Aachener Straßenbahn
Auf dem ASEAG-Gelände erinnert ein zurückgekaufter Triebwagen an die ehemalige Aachener Straßenbahn

Die Aachener Straßenbahn bediente von 1880 bis 1974 im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) das Stadtgebiet Aachen und das gesamte Umland, zeitweise auch grenzüberschreitend Orte in Belgien und den Niederlanden. Sie bildete dabei eines der größten deutschen Netze von Überlandstraßenbahnen. Mit einer Gesamtstreckenlänge von 213,5 Kilometern war sie 1915 die viertgrößte Straßenbahn Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

ASEAG heute

Hauptartikel: ASEAG

Die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) betreibt heute den Nahverkehr in Stadt und Kreis Aachen. Die ASEAG befördert jährlich ca. 60 Mio. Fahrgäste auf 61 Linien in einem Gebiet von 520 km². Die Länge des Liniennetzes beträgt 1127,5 km. Das ASEAG-Netz ist in den Aachener Verkehrsverbund integriert.

Pferdebahn

Aachener Pferdebahn um 1890

Bereits 1873 und 1874 bemühten sich der belgische Unternehmer van der Velde und die Banque de Bruxelles um eine Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Straßenbahn in Aachen. Die Geschichte der Aachener Straßenbahn beginnt allerdings erst am 16. Dezember 1880 mit der Einrichtung einer regelspurigen (1435 mm) Pferdebahn durch die Aachener und Burtscheider Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft auf einer Streckenlänge von zunächst 3,1 Kilometern. Diese Gründung geht auf die Bemühungen des Berliner Kommissionsrats Karl Liemann zurück.

Die ersten Wagen verkehren ab dem 16. Dezember zwischen Hotmannspief - Cölntor (heute Hansemannplatz) und dem Aachen-Jülicher Bahnhof (später Aachen Nord). Noch 1880 folgt ab dem 25. Dezember die zweite Strecke, vom Cölntor zum Kaiserplatz und über den Adalbertsteinweg bis zur Elsaßstraße. Schnell folgen im Jahr 1881 weitere Strecken, so nach Burtscheid, zum Rheinischen Bahnhof (heute Aachen Hbf), zum Polytechnikum (der späteren RWTH Aachen), zum Ponttor und über den Markt zur Jakobstraße, zum Jahresende umfasst das Netz bereits 15 Kilometer Betriebslänge. 1881 eröffnet die Pferdebahn auch eine erste Strecke außerhalb von Aachen: vom Rheinischen Bahnhof (heute Stolberg (Rhld.) Hbf, damals noch auf dem Stadtgebiet der Nachbarstadt Eschweiler gelegen) bis nach Stolberg-Hammer mit einer Gesamtlänge von 4,4 Kilometern.

Wegen der starken Steigungen im Aachener Stadtgebiet werden die Waggons nicht wie sonst üblich von einem, sondern von zwei Pferden gezogen. Nach 1881 werden nur wenige neue Strecken gebaut, 1882 eine Linie ins Frankenberger Viertel, 1883 nach Haaren und 1889 die erste internationale Strecke ins niederländische Vaals. Dagegen werden aus wirtschaftlichen Gründen sogar einzelne kurze Stichstrecken nach wenigen Jahren Betrieb wieder eingestellt, so die Strecken zum Rheinischen Bahnhof oder zum Polytechnikum. 1894, im letzten Jahr mit ausschließlichem Pferdebetrieb, weist die Aachener Straßenbahn eine Netzlänge von 22 Kilometern auf.

