A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister
Filmdaten
Deutscher Titel: A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister
Originaltitel: A Christmas Carol
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1999
Länge: 95 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK -
Stab
Regie: David Hugh Jones
Drehbuch: Peter Barnes
Produktion: Dyson Lovell, Patrick Stewart
Musik: Stephen Warbeck
Kamera: Ian Wilson
Schnitt: David Martín
Besetzung

A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister (deutscher Alternativtitel: A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten) ist ein Fantasyfilm von David Hugh Jones aus dem Jahr 1999. Die Handlung des Films beruht auf der 1843 veröffentlichten Erzählung A Christmas Carol von Charles Dickens.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der etwas ältere Geschäftsmann Ebenezer Scrooge lebt in London der 1840er Jahre, er ist geizig und gefühlskalt gegenüber anderen Menschen. Die Weihnachtszeit sieht er als puren Kommerz und Humbug an. Sein fleißigster Angestellter, Bob Cratchit, welcher einen schwerkranken Sohn, Tiny Tim, hat, bittet um einen freien Tag um Weihnachten mit seiner Familie zu feiern, doch Scrooge lässt ihn nur ungern gehen und bezahlt ihn dann noch für einen Tag ohne jegliche Arbeit. In der Nacht vor dem Weihnachtstag besucht ihn der Geist seines toten Geschäftspartners Jacob Marley, welcher ebenso geizig war wie Scrooge selbst es ist. Jacob Marley muss als Strafe noch im Tod schwere, endlose Ketten mit sich herumschleppen, die er sich zu seiner Lebenszeit selbst geschmiedet hat. Jacob kommt um Ebenezer zu warnen und ihm zu zeigen welche Zukunft ihm bevorstünde, wenn er sich nicht ändere.

Der Geist kündigt drei weitere Geister an, die Ebenezer auf dem Weg der Besserung helfen sollen. Der Geist der vergangenen Weihnacht, der Geist der gegenwärtigen Weihnacht und der Geist der zukünftigen Weihnacht besuchen ihn, einer nach dem anderen. Jeder Geist führt Scrooge auf eine Reise und zeigt ihm bedeutende Eindrücke aus diesem Lebensabschnitt. Der Geist der vergangenen Weihnacht zeigt ihm, wie er Weihnachten feierte, bevor er geizig wurde. Scrooge sieht sich selber Spaß haben und erkennt viele alte Freunde aus diesen Erinnerungen wieder. Der Geist der vergangenen Weihnacht bringt ihn wieder zurück zu seinem Haus während schon der Geist der gegenwärtigen Weihnacht nicht lange auf sich warten lässt. Dieser führt den alten Geizhals in das Haus der armen, großen Familie Cratchit. Die Familie trauert um Tiny Tim, welcher kürzlich verstorben ist. Scrooge weiß, dass Bob Cratchit einen schwerkranken Sohn hat, doch rechnet nicht damit, dass er stirbt. Er selbst fragt noch warum es denn Tiny Tim sein muss. Doch noch bevor er sich von diesem Schock erholt, findet sich auch schon der dritte und letzte Geist bei ihm ein. Der Geist der zukünftigen Weihnacht führt Scrooge auf die Straße, wo sie ein Gespräch von ein paar Dorfbewohnern mitverfolgen. Sie reden davon, dass jemand verstorben sei, doch machen sich nur darüber lustig und zeigen nicht die geringste Spur von Mitleid oder Trauer. Im Gegenteil: Sie streiten sich noch um die Habseligkeiten des Verstorbenen. Scrooge versteht nicht, was er dort sieht. Oder besser : Er will es nicht verstehen. Schließlich fragt er den Geist wer denn dieser Verstorbene war, doch ohne Worte führt der Geist ihn auf einen Friedhof und streckt dort die Hand aus, er zeigt auf einen Grabstein. Scrooge, verängstigt und keuchend, bückt sich um den dort stehenden Namen zu lesen. Es ist sein eigener: Ebenezer Scrooge.

Scrooge, geprägt von den ganzen Eindrücken, die er in dieser Nacht gesammelt hatte, wirft sich vor dem Geist auf den Boden. Er bettelt um Vergebung und möchte sich ändern. Er schließt die Augen, reißt an dem Gewand des Geistes und ruft verzweifelt, dass er sich ändern will. Auf einmal fällt das Gewand auf ihn herab. Das war nicht das Gewand, stellt Scrooge langsam fest. Er befindet sich wieder in seinem Bett, auf ihm liegt der Vorhang seines Himmelbettes. Er glaubt zuerst nicht, dass er noch lebt. Doch auf einmal überkommt ihn die Lebensfreude, er läuft zum Fenster und ruft einem kleinen Jungen zu welcher Tag denn heute sei. Scrooge erfährt, dass es Weihnachtsmorgen ist und beauftragt den Jungen den größten Truthahn zu kaufen und verspricht ihm dafür Geld. Mit diesem Truthahn geht der bekehrte Geizhals und nun lebensfrohe Mensch zum Haus der Cratchits und übergibt den Truthahn. Die Cratchits können diese plötzliche Änderung kaum glauben und als Höhepunkt erhöht Scrooge Bob, dem Familienvater, noch das Gehalt. Durch die Änderung seiner Einstellung macht Scrooge sich viele Freunde und wird ein glücklicher Mensch.

Kritiken

  • Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei „solide“ produziert, aber habe keine „sonderliche Ambitionen“. [1]
  • Diane Selkirk lobte im „Apollo Guide“ die Darstellung von Patrick Stewart. Das Drehbuch sei der Erzählung getreu. Die Kulissen des alten London würden nicht real wirken, was am Filmbudget liege. [2]

Auszeichnungen

DVD-Veröffentlichung

Im Dezember 2004 erschien die deutsche Version dieses Films erstmals unter dem Titel "A Christmas Carol - Die Nacht vor Weihnachten" bei Paramount Home Entertainment.

Literatur

  • Charles Dickens: Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte (OT: A Christmas Carol). Deutsch von Richard Zoozmann. Mit Zeichnungen von Tatjana Hauptmann und dem Essay A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied von John Irving. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4

Quellen

  1. http://www.filmevonabisz.de/filmsuche.cfm?wert=519697&sucheNach=titel
  2. http://www.apolloguide.com/mov_fullrev.asp?CID=2646

Weblinks


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