievers, Dr. Klaus Schuberth und Jan-Dietrich Radmacher an.

Verwechselungsgefahr

Die Stiftung ist nicht zu verwechseln mit einer zweiten braunschweigischen Stiftung ähnlichen Namens, der ehemaligen Braunschweig-Stiftung (inzwischen Teil der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz[1]), die erst 1934 gegründet wurde und deren Stiftungszweck die Förderung der Technischen Universität Braunschweig, des Staatstheaters Braunschweig und des Braunschweigischen Landesmuseums ist.

Literatur

  • Gerd Biegel: 6. Februar 1794 - Rückkehr von Herzog Carl Wilhelm Ferdinand aus Frankreich und die Geschichte von Braunschweigs Stiftung, Braunschweig: Braunschweigisches Landesmuseum, 1994. 173 S. ISBN 3-927939-21-8
  • N. N.: Festschrift zur hundertjährigen Jubelfeier von Braunschweigs Stiftung zum Andenken des 6. Februars 1794 am 6. Februar 1894, Braunschweig 1894

Einzelnachweise

  1. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Weblinks


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