Inbetriebnahme

von Strecken der Aachener Pferdebahn:

Datum Strecke Anmerkungen
16. Dezember 1880 Hotmannspief/Seilgraben - Hansemannplatz - Nordbahnhof
25. Dezember 1880 Hansemannplatz - Kaiserplatz - Elsaßstraße
16. April 1881 Kaiserplatz - Normaluhr - Burtscheid
17. Mai 1881 Theater - Theaterstraße - Normaluhr Theaterstraße -
Rheinischer Bf (heute Hauptbahnhof)
1885 wieder eingestellt
22. Mai 1881 Hotmannspief/Seilgraben - Markt - Jakobstraße
6. Juni 1881 Theater - Elisenbrunnen - Seilgraben - Pontdriesch - Polytechnikum Abschnitt Pontdriesch - Polytechnikum 1883 wieder eingestellt
10. Juli 1881 Theaterstraße - Bahnhof Marschierthor - Pontdriesch - Ponttor 1883 wieder eingestellt
3. August 1881 Elsaßstraße - Bahnhof Forst (heute Bf. Aachen Rothe Erde) - Jakobstraße - Karlsgraben - Stromgasse
17. September 1881 Elisenbrunnen - Kaiserplatz
28. September 1881 Ponttor - Ludwigsallee - Lousbergstraße
20. Oktober 1881 Stolberg* Rheinischer Bf - Stolberg Hauptpost
3. November 1881 Stolberg Hauptpost - Stolberg Hammer
29. April 1882 Normaluhr - Lothringer Straße - Neumarkt - Elsaßstraße Abschnitt Neumarkt - Elsaßstraße 1885 wieder eingestellt
7. Juli 1883 Nordbahnhof - Haaren Markt
16. Juni 1888 Karlsgraben - Zoologischer Garten (heute Westpark)
8. November 1889 Zoologischer Garten - Westfriedhof - Vaals - Vaals Blumenthal
21. Juni 1891 Elsaßstraße - Rothe Erde

*) Anmerkung: Der Stolberger Bahnhof befand sich bis 1935 auf dem Gebiet der Stadt Eschweiler.

Natronbahn

Feuerlose Natron-Straßenbahn-Lokomotive in Aachen um 1884

Der teure Betrieb mit zwei Pferden führt dazu, dass bald nach Alternativen zum Pferdebetrieb gesucht wird. 1884-1885 wird nach der Anschaffung von zwei feuerlosen Natronlokomotiven ein kurzer Probebetrieb damit durchgeführt. Dies senkt zwar die Betriebskosten, aber die Befürchtung, die verwendete Natronlauge zerfresse auf Dauer den Dampfkessel, veranlasst die Betreiber, die Versuche wieder aufzugeben. Außerdem erweist sich der Schienenunterbau als zu schwach für die schweren Lokomotiven.

Der Betrieb als Pferdebahn wird bis 1895 fortgesetzt. Seit Beginn der 1890er Jahre werden bereits Pläne zur Elektrifizierung gemacht.

Elektrische Straßenbahn

Straßenbahn in Eupen um 1900
Aachener Straßenbahn in Raeren-Botz um 1916
Aachener Straßenbahn in Raeren um 1930
Aachener Tram am Elisenbrunnen

Ab 15. Juli 1895 werden alle Strecken elektrifiziert und auf Meterspur umgestellt. Die Betreiberin heißt seit 6. April 1894 Aachener Kleinbahn-Gesellschaft und ab 30. Juli 1942 Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-Aktiengesellschaft (ASEAG). Die Aktien gehören 1951 zu 50 Prozent der Stadt Aachen und zu 25 Prozent dem Landkreis Aachen.

In den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg wächst das Netz rasch und erreicht 1914 eine Streckenlänge von 181,4 Kilometern. Durch die Nähe zur Grenze gibt es direkten Kontakt zu den Betrieben in den Niederlanden und in Belgien. Eine Strecke führt sogar in die Niederlande nach Vaals, eine andere in das damals noch deutsche Eupen. Nach 1920 liegen infolge der Gebietsabtrennungen nach dem Ersten Weltkrieg einige Strecken außerhalb Deutschlands. Sie werden - wie zwischen Raeren und Sief - stillgelegt oder von belgischen Betrieben übernommen. Lediglich die nach Kelmis/Altenberg führende Strecke verbleibt der AKG/ASEAG, da ein separater Betrieb des isolierten belgischen Teilstücks nicht sinnvoll ist. Von 1940 bis 1944 übernimmt die AKG/ASEAG wieder den Betrieb des seit 1919 von der belgischen SNCV geführten und bis nach Verviers ausgebauten Eupener Netzes.

