Braunwaldbahn
Braunwaldbahn

Die Braunwaldbahn ist eine kleine, aber moderne Standseilbahn im Kanton Glarus, Schweiz. Die Bahngesellschaft ist auch für die Sportbahnen in Braunwald zuständig.

Die Braunwaldbahn verbindet die SBB-Station Linthal Braunwaldbahn auf 674 m ü. M. mit dem Lufthöhenkurort Braunwald auf 1254 m ü. M. Braunwald ist einer der autofreien Orte der Schweiz, welche nur mit der Bahn bequem zu erreichen sind.

Inhaltsverzeichnis

Strecke

  • Spurweite: 1000 mm
  • Streckenlänge: 1367 m
  • Höhendifferenz: 580 m
  • Seildurchmesser: 42 mm
  • Geschwindigkeit: 6 m/s
  • Fahrzeit: 6.5 Minuten
  • Maximale Steigung 68%

Wagen

  • Fassungsvermögen: je 114 Pers.
  • Baujahr: 1997

Geschichte

Die Bahn wurde für den Tourismus erbaut und vollständig privat finanziert. Denn für den Warentransport nach Braunwald bestand schon seit 1902 die Seilbahn Rüti-Braunwald.

Der Bau der Bahn wurde von Albert Bebié initiiert, der zusammen mit seinen Schwager Friedrich Hefti, Josef Durrer als Ingenieur gewinnen konnte. Dieser war für die Ausarbeitung der Pläne der Bahn verantwortlich und leitete auch die Bauarbeiten. Der Bahnbau wurde von der Baufirma Hünerwadel & Toneatti ausgeführt. Der Kostenvoranschlag von 480 000 Schweizer Franken konnte eingehalten werden.

Die Bahn wurde am 6. August 1907, mit zweimonatiger Verspätung, eröffnet und fuhr anfänglich nur im Sommer. Erst 1928 wurde der Ganzjahresbetreib eingeführt. In diesem Jahr wechselte auch der Besitzer, denn der Verkehrsverein von Braunwald konnte sich die Aktienmehrheit sichern. Im Jahr 1932 wurde der Antrieb ersetzt, was eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit von 1,2 m/s auf 2,6 m/s erlaubt. Damit sank auch die Fahrzeit von 20 auf 10 Minuten. Die beiden alten und offenen Holzwagen, wurden 1939 durch Leichtmetallwagen mit einem Fassungsvermögen von 60 Personen ersetzt. Die Bergstation wurde 1964 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, welcher 1966 bezogen wurde. Zugleich wurden auch die Antriebsanlage und das Zugseil ersetzt (Einbau Zugseil November 1965). Dieser Umbau ermöglichte eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf 3,3 m/s. Die bestehenden silberfarbigen Wagen wurden am 13. November 1967 durch neue Wagen mit einem Fassungsvermögen von 100 Personen ersetzt. Diese wurden von Gangloff in Bern in Aluminiumbauweise hergestellt und rot gestrichen. Mit den neuen Wagen wurde sogar eine maximale Fahrgeschwindigkeit auf 3,5 m/s bewilligt. Im Normalbetrieb fuhr man aber immer noch 2,6 m/s und beliess die veröffentlichte Fahrzeit bei 10 Minuten. Im Jahr 1981 verlegte man die Talstation direkt an die SBB-Bahnstrecke, wobei gleichzeitig die Haltestelle Linthal Braunwaldbahn erstellt wurde. Diese wurde mit dem Fahrplanwechsel am 23. Mai 1982 eröffnet.

Literatur

  • Aufsatz von Heinrich Stüssi, 75 Jahre Berg- und Talfahrt im Neujahrsbote für das Glarner Hinterland 1982 Seiten 7-40

Weblinks


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