AXA
AXA S.A.
Unternehmensform Société Anonyme
ISIN FR0000120628
Gründung 1985
Unternehmenssitz Paris, Frankreich
Unternehmensleitung
Mitarbeiter rund 170.000 (2009)[1]
Umsatz 93,6 Mrd. EUR (2007)[1]
Branche Versicherungen
Website

www.axa.com

Die AXA S.A. ist ein französisches Versicherungsunternehmen mit Paris als Hauptsitz. Die Aktiengesellschaft versichert Privatpersonen, aber auch Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis

Konzernprofil

Die AXA-Gruppe ist eine der größten internationalen Versicherungskonzerne und Kapitalverwalter der Welt. Mit Schwerpunkten in Westeuropa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum verwaltet die AXA (Stand 1. Quartal 2008) ein Vermögen von 1,320 Billionen Euro. Sie erzielte 2007 einen Umsatz von 93,6 Mrd. Euro, was einen Anstieg um zirka 20 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieser Anstieg liegt überwiegend in der Übernahme der Winterthur-Gruppe begründet. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit betrug 2007 rund 5,2 Mrd. Euro.

Der AXA-Konzern zählt mit in Deutschland erzielten Einnahmen von 9,8 Mrd. Euro (2006) zu den führenden Erstversicherern und Finanzdienstleistern in Deutschland. Seine Geschäftstätigkeit definiert das Unternehmen mit „Vorsorge, Vermögensmanagement, Versicherung“. Dazu zählen in erster Linie Schaden- und Unfallversicherungen, private Vorsorgeformen wie Lebens- und Krankenversicherungen, betriebliche Altersvorsorgelösungen sowie Vermögensanlagen und Finanzierungen. Die Angebotspalette richtet sich an Privatkunden sowie an Firmen- und Gewerbekunden gleichermaßen.

Die Stammaktie der AXA ist an der Pariser Börse gelistet und wird unter dem Symbol AXA gehandelt. An der New Yorker Börse ist die AXA auch als ADS unter dem Tickersymbol AXA gelistet.

Geschichte

Teil der AXA-Gruppe ist die AXA Deutschland, deren Vorstandsvorsitzender seit dem 1. Januar 2007 Dr. Frank Keuper ist, der seit 2004 diese Funktion bei der DBV-Winterthur Versicherung innehat. Bis August 2005 war Claus-Michael Dill Vorstandsvorsitzender von AXA Deutschland. Ihm folgte Eugène Teysen, der zuvor bei dem belgischen Finanzdienstleister Fortis im Vorstand saß.

Als Konsequenz der Terroranschläge vom 11. September 2001 hatte der AXA-Konzern seine 850 Millionen Euro schwere Ausfall-Versicherung für die WM 2002 der FIFA gekündigt.

2005 hat der AXA-Konzern bekanntgegeben, im Rahmen von Pilotprojekten einzelne Arbeitsabläufe der internen Verwaltung - zum Beispiel innerhalb der Gehaltsabrechnung - nach Indien und Lettland zu verlagern. Arbeitsprozesse, die die Schadenbearbeitung tangieren, sind von diesem so genannten „Off Shoring“ nicht betroffen.

Am 14. Juni 2006 wurde bekanntgegeben, dass AXA die schweizerische Winterthur von der Credit Suisse für 7,9 Milliarden Euro übernehmen wird. Somit stieg der bis dahin zweitgrößte Versicherungskonzern Europas an die Erste Stelle und überholte nach Einnahmen und Umsatz deutlich die deutsche Allianz, welche mit dem Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank zu Beginn 2009 den Umsatz reduzierte. Drittgrößte Versicherungsgruppe in Europa ist die italienische Generali.

Im Juni 2007 verkaufte Axa sein Niederlande-Geschäft an den dortigen Wettbewerber SNS Reaal für 1,75 Mrd. Euro. Im Rahmen der Transaktion übernehmen die Utrechter auch die niederländischen Aktivitäten der Axa-Tochter DBV-Winterthur.

AXA Deutschland

1994 gründete der AXA Konzern in Deutschland den Direktversicherer AXA Direkt in Dreieich als 100-prozentige Tochter der AXA Direct Holding, Paris. Damit war die Marke AXA erstmals im größten europäischen Versicherungsmarkt präsent. 1997/1998 erfolgte der Zusammenschluss von AXA Direkt und Tellit Direct zu AXA Tellit Direkt und 1998 erhielt die Direktversicherung mit dem Namen „Sicher Direct“ ein eigenständiges Profil im AXA Konzern. Der Name sollte das Konzept deutlich machen und wurde auch in Frankreich und Spanien von den dortigen Direktversicherern geführt (Direct Assurance und Direct Seguros).

Der AXA-Konzern ist in Deutschland erst mit der Übernahme der Colonia allgemein bekannt geworden. Die Colonia-Versicherungsgruppe wurde 1839 in Köln gegründet und 1997 von der AXA übernommen. In den Anfangsjahren firmierte das Unternehmen noch unter dem Namen AXA-Colonia. Die heutige deutsche AXA beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter, die etwa 16 Millionen Verträge von 8 Millionen Kunden betreuen. International auf allen fünf Kontinenten in mehr als 60 Ländern beschäftigt die AXA rund 150.000 Mitarbeiter und Vermittler, die zirka 51,5 Millionen Kunden betreuen.

Eine 100-%-Tochter der AXA Deutschland ist die Deutsche Ärzte Versicherung (DÄV). Firmierung des Vertriebes der DÄV erfolgt als Deutsche Ärzte Finanz. Der Marktanteil der Deutschen Ärzte Versicherung wird auf 12 % geschätzt. Im Zusammenhang mit der Übernahme der DBV-Winterthur mit einem Marktanteil von ca. 40 % (insbesondere Arzthaftpflicht) im Ärztesegment nimmt die AXA zukünftig hier eine führende Position ein.

Durch die Übernahme der Winterthur Versicherung und damit der deutschen Tochter DBV-Winterthur eröffnen sich für die AXA neue Geschäftsfelder im Bereich „öffentlicher Sektor“, einer der Kernkompetenzen der DBV. Üblicherweise verfolgt die AXA eine Ein-Marken-Strategie (Alles unter einem Markennamen). Aufgrund der Marktdominanz der DBV-Winterthur Krankenversicherung AG im öffentlichen Sektor, beschloss AXA, den Namen "DBV" zu behalten und als eine Art neue Marke innerhalb der AXA Krankenversicherung AG zu nutzen.

Weblinks

  • axa.de - offizielle deutsche Webpräsenz des AXA-Konzerns.

Einzelnachweise

  1. a b http://www.axa.de/servlet/PB/menu/1077259/index.html

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