Zwischen den Kriegen wird das Netz kaum noch erweitert, lediglich die nach Vaals führende Strecke wird 1923 noch um einige hundert Meter verlängert und 1928 wird die Strecke von Aachen nach Horbach bis zur niederländischen Grenze in Locht geführt. Dort besteht direkter Anschluss an die Strecke der niederländischen LTM (Limburgsche Tramweg Maatschappij) nach Heerlen. Da die LTM normalspurig ist, ist ein durchgehender Verkehr nicht möglich.

Die Aachener Kleinbahn-Gesellschaft übernimmt ab 1. Januar 1916 auch den Betrieb des 23 Kilometer umfassenden Meterspur-Netzes der Rheinischen Elektricitäts- und Kleinbahnen AG (REKA). Diese befuhr seit dem 12. Februar 1902 die Strecken Aachen - Richterich - Kohlscheid - Herzogenrath - Merkstein und Richterich - Horbach. Die Aktien der jüngeren Gesellschaft befinden sich schon seit 1907 zu 100 Prozent im Besitz der Aachener Kleinbahn-Gesellschaft. Die offizielle Fusion beider Gesellschaften findet erst am 1. Januar 1942 statt. Ihre Strecken haben zusammen eine Länge von 161 Kilometern.

Das Streckennetz der Aachener Straßenbahn gilt lange Jahre als vorbildlich: Zusätzlich zu den ins Umland strahlenförmig auseinander laufenden Strecken gibt es die beliebte Ringbahn (Linie 3/13, später R), die es dem Fahrgast ermöglicht, sein Fahrziel an der Peripherie der Innenstadt schnell zu erreichen, ohne diese durchfahren zu müssen. Die langen Überlandlinien werden im Vorortbereich von Aachen durch parallele Stadtlinien ergänzt. So fahren zum Beispiel die Linien 5 und 15 ab Trierer Platz beziehungsweise ab Brand parallel zu den Überlandlinien 25 von Stolberg und 35 von Sief bis nach Aachen. Das dabei verwendete System gleicher Endziffern findet sich bis heute im Aachener ÖPNV.

Inbetriebnahme

Netz der Aachener Straßenbahn um 1933

von Strecken der Aachener elektrischen Straßenbahn:

