Burger Brezel
Die Burger Brezel als Souvenir wird typischerweise an einem Bändchen um den Hals getragen
Zeichen eines Burger Brezelbäckers auf dem Dach

Die Burger Brezel ist eine mehr als 200 Jahre alte Spezialität aus Burg an der Wupper (heute Ortsteil von Solingen). Die Brezel ist keine Laugenbrezel, sondern wird aus einem süßen Teig hergestellt. Sie ist seit Beginn der touristischen Nutzung der vormaligen alten Herzogsresidenz Schloss Burg ein überregional bekanntes Mitbringsel.[1]

Da Burger Brezel recht trockene Gebäckstücke sind, die eher an einen süßen Zwieback erinnern, werden sie vor dem Verzehr oft in Kaffee eingetaucht („gezoppt“) und erst dann gegessen. Das Rezept stammt, laut einer lokalen Überlieferung, von einem verwundeten französischen Soldaten, der 1795 von der Bäckerfamilie Hösterey gesund gepflegt wurde. Aus Dank gab er das Brezelrezept an die Familie weiter.[1]

Im 19. Jahrhundert erfolgte der Vertrieb des Backwerks durch Kiepenkerle mit einer Kiepe, einem hölzernen bzw. aus Zweigen geflochtenen Tragegerät. Die Bedeutung des Burger Kulturgutes spiegelt sich in dem 1989 aufgestellten Brezelbäckerdenkmal wider. Der 18 Kilometer lange Rundwanderweg um den Ort ist nach dem Backwerk Brezelwanderweg genannt.

Die Burger Brezel wird auch heute noch von einigen Bäckern hergestellt und in den Ausflugsgaststätten von Oberburg und Unterburg verkauft. Häufig mit einem Bändchen versehen, kann sie um den Hals gehängt nach Hause getragen werden.

Burger Brezeln sind auch ein Bestandteil der Bergischen Kaffeetafel.

Literatur

  • Alfred Lauer, Werner Lappe: Burger Brezeln und die bergische Kaffeetafel. RGA-Buchverlag, Remscheid 1995, ISBN 3-923495-38-2
  • Andrea Jungbluth-Zehnpfennig: Einladung zur Bergischen Kaffeetafel. Kafeetrinken "met allem dröm on draan", Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-935873-35-2 (Geschenk- und Verschenkbuch mit vielen Rezepten und Geschichten)

Weblinks

 Commons: Burger Brezel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Solinger Tageblatt vom 14.Juli 2008

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