Datum Strecke Anmerkungen
1895 Elektrifizierung aller Pferdebahn-Strecken (außer der Linie nach Stolberg)
1895 Hauptpost - Boxgraben Nach anderen Quellen erst 1898 eröffnet
1895 Theaterstraße - Hauptbahnhof und Stromgasse - Schanz - Preussweg - Waldschenke Nach anderen Quellen erst 1897 eröffnet
22. August 1896 Haaren - Kaninsberg - Linden und Kaninsberg - Würselen - Bardenberg
12. Oktober 1896 Rothe Erde - Eilendorf
11. September 1897 Eilendorf - Atsch Dreieck - Eschweiler Aue und Stolberg* Rheinischer Bf (heute Stolberg Hbf) - Atsch Dreieck - Stolberg Markt Umstellung und Verlängerung der Stolberger Pferdebahn
16. Dezember 1897 Eschweiler Aue - Eschweiler Dreieck - Eschweiler Rathaus und Eschweiler Rathaus - Eschweiler Rheinischer Bf (heute Eschweiler Hbf)
16. April 1898 Eschweiler Rathaus - Bergrath und Stolberg Markt - Finkensief - Vicht Dreieck - Vicht
23. Juni 1898 Bf Rothe Erde - Brand
24. September 1898 Theater - Hauptpost - Karlsgraben
17. November 1898 Bergrath - Hastenrath - Hamich, Linden - Mariadorf und Eschweiler Dreieck - Kinzweiler - Mariadorf
23. Dezember 1898 Mariadorf - Alsdorf
30. April 1900 Neumarkt - Viktoriaallee
12. Januar 1901 Lousbergstraße - Monheimsallee - Hansemannplatz
18. Mai 1901 Normaluhr - Eupener Straße - Diepenbenden - Linzenshäuschen
12. Juli 1901 Burtscheid - Siegel
2. August 1901 Waldschenke - Osterweg - Unterer Backertsweg
12. Februar 1902 Ponttor - Laurensberg - Richterich - Kohlscheid REKA
28. Mai 1902 Kohlscheid - Kerkrade - Herzogenrath REKA
24. Juli 1905 Kohlscheid - Kohlscheid Markt REKA, im 1. Weltkrieg eingestellt und abgebaut
6. Dezember 1905 Boxgraben - Goethestraße
19. Juli 1906 Linzenshäuschen - Köpfchen - Eynatten - Eupen Bahnhof und Eynatten - Raeren
14. September 1906 Brand - Kornelimünster
4. Dezember 1906 Mariadorf - Hoengen
27. März 1907 Unterer Backertsweg - Altenberg (Kelmis)
5. Mai 1907 Kornelimünster - Walheim
10. Juli 1907 Eschweiler - Weisweiler
31. Oktober 1907 Walheim - Sief - Raeren Abschnitt Sief - Raeren im 1. Weltkrieg eingestellt und abgebaut
3. November 1907 Brand - Elgermühle
20. Juni 1908 Eschweiler - Dürwiß
29. April 1909 Richterich - Horbach REKA
30. April 1909 Hamich - Gressenich - Vicht Dreieck
31. August 1909 Elgermühle - Büsbach
4. Mai 1910 Goethestraße - Ronheide, Viktoriaallee - Elsaßstraße und Hauptbahnhof - Hackländerstraße - Normaluhr
24. Juni 1910 Herzogenrath - Merkstein REKA
10. Juli 1910 Eupen Bahnhof - Eupen Rathaus
2. September 1910 Eupen Rathaus - Bellmerin
2. Dezember 1910 Eupen Rathaus - Herbesthal
15. Dezember 1910 Büsbach - Finkensief
17. Dezember 1910 Vicht - Zweifall
11. August 1912 Ponttor - Westbahnhof
28. März 1913 Kornelimünster - Breinig
15. Oktober 1913 Siegel - Bismarckturm
26. Juni 1914 Ronheide - Eberburgweg im 1. Weltkrieg eingestellt und abgebaut
29. März 1923 Vaals - Vaals LTM-Bahnhof
15. Mai 1928 Horbach - Locht Grenze
15. Mai 1932 Eupen Rathaus - Dolhain (- Verviers) Strecke der SNCV, während des 2. Weltkriegs vorübergehend zum Aachener Netz

*) Anmerkung: Der Stolberger Bahnhof befand sich bis 1935 auf dem Gebiet der Stadt Eschweiler.

Abbau

ASEAG-Haus am Adalbertsteinweg, heute von der Stadtverwaltung (Personal- und Organisationsservice) genutzt
Heute setzt die ASEAG u. a. Busse des Typs Mercedes-Benz O 405 GN ein. Das Bild zeigt ein Fahrzeug dieses Typs im Betriebshof.
Gedenkschild der Linie 28 an Mariadorf Dreieck

Bei der Einnahme Aachens durch alliierte Truppen im September 1944 werden mit Sprengstoff beladene Straßenbahnwagen auf den abschüssigen Strecken von Süden her in die Innenstadt als rollende Bomben benutzt. Bis Kriegsende 1945 steht der Betrieb der Aachener Straßenbahn still. Zu groß sind die Beschädigungen an Gleiskörper, Oberleitung und rollendem Material. Der Wiederaufbau endet erst 1950 mit Inbetriebnahme der Linie 18 von Eschweiler über Gressenich nach Vicht als letzte Strecke. Die Strecken nach Locht, Hoengen und zum Westbahnhof werden nicht mehr in Betrieb genommen. Auch die nun wieder in Belgien von der SNCV übernommenen Strecken werden zum Teil nicht mehr in Betrieb genommen. Als letzte Strecke des Eupener Netzes wird die Verbindung nach Verviers 1956 stillgelegt.

Beim Wiederaufbau der alten Strecken erfolgt jedoch nirgends eine Anpassung des Netzes an veränderte Siedlungsstrukturen. Nur wenige Strecken werden noch modernisiert, auf eigene Bahnkörper verlegt oder zweigleisig ausgebaut. Neue Fahrzeuge werden nur in kleinen Mengen bestellt. Nach 1945 erhält die ASEAG lediglich 24 neue Triebwagen. Allerdings werden in großem Umfang ältere gebrauchte Fahrzeuge von den Straßenbahnbetrieben in Luxemburg, Neuwied, Paderborn, Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach, Rheydt und Oberhausen übernommen. Die Umstellung der Straßenbahn auf Busbetrieb beginnt am 26. August 1951 mit der Einstellung der Linie 26 nach Horbach und endet am 29. September 1974 mit der Einstellung der letzten Strecke, der Linie 15 von Brand nach Vaals. Schon am 3. Februar 1974 wird auch die zur Aachener Straßenbahn gehörende, 19 Kilometer lange O-Bus-Linie 51 von Aachen nach Baesweiler eingestellt. Bereits 1969 waren mit den Straßenbahnlinien 22 (Eilendorf - Eschweiler) und 28 (Alsdorf - Eschweiler) die letzten Reste des großen Überlandnetzes verschwunden.

Die Fahrzeuge wurden teilweise verschrottet, teilweise konnte die ASEAG ihre neueren Triebwagen noch weiterverkaufen. Aachener Fahrzeuge kamen so zu den Straßenbahnen in Augsburg, Mainz und Genf, Motoren und Technik weiterer Fahrzeuge wurden von den Bahnen der Isle of Man gekauft und versehen noch heute dort ihren Dienst in Fahrzeugen, deren Wagenkasten inzwischen weit über 100 Jahre alt ist. Die O-Busse der Linie 51 wurden ebenfalls verkauft und kamen nach Kaiserslautern und Kapfenberg.

Stilllegung

der elektrischen Straßenbahn:

Datum Strecke Linie Anmerkungen
1. März 1937 Vaals - Vaals LTM 12 Stilllegung der anschließenden LTM-Dampftram Vaals - Maastricht
1. September 1939 Vaals Grenze - Vaals Blumenthal 12
1944 Horbach - Locht Grenze 26 Im Krieg zerstört, kein Wiederaufbau
1944 Mariadorf - Hoengen 31 Im Krieg zerstört, kein Wiederaufbau
1944 Ponttor - Westbahnhof 4,14 Im Krieg zerstört, kein Wiederaufbau
1944 Bildchen - Altenberg (Kelmis) 27 Im Krieg zerstört, kein Wiederaufbau
1944 Köpfchen Grenze - Eynatten (24) Im Krieg zerstört, durch SNCV nicht wieder in Betrieb genommen
1944 Eynatten - Raeren (34) Im Krieg zerstört, durch SNCV nicht wieder in Betrieb genommen
8. August 1951 Richterich - Horbach 26
1. Oktober 1951 Eynatten - Eupen (24) durch SNCV stillgelegt
1953 Eupen - Bellmerin (54) durch SNCV stillgelegt
1953 Eupen - Herbesthal (44) durch SNCV stillgelegt
3. November 1953 Haaren Denkmal - Kaninsberg - Linden - Mariadorf 11
3. November 1953 Kaninsberg - Würselen - Bardenberg 21
15. Februar 1954 Eschweiler Rathaus - Dürwiß 18
22. Mai 1954 Eschweiler Rathaus - Eschweiler Hbf 22
22. Mai 1954 Eschweiler Rathaus - Hamich - Gressenich 18
17. Oktober 1954 Haaren Denkmal - Haaren Markt 1
1956 Eupen - Dolhain - Verviers (64) durch SNCV stillgelegt
3. November 1957 Kornelimünster - Breinig 45
10. November 1957 Walheim - Sief 35,W
1. Juni 1958 Elsaßstraße - Kaiserstraße 2
1. Juni 1958 Haaren Markt - Metzgerstraße 1
11. August 1958 Normaluhr - Burtscheid - Siegel - Bismarckturm 3,13
28. August 1958 Preusweg - Bildchen 17,27
6. Oktober 1958 Gressenich - Vicht Dreieck 18
31. März 1959 Eschweiler Rathaus - Weisweiler 28
16. August 1959 Köpfchen Grenze - Diepenbenden 4,14
5. Oktober 1959 Stolberg Hbf - Atsch Dreieck - Stolberg Markt 8
23. November 1959 Pannesheide - Herzogenrath - Merkstein 16,H
29. Mai 1960 Diepenbenden - Haus Eich 4
27. Juni 1960 Haus Eich - Normaluhr 4
24. Oktober 1960 Ponttor - Richterich - Kohlscheid - Pannesheide 16
24. Juni 1961 Kaiserstraße - Lothringerstraße - Normaluhr 2
24. Juni 1961 Hansemannplatz - Seilgraben - Markt - Karlsgraben - Preusweg 2,7
5. Oktober 1961 Stolberg Finkensief - Vicht Dreieck - Zweifall 8
29. Januar 1962 Hansemannplatz - Ponttor - Seilgraben - Elisenbrunnen R (3,13)
29. Januar 1962 Theater - Hauptbahnhof - Normaluhr - Kaiserplatz R (3,13)
19. März 1962 Eschweiler Rathaus - Eschweiler Bushof 22,28
27. Mai 1962 Metzgerstraße - Hansemannplatz - Kaiserplatz 1
8. Januar 1967 Brand - Kornelimünster - Walheim 35,W
8. Januar 1967 Brand - Büsbach - Finkensief - Stolberg Markt 25
6. Oktober 1969 Eilendorf - Atsch Dreieck - Eschweiler Aue - Eschweiler Bushof 22
6. Oktober 1969 Eschweiler Bushof - Kinzweiler - Mariadorf - Alsdorf 28
17. August 1970 Goethestraße - Ronheide 5,15
11. März 1973 Hauptpost - Goethestraße 5,15
11. März 1973 Elsaßstraße - Eilendorf 12
29. September 1974 Brand - Elsaßstraße - Kaiserplatz - Elisenbrunnen - Hauptpost - Vaals 15

Zukunft

Netz der euregiobahn
Euregiobahn Richtung Eschweiler-Weisweiler

In den 1990er Jahren gab es durch private Initiativen Versuche, wieder eine Stadt- und Straßenbahn einzuführen. Das Projekt scheiterte jedoch an den Kosten und wird seit 1999 nicht mehr weiterverfolgt.

Seit dem Jahr 2000 reaktiviert die euregiobahn kontinuierlich stillgelegte Eisenbahnstrecken im Großraum Aachen. Seit Dezember 2004 bestehen wieder direkte Verbindungen von mehreren Bahnstationen im Stadtgebiet Aachens zu Zielen im Großraum (Eschweiler, Herzogenrath, Stolberg) und in den benachbarten Niederlanden (Heerlen). 2005 wurde der Abschnitt von Herzogenrath nach Alsdorf-Annapark hin erweitert. Der weitere Ausbau sieht auch eine erneute Streckenführung bis in das Stadtzentrum von Aachen und die Anbindung von Heinsberg und Würselen vor. In den Sommermonaten (jedoch nur Sonntags) verkehrt die euregiobahn auch über Düren bis hin nach Heimbach und teilt sich den Streckenabschnitt Düren–Heimbach mit der Rurtalbahn.

Siehe auch

Literatur

  • Bimmermann, Rainer: Aachener Straßenbahn, Band 1: Geschichte, Schweers+Wall, Aachen 1999, ISBN 3-89494-116-2
  • Schweers, Hans; Wall, Henning: Bilder von der Aachener Straßenbahn, 2. Auflage, Krefeld/Aachen, 1981, ISBN 3-921679-18-4
  • Krettek, Ottmar; Herberholz, Peter: Straßenbahnen im Aachener Dreiländereck, Alba Verlag, Düsseldorf 1980, ISBN 3-87094-323-8
  • Höltge, Dieter; Reuther, Axel: Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland, Band 7: Aachen, Düren, Köln, EK-Verlag, Freiburg 2001, ISBN 3-88255-338-3
  • Cremer-Chapé, Marcel: ASEAG – 50 Jahre Energieversorgung, 70 Jahre Straßenbahn - Ein Blick in Vergangenheit und Gegenwart, Aachen 1950 (Festschrift der ASEAG)

Weblinks


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